Apple muss Patentklage wegen Siri abwehren, Cortana verschwindet vom Smartphone, Reels startet weltweit.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die NASA hatte ja extra einen Kugelschreiber entwickeln lassen, damit Astronauten auch im All schreiben können. Die Sowjets versuchten es erst einmal mit einem Fettstift. Hightech gegen Pragmatismus: Damit das Smartphone keimfreier wird, gibt es jetzt spezielle Reinigungstücher, die Nanotechnologie nutzen. Aktuell greife ich noch zu klassischen Brillenputztüchern. Aber vielleicht ergeht es mir ja wie den Sowjets. Die hatten schließlich beim Klassenfeind die besonderen Kulis bestellt.

Und damit zu unseren News!

Stephan Lamprecht für das Team von mobilbranche.de

Apple verliert Marketing-Chef und prozessiert wegen Siri, Cortana verlässt Smartphones

Keine Ausgabe unseres Newsletters ohne Neuigkeiten von Apple. Nach mehr als drei Jahrzehnten im Unternehmen räumt Marketing-Chef Phil Schiller seinen Posten. Nach Designchef Jony Ive, PR-Chef Steve Dowling und Einzelhandelschefin Angela Ahrendts ist das bereits der vierte Top-Manager der das Unternehmen verlässt. Schillers Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Greg “Joz” Joswiak. Um nicht weniger als 1,4 Mrd. Dollar geht es in der Patentklage, die das Unternehmen Zhizhen Network Technology gegen Apple in China anstrengt. Das Unternehmen hält das Patent an einem Chatbot, der ähnlich wie Siri funktioniert. Der Prozess könnte dazu führen, dass Apple zunächst einmal den Großteil seiner Produkte nicht mehr in China verkaufen darf.

Microsoft richtet seine digitale Sprachassistentin Cortana neu aus. Bereits im September schauen die Entwickler von Drittanwendungen in Röhre. So wird der smarte Lautsprecher von Harman Kardon deutlich weniger smart werden. Microsoft arbeitet daran, das Produkt in einen herkömmlichen Bluetooth-Lautsprecher zu verwandeln. Bis zum kommenden Jahr sind dann auch die Cortana-Apps für Android und iOS Geschichte.

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Samsungs Watch fordert Apple heraus, Instagram rollte TikTok-Konkurrenten global aus

Gestern hat Samsung seine neue Galaxy Watch 3 vorgestellt. Optisch handelt es sich in erster Linie um Modellpflege. Softwareseitig hat das Unternehmen aber ganz klar Apple im Blick. Ein-Kanal-EKG, verbesserter Pulssensor und eine neue Sturzerkennung sind ja bereits von Apple bekannt. Die Uhr ist in zwei Gehäusegrößen zu bekommen. Je nach Größe und Funktechnologie liegt der Preis zwischen 420 und fast 500 Euro.

Seit Ende Juni können Nutzer aus Deutschland bereits den TikTok-Konkurrenten Reels nutzen. Jetzt bläst Instagram zum Angriff und rollt den Service weltweit, also auch auf seinem Kernmarkt USA, aus. Der Zeitpunkt könnte angesichts der Diskussionen dort ja fast nicht besser sein. Ob Reels erfolgreich sein wird, muss sich natürlich erst noch erweisen. Facebook hatte mit Lasso ja bereits einen Versuch unternommen, TikTok anzugreifen.

Frisches Kapital für Apps, Google gewinnt Bankpartner für Google Pay

Sie wollen Ihre Freunde damit beeindrucken, dass Sie mal locker zwischen zwei Wolkenkratzern herumgesprungen sind? Eine Video-App verwandelt beispielsweise einen Sprung in einer Sandkiste in genau solche spektakulären Bilder. Das 2019 gegründete Startup Segmentive aus Berlin entwickelt dafür einen Video-Editor, der Hintergründe in Echtzeit austauscht und auch mobil funktionieren soll. Dafür erhält das Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 2 Mio. Euro. Deutlich bodenständiger sind die Pläne von Weezy. Das Londoner Unternehmen will per App bestellte Lebensmittel innerhalb von 15 Minuten an die Konsumenten liefern. Für die Idee gibt es jetzt 1 Mio. Pfund.

Gleich sechs neue Bankpartner kann Google für seine in den USA geplanten digitalen Bankdienste vermelden, die das Angebot von Google Pay aufwerten sollen. Damit reagiert Google auf den Trend der Konsumenten, sich stärker von klassischen Banken abzuwenden, um ihre Geldangelegenheit rein online und digital zu regeln. Anders als Startups, die die Transaktionen eher diskret von Kreditinstituten im Hintergrund abwickeln lassen, nennt Google seine Partner offensiv und bietet ihnen auch ein Co-Branding an.

Unsere App-Tipps powered by MORE Exciting Commerce

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by MORE Exciting Commerce. Hier die aktuellen Tipps:

Wie Farfetch mit innovativer Fotosuche, Personalisierung und Augmented Reality zum Amazon für Luxusmode werden will.


Balenciaga frei Haus: Farfetch ist eine Art Amazon für Designermode. Das 2008 gegründete Unternehmen bietet Designer-Boutiquen einen Marktplatz, über den sie ihre Luxusmode auf Provisionsbasis anbieten können. Der Marktplatz ist mittlerweile in über 190 Ländern verfügbar und kann durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Boutiquen in vielen Städten Same-Day-Delivery oder Click&Collect anbieten. Mit einem Mix aus geschickten Übernahmen und nachhaltiger Unternehmensstrategie konnte Farfetch trotz Corona-Krise im 1. Quartal seinen Umsatz nahezu verdoppeln. Zwar stehen unterm Strich noch Verluste, doch 2021 soll die Plattform erstmals schwarze Zahlen schreiben. Ein Erfolgsfaktor ist die App-Strategie von Farfetch, das neben seiner Haupt-App (iOS und Android), um die es hier gehen soll, u.a. auch noch eine App mit kuratierten Mode-Empfehlungen (iOS) sowie mit Mode-Emojis (iOS) anbietet.
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Wie JD.com mit Augmented Reality und smartem Kundenservice Alibaba überflügeln will.


JD.com ist einer dieser Online-Marktplätze aus China, die hierzulande weitgehend unbekannt sind, aber Umsätze generieren, von denen einige Dax-Konzerne nur träumen können. Das Unternehmen gilt heute neben Alibaba (das mit AliExpress auch seine Fühler nach Europa ausstreckt) als einer der führenden Online-Handelsunternehmen im Reich der Mitte. JD betreibt im Gegensatz zu Alibaba tausende Einzelhandelshops und verfügt mit mehr als 700 eigenen Lagerhallen und über 7.000 Paket- und Abholstationen über das größte Logistik-Netzwerk in China. Durch geschickte Partnerschaften wie etwa mit Walmart, Alphabet und Tencent hat sich JD längst an Alibabas Versen geheftet und übertrumpft den E-Commerce-Riesen trotz niedrigerer Margen vergangenes Jahr mit umgerechnet rund 70 Milliarden Euro sogar in Sachen Umsatz.
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Wie Wayfair mit Augmented Reality den Möbelkauf neu definiert.


Möbelhaus aus der Hosentasche: Wayfair ist eine der weltweit größten Online-Plattformen für Möbel & Co und konkurriert in Deutschland u.a. mit Home24. Das US-Unternehmen arbeitet direkt mit Herstellern und Großhändlern zusammen und erwirtschaftete zuletzt über 9 Mrd Dollar pro Jahr mit dem Verkauf von Möbeln. Unterm Strich stehen aber trotz anhaltendem Wachstum Verluste. Während des Corona-Lockdowns zählte Wayfair aber zu den Gewinnern: So stieg z.B. der Verkauf von Schreibtischen und Bürostühlen im März um das Fünffache im Vergleich zu den drei Vormonaten und auch andere Produkte, mit denen man sich das Leben im Home Office angenehmer gestalten kann, boomten. Doch schauen wir uns nun die App näher an, die zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor von Wayfair geworden ist.
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