N26 wehrt sich gegen Betriebsratsgründung, wohl kein Huawei-Verbot in Deutschland, 5 Mio für Klima-App.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute gibt es keine langen Vorreden, denn in der mobilen Branche ist reichlich passiert. Da ist etwa ein Startup, das im Jahr 2020 mit den gleichen Argumenten eine Arbeitnehmervertretung abwehrt, wie das schon in den 90er Jahren der Fall war. Sich dabei aber tatsächlich ziemlich ungeschickt anstellt. Oder Microsoft, das endlich den Preis für ein schickes Gerät veröffentlicht, dessen Use-Case aber auch erst einmal überzeugen muss.

Ihr Stephan Lamprecht vom Team mobilbranche.de

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Telekom stößt mit Zahlen in neue Dimensionen vor, Microsoft Surface Duo vorbestellbar

Es wäre ja nun wahrlich verwunderlich, wenn sich die Übernahme von Sprint nicht in den Zahlen der Telekom niederschlagen würde. Fast scheint es, als sein man im Konzern vom Ergebnis selbst überrascht. Jedenfalls liest sich die Schlagzeile zur Pressemitteilung so. Nach der Einbeziehung von Sprint steigt der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 37,5 Prozent auf 27,0 Mrd. Euro. T-Mobile US kommt inzwischen auf 100 Mio. Kunden. Doch auch die Geschäfte in Deutschland zeigen sich stabil. Der Konzern ist weitestgehend von Corona verschont geblieben, lediglich im Großkundengeschäft haben sich Projekte verzögert. Und da weniger gereist wird, gingen auch die Umsätze beim Roaming zurück.

Ganz billig wird das neue Surface Duo von Microsoft nicht. Das klappbare Gerät kann in den USA jetzt vorbestellt werden. Marktstart ist der 10. September. Für den Androiden werden rund 1.400 Dollar aufgerufen. Unsicherheit herrscht in vielen Tech-Medien aber nach wie vor darüber, wie der konkrete Use-Case für das Gerät aussieht. Aufgeklappt ist die Gesamtfläche kleiner als ein iPad-Mini und da an den Außenseiten kein Display zu finden ist, kann es als Benachrichtigungszentrale mit einem Smartphone nicht mithalten. Letztlich wird viel darauf ankommen, wie gut die ausgelieferte Software ist.

N26 wehrt sich gegen Betriebsratsgründung, Fahrer von Uber sind Mitarbeiter

N26 ist gerichtlich mit einer einstweilligen Verfügung gegen die geplanten Versammlungen von Mitarbeitern vorgegangen, in deren Rahmen die Wahl eines Betriebsrats vorbereitet werden sollte. Offiziell bemüht das Startup die hanebüchene Begründung, Bedenken wegen des Hygienekonzepts zu haben. Die Wahrheit ist aber offenbar, dass das Management einen Betriebsrat insgesamt ablehnt. Indes geben sich die Gründer bei ihren Argumenten so gar nicht jugendlich, sondern eher altbacken. Denn das Argument, ein Betriebsrat stehe einer Startup-Kultur entgegen, haben junge Firmen bereits vor 30 Jahren genutzt.

Ein Gericht in Kalifornien hat jetzt entschieden, dass die Fahrer von Pools wie Uber und Lyft keine selbstständigen Unternehmer sind, sondern stattdessen als Arbeitnehmer einzustufen sind. Allerdings wurde die Verfügung für 10 Tage ausgesetzt, um den Unternehmen Gelegenheit zu geben, Widerspruch einzulegen. Für die Firmen wäre das ein herber Rückschlag im Geschäftsmodell, wenn nun etwa Beiträge zur Kranken- und Sozialversicherung fällig wären. Entsprechend missmutig reagiert Uber. Das Unternehmen hat angedroht, bis zur Wahl im November, seine Dienste einzustellen. Es besteht wohl die Hoffnung, dass danach eine gesetzliche Ausnahmeregelung auf den Weg gebracht werde.

Bill Gates sieht TikTok-Deal kritisch, wohl kein Huawei-Verbot in Deutschland

Donald Trump, in Europa auch als “stable genius” bekannt, will ja bekanntlich den Verkauf von TikTok erzwingen. Und Microsoft hat Interesse an dem Netzwerk bekundet. Gründer Bill Gates sieht diese Idee allerdings kritisch und sprach im Zusammenhang mit der App von einem “vergifteten Kelch”. Unterdessen berichten US-Medien davon, dass TikTok zumindest bis Ende des vergangenen Jahres die MAC-Adressen der Android-Geräte, auf denen die App lief, ausgelesen habe. Vergiftet trifft es in diesem Zusammenhang wohl ganz gut.

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, über die verschiedene Medien berichten, scheint ein Verbot von Huawei bei der Ausrüstung der 5G-Netze in Deutschland vom Tisch. Die Zulassung von 5G-Ausrüstung werde im ersten Schritt durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geprüft. Ein Sicherheitskatalog mit Prüfkriterien soll demnach im TKG (Telekommunikationsgesetz) verankert werden. Als zweite Stufe der Prüfung dient dann die “politische Vertrauenswürdigkeit”. An dieser Stelle müssen sich dann wohl Bundeskanzleramt, Auswärtiges Amt, Innen- und Wirtschaftsministerium einig sein, einen Hersteller auszuschließen, der die Prüfung der ersten Stufe erfolgreich bestanden hat. Das dürfte aber kaum in Frage kommen, da politische Kreise sich regelmäßig gegen einen Ausschluss von Huawei ausgesprochen hatten.

5 Mio Euro für Klima-App, LTE-Anrufe abhörbar

Mit “Klima” können die Nutzer aktiv etwas gegen die Klimakrise unternehmen. Die App ermittelt den eigenen CO2-Abdruck und ermöglicht die Kompensation über anerkannte klimafreundliche Projekte. Das 2019 gegründete Startup konnte jetzt 5 Mio. Euro an Kapital sammeln. Investiert haben zahlreiche bekannte Techgründer und Unternehmen, u.a. Christian Reber, Niklas Jansen, e.ventures, 468 Capital und Holtzbrinck Ventures.

Wie eine Arbeitsgruppe der Ruhr-Universität Bochum (RUB) herausgefunden hat, lassen sich Gespräche via LTE abhören. Das überrascht, denn eigentlich gilt der Standard als sicher, weil die Gespräche verschlüsselt übertragen werden. Der verwendete Mechanismus besitzt aber eine Schwachstelle, die ein Abhören ermöglicht. Um das Gespräch zu belauschen, müssen Angreifer und Opfer in der gleichen Funkzelle eingebucht sein. Außerdem wird die Nummer des zu belauschenden Mobiltelefons benötigt. Die sich Angreifer jedoch aus der Funkzelle beschaffen können.

Unsere App-Tipps powered by MORE Exciting Commerce

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by MORE Exciting Commerce. Hier die aktuellen Tipps:

Wie Wolt jetzt auch Lieferando in Deutschland Konkurrenz machen will.


Vorsicht, heiß und fettig: Das finnische Lieferstartup Wolt will mit seinem Food-Delivery-Dienst nun auch in Deutschland Fuß fassen. Das 2014 in Finnlands Hauptstadt Helsinki gegründete Unternehmen vermittelt ähnlich wie Lieferando Essenbestellungen und kassiert dafür eine Vermittlungsgebühr.
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Wie Doc Morris den Apothekenmarkt umkrempelt.


Die niederländische Online-Apotheke Doc Morris will noch in diesem Jahr mit einem neuen digitalen Apotheken-Marktplatz stationäre Apotheken mit ins Boot holen. Hinter Doc Morris steht die Schweizer Zur Rose Group, die mittlerweile mit Aporot, DocMorris, eurapon, medpex und Vitalsana Marktführer in Deutschland ist. Durch Übernahmen hält das Unternehmen Konkurrenten wie die stark wachsende Online-Apotheke „Shop-Apotheke“ auf Abstand. Mit Apotal hat der Apothekenkonzern bereits den nächsten großen Übernahmekandidaten im Blick. „Apothekenschreck“ Doc Morris hatte sich mit Online-Rabatten auf verschreibungspflichtige Rezepte stationäre Apotheken in der Vergangenheit zum Feind gemacht. Für den geplanten Marktplatz und den Ausbau des Sortiments und neuer Dienste wie taggleicher Lieferung ist Doc Morris nun aber auf die Vor-Ort-Apotheken angewiesen und dazu bereit, Kompromisse einzugehen.
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Wie Picnic mit Mobile-Only-Strategie den Markt der Online-Supermärkte aufmischt.


Klingeling, der Milchmann ist da: Picnic ist ein Online-Supermarkt, der den Lebensmitteleinkauf auf Bestellung bis vor die Haustür liefert. Der Lieferdienst setzt auf das Milchmann-Prinzip und liefert dank fester Tourenplanung immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort aus. Das Unternehmen aus den Niederlanden gehört zu den ambitioniertesten Playern im hartumkämpften und nicht erst durch die Corona-Krise hochdynamischen Geschäft mit Lebensmittellieferungen und ist seit 2018 auch in Nordrhein-Westfalen aktiv.
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