Corona-Warn-App wird vorgestellt, Retargeting gewinnt an Zugkraft, 5.000 Funklöcher werden geschlossen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Corona-Warn-App des Bundes wird morgen vorgestellt und für alle zum Download bereitgestellt. 20 Millionen Euro überweist der Bund dafür an die Entwickler SAP und Telekom, weitere 2,5 – 3,5 Millionen Euro sollen monatlich an Betriebskosten hinzukommen. Dafür werden unter anderem Hotlines der Telekom betrieben, die bei der App-Installation oder dem Eintrag eines positiven Testergebnisses in die App helfen sollen. Uns erscheint die Summe insgesamt eher hoch, der Bund ordnet es allerdings am unteren Ende der eigenen Prognose ein. Wie auch immer: Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber lobt die Umsetzung als „datenschutzfreundliche Lösung“ und auch der TÜV Informationstechnik (TÜVit) bescheinigt, dass die Anwender nicht ausspioniert werden. Auch wenn die App keine Impfung ersetzt: sinnvoll ist sie nur, wenn möglichst viele Nutzer sie anwenden.

Wir bleiben am Ball und wünschen Ihnen einen guten Start in die Woche!

Ihr Team von mobilbranche.de

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Performance-Branding-Kampagnen: Die eierlegende Wollmilchsau des Online-Marketings?
Aus Sicht des Online Marketers ist völlig klar: Wer Klicks auf Werbebanner möchte, muss anders werben als jemand, der die Bekanntheit einer Marke steigern will. Denn diese verschiedenen Formen von Kampagnen dienen ganz verschiedenen Funktionen und haben andere Wirkungsmechaniken. Für Advertiser ist das oft unbefriedigend – sie fragen: Warum geht denn nicht beides in einem?
Mehr dazu im Blog von bam!

Interview: Krisztián Kurtisz über den Deutschland-Start des InsurTechs CHERRISK.

Krisztian Kurtisz

Vor wenigen Tagen hat der österreichische Versicherungskonzern UNIQA seinen digitalen Versicherer CHERRISK nach Deutschland gebracht, in dessen Zentrum die App CHERRISK GO steht. Nach einem erfolgreichen Markttest in Ungarn ist Deutschland erst das zweite Land, in dem CHERRISK an den Start geht. Wir hatten im Interview die Gelegenheit, mit CHERRISK-Chef Krisztián Kurtisz über die Konkurrenzsituation in Deutschland und seine Zukunftspläne zu sprechen.
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Retargeting gewinnt an Zugkraft, Milliarden mit Hyper-Casual Games.

Retargeting treibt 35 Prozent der Conversions im App-Marketing
Neuer AppsFlyer-Report belegt Erfolg von Retargeting

 „Die weltweite Akzeptanz von Retargeting nimmt weiter zu und ist seit 2018 um mehr als 10 Prozent gestiegen, was beweist, dass es ein effektives Werkzeug für Vermarkter ist. Da die meisten Apps innerhalb der ersten 30 Tage nach der Installation 95 Prozent ihrer Nutzer verlieren, ist es kein Wunder, dass heutzutage 35 Prozent der App-Marketing Conversions auf Retargeting zurückzuführen sind, was zu einer besseren Kundenbindung und mehr Umsatz führt.”

Ben Jeger, Managing Director – Central Europe bei AppsFlyer.

AppsFlyer veröffentlicht erstmals einen Retargeting-Bericht: The State of App Retargeting 2020 Edition. Danach gewinnt Retargeting zwischen 2019 und 2020 an Zugkraft. Der E-Commerce-Sektor ist stärkster Treiber von Retargeting. In Europa setzt die Hälfte der Shopping-Apps Retargeting-Kampagnen ein und generiert damit die Hälfte der Conversions. In Deutschland macht der Anteil der Apps sogar 63 Prozent aus. Waren es hier 2018 noch ein Viertel der Conversions, macht Retargeting jetzt zwei Drittel der Conversions aus. Foto-Applikationen steigerten den Anteil der Conversions durch Retargeting-Kampagnen von 2019 bis 2020 um fast 152 Prozent. Finance-Anwendungen kamen auf eine Steigerung von 127 Prozent und der Lifestyle-Bereich erhöhte die Conversions auch noch um mehr als 74 Prozent. Innerhalb der Lifestyle-Kategorie in Deutschland hatten Anwendungen mit Retargeting einen achtmal höheren Anteil an zahlenden Nutzern.

Der Bericht gibt Marketingexperten einen Einblick in die Vorteile und Möglichkeiten von Retargeting und wie es sich für eine maximale Wirkung nutzen lässt.

CPI-Kosten pro Installation
CPI-Kosten pro Installation

Unser Partner Adjust und Unity Technologies nehmen in ihrem neuen Report den Erfolg von Hyper-Casual Games unter die Lupe. Die Spiele kombinieren einfache Spielmechanik mit minimalistischem Design was dazu führt, dass Nutzer sich intensiv mit der App beschäftigen und gleichzeitig eher dazu neigen, eingeblendete Werbung zu akzeptieren. Nach dem Prinzip „30 Sekunden spielen, 20 Sekunden Werbung“ erzeugen Spiele wie „Helix Jump (Android / iOS)“ oder „Einfach nur Rasenmähen (Android / iOS)“ hohes Suchtpotential, lassen sie sich doch einfach überall und zwischendurch spielen. Dabei beruht das Geschäftsmodell zu 95 Prozent auf Werbung. Der Bericht zeigt, dass sich die Installationen im 1. Quartal 2020 mehr als verdoppelt haben und die Zahl der Sessions im März um 72 Prozent stieg. Anzeigen in diesen Apps weisen außergewöhnlich hohe Klick- und Installationsraten von durchschnittlich 22 % bzw. 14 % auf.

Während branchenübergreifend der CPI (Cost Per Installs oder Kosten pro Installation) bis Ende März um 35% zurückgegangen ist, lagen die Kosten für die Akquise von Hyper-Casual-Nutzern in den USA mit 0,19 Dollar mehr als doppelt so hoch wie in der EMEA-Region. Trotzdem können Marketer in den USA die höchsten Conversion Rates (17%) erwarten und setzen damit hohe Maßstäbe für Hyper-Casual-Nutzer. Im globalen Durchschnitt ist der CPI deutlich niedriger und lag in Q1 2020 bei durchschnittlich 0,17 Dollar.

Telekom und Bundesregierung jagen weiter Funklöcher, jeder fünfte Deutsche will Anbieter wechseln.

Die Telekom jagt weiter Funklöcher. Nochmal 180 Gemeinden (Übersicht hier am Seitenende) erhalten aus dem Programm „Wir jagen Funklöcher“ neue LTE-Funkmasten in den Jahren 2021/22. Ursprünglich hatte die Telekom in dem Programm nur 50 Gemeinden als Gewinner der Aktion vorgesehen, jetzt werden es über 300. Zu den ersten Gewinnern gehörte auch die 800-Einwohner-Gemeinde Nemsdorf-Göhrendorf in Sachsen-Anhalt. Erst hatte sie sich um die 100.000-Euro-Investition beworben, dann hat der Bürgermeister im April die Bewerbung nach dem Zuschlag aber zurückgezogen, vor allem aus Sorge um die Mobilfunkstrahlung. Darauf reagierte die Telekom sogar mit einem eigenen Blog-Beitrag inklusive Vor-Ort-Video.

Was der Telekom und den anderen Mobilfunkanbietern nicht gelingt, will dann die Bundesregierung klären. Bei einem Treffen zwischen dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer (CSU), und Vertretern der Länder, Kommunen und Netzbetreiber wurden Bundesmittel von 1,1 Milliarden Euro zugesagt, um rund 5.000 Funklöcher in Deutschland zu schließen

Wir wissen nicht, wie viele der von der Boston Consulting Group (BCG) Befragten in Nemsdorf-Göhrendorf wohnen, aber immerhin jeder fünfte Verbraucher hat angegeben, seinen Mobilfunkanbieter wechseln zu wollen. Damit hat sich die Zahl der unzufriedenen Kunden in der Corona-Pandemie verdoppelt. Die Telekom hat mit 84 Prozent die zufriedensten Kunden, gefolgt von Telefónica und Vodafone (73 Prozent).

Noch unzufriedener sind die Kunden von 1&1 Drillisch. Vielleicht liegt das auch an den Geschäftsbedingungen, denn die sahen bisher Preiserhöhungen bis 5 Prozent ohne Widerspruchsbzw. Kündigungsmöglichkeit durch die Kunden vor. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main schloss sich nun der Auffassung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes an, wonach diese Regelung gegen EU-Recht verstößt und somit unwirksam ist. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

1×1 der Finanzen mit Modebloggerin und TikTok, AppZumArzt berechnet jetzt Herzalter, Marshall-Smartspeaker mit Google Assistant oder Alexa.

Der neue Finanz-Podcast Summa Summarum von Vreni Frost
Der neue Finanz-Podcast Summa Summarum von Vreni Frost

Diese jungen Leute… Bisher war TikTok vor allem als Spaßplattform für lustige Tanz- und Karaoke-Videos bekannt. Doch in Corona-Zeiten und bei steigender Arbeitslosigkeit insbesondere in den USA suchen immer mehr Nutzer auch nach Finanztipps in der App. Allein der Hashtag #investing kommt bisher auf über 270 Millionen Views. In kurzen Clips wird nach Wegen gesucht, wie man finanziell gut durch die Krise kommt oder auch für das Alter vorsorgt.

Auch in Deutschland gibt es neue Angebote für die junge Zielgruppe und Finanzeinsteiger. Wer sich nicht auf die Hausbank oder Finanztest verlassen möchte, kann sich jetzt im Summa-Summarum-Podcast der Modebloggerin Vreni Frost schlau machen. Gesponsert von der Deutschen Vermögensberatung und produziert vom Podcast-Team um Philipp Westermeyer spricht die Influenzerin mit Finanzprofis über Vermögensaufbau und Kapitalanlagen und stellt dabei stellvertretend die Fragen, die einem selbst vielleicht bei der örtlichen Sparkasse zu peinlich wären. Das hat Potential.

Die AppzumArzt errechnet mit dem neuen Update auch das Herzalter. Die App der Felix Burda Stiftung und der Assmann Stiftung ist kostenlos für Android und iOS erhältlich und erinnert an alle Vorsorgemaßnahmen und Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Kassen sowie Impfempfehlungen. In der App lassen sich Profile für die ganze Familie anlegen, sodass auch an die U- und J-Untersuchungen der Kinder erinnert wird. Zudem errechnet sie das individuelle Risiko für Diabetes, Darmkrebs und Herzinfarkt und berechnet jetzt auch das individuelle Herzalter der Nutzer. Dabei bleiben die erforderlichen Daten alle auf dem Gerät gespeichert.

Marshall Uxbridge Voice mit Google Assistant oder Amazon Alexa

Marshall bringt seinen Smartspeaker Uxbridge Voice in zwei Versionen zum Preis von 199 Euro auf den Markt: Zum einen mit Amazon-Alexa-Anbindung, zum anderen mit Googles Assistant. Der Hersteller verspricht einen „donnernden Klang“ und natürlich das klassische Marshall-Gitarrenverstärker Design.

Unsere App-Tipps powered by MORE Exciting Commerce

Inspiration für App-Macher liefert unsere Serie mit täglichen App-Tipps powered by MORE Exciting Commerce. Hier die aktuellen Tipps:

Mit Speekoo spielend Sprachen lernen und um die Welt reisen

In sechs Sprachen um die Welt: Mit Speekoo kann man spielend Sprachen lernen und dabei trotz Corona-Pandemie um die Welt reisen. Die Sprachlern-App für iOS und Android verfolgt dabei ein interessantes Konzept: Nutzer*innen können Englisch, Mandarin, Französisch, Spanisch, Japanisch und Deutsch lernen und dabei gleichzeitig verschiedene Städte aus Ländern entdecken, in denen die Sprache gesprochen wird.
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The Pattern ist ein optisches ansprechendes „Facebook für Horoskop-Fans“

Astro-Tipps aus der Hosentasche: The Pattern ist eine Art soziales Netzwerk für Astro-Fans. Die App für iOS und Android soll Nutzer*innen dabei helfen, eigenen Verhaltensmustern und Beziehungen zu anderen Menschen auf den Grund zu gehen. Im Gegensatz zu Horoskop-Apps deutet The Pattern nicht nur die Sterne, sondern nimmt auch zwischenmenschliche Beziehungen unter die Lupe.
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