Twitter bietet Sprachtweets, Telekom spielt Szenario ohne Huawei durch, TikTok setzt auf Lernvideos.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

haben Sie sie bereits heruntergeladen? Die Rede ist natürlich von der “Corona-App” des Bundes, die Stand gestern Abend bereits mehr als 8 Mio. Downloads zählte. Eine Resonanz, die offenbar auch die Entwickler selbst überrascht hat. Und noch eine überraschende Zahl in diesem Zusammenhang. Die App kostet den Bund in diesem und kommenden Jahr immerhin die stolze Summe von 68 Mio Euro.

Bis zur nächsten Ausgabe,
das Team von mobilbranche.de

3+1 wissenswerte Dinge über iOS- und Android-Buttons.


Eigentlich hätte Design-Expertin Melinda Albert diese Woche ein mobilbranche.de-Seminar zu App Usability geleitet. Doch wegen der Corona-Krise mussten wir umdisponieren und planen nun stattdessen mit Melinda einen Online-Kurs für die mobilbranche.de-Community. Als Ausblick darauf verrät Melinda Albert in einem Beitrag, wie Apps mit der richtigen Button-Gestaltung und -Platzierung ein optimales Nutzererlebnis bieten.
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Sprach-Tweets bei Twitter, Instagram findet nackte Haut gut

Während es nach wie vor keine Möglichkeit gibt, einen Tweet noch einmal zu bearbeiten (was bei Tippfehlern ja nun wirklich eine tolle Möglichkeit wäre), rollt Twitter sukzessive Sprachnachrichten aus. Das noch experimentelle Feature “beglückt” zunächst die Nutzer unter iOS. Die können eine bis zu 140 Sekunde dauernde Aufnahme direkt verbreiten. Ist diese länger, wird sie von Twitter automatisch aufgetrennt.

Eine Studie von AlgorithmWatch und dem European Data Journalism Network zeigt, dass Instagram den Nutzern bevorzugt Beiträge von Influencern darstellt, die nackte Haut zeigen. Selbst wenn der Account, dem die Nutzer folgen, eher wenig solche Bilder umfasst, werden diese dennoch hervorgehoben. Facebook schiebt das eher auf die Präferenzeinstellungen der Nutzer und stellt die Studie in Frage.

Telekom spielt Szenario ohne Huawei-Technik durch, Shopping-Apps auf Allzeit-Hoch

“Armageddon” ist passenderweise der Titel des internen Dokuments der Telekom, das den Fall durchspielt, beim 5G-Ausbau vollständig auf Technik von Huawei verzichten zu müssen. Darin wird auch das Szenario durchgespielt, bereits verbaute Technologie wieder rückbauen zu müssen. Der Austausch könnte demnach bis zu fünf Jahre dauern. Und würde teuer: Mit mindestens drei Milliarden Euro wird gerechnet.

Eine gemeinsame Untersuchung von Adjust und Liftoff zeigt bei Shopping-Apps ein Allzeit-Hoch. Das Engagement in Shopping Apps ist im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen. Die Akquisitionskosten für einen Nutzer, der eine erste Bestellung tätigt, sind um mehr als die Hälfte gesunken. Derzeit betragen Sie im Durchschnitt 19,47 Dollar. Die größere Akzeptanz der Shopping-Apps wird der Coronavirus-Krise zugeschrieben.

Echo fürs Auto, TikTok fördert Lernvideos

Nun kommt Amazons Alexa auch ins Auto. Ab sofort ist die kleine Box “Echo Auto” auch in Deutschland verfügbar (*). Sie basiert weitgehend auf dem Echo Dot, besitzt insgesamt 8 Mikrofone und ist dafür optimiert, Geräusche im Fahrzeug zu filtern, damit die Verständigung auch bei Straßenlärm und laufender Klimaanlage funktioniert. Für 60 Euro ist die Box zu haben.

TikTok will die Inhalte auf seiner Plattform weiter diversifizieren. Dazu investiert das Unternehmen europaweit 13 Mio. Euro, davon rund 4,5 Mio. in Deutschland. Damit soll das Fachwissen von Medizinern, Sexualpädagogen und Lehrern bis zu Life Hacks, Motivationstipps oder Kochideen auf der Plattform stärker zum Zuge kommen. Im Rahmen dieser Initiative “#LernenMitTikTok” können Creator bis zum 30. Juni 2020 mit Videos an der #TeileDeinWissen Hashtag-Challenge teilnehmen. Die Gewinner werden für ihre Teilnahme am Programm entlohnt und durch eine Influencer-Agentur professionell betreut.

Apple liefert beeindruckende Zahlen zur App-Ökonomie – und gerät endgültig ins Visier der EU-Kommission

Vielleicht war es nur ein Ablenkungsmanöver – oder purer Zufall: Montagabend deutscher Zeit hat Apple eine neue Studie vorgestellt, wonach Apps für iPhone und iPad im vergangenen Jahr 519 Mrd Dollar Umsatz erzielt haben. Der Löwenanteil davon geht auf Mobile Commerce zurück, nämlich 413 Mrd Dollar Umsatz für den Verkauf von physischen Gütern sowie Dienstleistungen. Weitere 61 Mrd entfallen auf den Kauf von digitalen Produkten, z.B. App-Käufe und In-App-Käufe (Games, Streaming-Apps, E-Books, Musik etc.). In-App-Werbung trug weitere 45 Mrd bei.

Doch kurze Zeit später folgte in Sachen Apple die große Ernüchterung: Hatte sich Apple gerade noch als stolzer Partner seiner App-Entwickler präsentiert, so gab die EU-Kommission am Dienstag bekannt, gleich zwei Untersuchungsverfahren gegen Apple einzuleiten. Im ersten Verfahren wird die EU-Kommission prüfen, ob die Regeln für Entwickler zum Vertrieb von Apps über den App-Store gegen das EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Dabei geht es u.a. um die 30% Provision für In-App-Käufe für Apple, über die sich u.a. Spotify beschwert hatte. Das andere Verfahren beleuchtet Apple Pay: Dabei geht es um verschiedene Geschäftsbedingungen, die Beschränkung des Zugangs zur NFC-Funktion (Nahfeldkommunikation) sowie mutmaßliche Verweigerungen des Zugangs zu Apple Pay.

Unsere App-Tipps powered by MORE Exciting Commerce

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by MORE Exciting Commerce. Hier die aktuellen Tipps:

Koala soll die Supermarktkasse ersetzen.

Einkaufen auf der Überholspur: Mit der App Koala („Kauf ohne Aufwand und langes Anstehen“) können Supermarktkunden Produkte selbst scannen und ihren Einkauf per Smartphone bezahlen. Das funktioniert so: Produktbarcode per App für iOS und Android scannen, in den Einkaufskorb legen, bezahlen und Supermarkt über eine sogenannte Fastlane ohne Anstehen an der Kasse ganz ohne Wartezeit verlassen. Dafür generiert die App nach dem Bezahlvorgang einen QR-Code, der an einer Schranke am Ausgang vorzuzeigen ist, um den Laden zu verlassen. Der Haken: es gibt weder eine Waage, die den Einkauf mit den bezahlten Waren abgleicht, noch eine andere Diebstahl-Kontrolle.
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Mit Mimo spielerisch von unterwegs aus Programmieren lernen.

Coden in der U-Bahn: Die App Mimo verspricht, dass man in nur 5 Minuten am Tag Programmieren lernen kann. Die App für iOS und Android will Coden alltagstauglich machen und senkt die Barriere, Programmiersprachen wie Python, JavaScript, Swift und Co zu lernen. Die Lerninhalte werden spielerisch, unterhaltsam und praxisnah in kleine Lernhäppchen in der exzellent benutzerfreundlichen App aufbereitet.
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Die Lern-App Anton vernetzt Schüler und Lehrer.

Zocken und Pauken: Anton ist eine der beliebtesten Lern-Apps im deutschsprachigen Raum. Schüler*innen können über die App für iOS und Android von Mathe bis Deutsch fast alle Lerninhalte der Klassen 1 bis 10 pauken, Lehrer und Eltern können Lernfortschritte überwachen und sich in Gruppen oder Klassen mit ihren Schülern vernetzen. Das Erfolgsrezept von Anton ist eine nahezu perfekte Mischung aus interaktiven Lernübungen, Belohnungen und Spielen.
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Interessante Events

App Promotion Summit USA (WFH) (18.–25.6.) +++ Masterclass Know What to Measure – How to Use Multiple Analytics for Mobile Apps (18.6.) +++ K5 Digital (30.6.–2.7.) +++ 5G-Labor Berlin – Wie smart ist die Hauptstadt? (1.7.)

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