App-Tipp: Blinkist bringt Sachbücher und Ratgeber auf den Punkt.

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Blinkist ist die ideale App für alle, die viele ungelesene Bücher auf ihrem Nachttisch gestapelt und noch viel mehr auf dem Wunschzettel stehen haben. Denn Blinkist bringt die Kernaussagen von über 3.000 Sachbüchern und Ratgebern nicht nur als Kurztexte auf den Punkt, sondern auch als Audio-Datei in Hörbuchqualität in die App. Einen eigenen Alexa-Skill gibt es inzwischen auch. Im Mittelpunkt stehen dabei die sogenannten „Blinks“, bestehend aus 200-300 Wörtern, in denen die Kernaussagen eines Kapitels gut verständlich zusammengefasst werden. Mehrere Blinks (Kapitel) bilden dann die Botschaft des Sachbuches in einer 15-minütigen Zusammenfassung ab.

Die App ist schnell installiert. Die Anmeldung erfolgt klassisch mit Email und Passwort, via Facebook oder „Mit Apple anmelden“ auf dem iPhone. Wie man es zum Beispiel von Spotify kennt, bekommt man auf der Startseite zunächst persönliche Empfehlungen angeboten. Außerdem gibt es den „Blink des Tages“, die Rubrik „Beliebt“ und – ganz neu – komplette Hörbücher, die wie gewohnt mehrere Stunden dauern, aber extra gekauft werden müssen. Was Letzteres anbelangt ist sicherlich noch Luft nach oben, fehlt am Markt doch noch ein echtes Streaming-Abo für Sach-Hörbücher, die nicht einzeln gekauft sondern, wie bei den Blinks auch, für eine Monatspauschale unbegrenzt zur Verfügung stehen. Es ist wohl eine Frage der Zeit, bis das erfolgreiche Konzept der Musikstreamingdienste auch auf Bücher in der Breite übertragen wird.

Sachbücher zu lesen ist für mich nicht unbedingt pure Unterhaltung, sondern häufig anstrengend, fordernd und eben auch Arbeit. Blinkist macht es soviel leichter, sich wichtigen Themen zu widmen, getreu dem Firmenmotto „Never stop learning“. Zu Beginn der Blinks bekommt man eine kurze Darstellung, was einen im Buch erwartet. Dann folgen die einzelnen Blinks (Kapitel) und am Ende nochmal eine super komprimierte Zusammenfassung. Sehr gut ist dabei auch die Markierungs-Funktion. In den Texten können Passagen ganz leicht markiert werden, wie man es auch von anderen Anwendungen kennt. Finger länger auf den Bildschirm legen, Text markieren, fertig. Die Markierung wird dann zum einen in einem Tab in der App gespeichert, lässt sich zum anderen aber auch teilen.

Blinkist arbeitet mit Evernote und Kindle zusammen

Neben den üblichen Wegen via Mail, WhatsApp oder Linkedin arbeitet Blinkist auch mit Evernote zusammen. Das finde ich besonders toll, weil Evernote aus meinem Alltag kaum wegzudenken ist, insbesondere wegen der fast unschlagbar schnellen Suchfunktion über alle Notizen hinweg. Übrigens lassen sich die Bücher auch herunterladen, sodass man unterwegs Datenvolumen sparen kann und nicht auf WLAN angewiesen ist. Auch ein Nachtmodus wird angeboten und die Textgröße lässt sich leicht per Schieberegler individuell anpassen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Blinks können an ein Kindle geschickt werden, um dort deutlich besser und sicherlich auch gewohnter lesen zu können, als auf dem Smartphone. Das alles funktioniert bei der Einrichtung unkompliziert und reibungslos. Die App-Macher haben viele Jahre Erfahrung in ein wirklich gutes Kundenerlebnis investiert.

Das Jahresabo kostet 79,99 Euro, also 6,67 Euro monatlich. Bei meinem Gesamtbudget für Bücher musste ich da nicht lange überlegen. Das Monatsabo kostet alternativ 12,99 Euro. Will man die Mitarbeiter des eigenen Unternehmens am Wissen teilhaben lassen, kann man auch einen Firmen-Account bei Blinkist anmelden. Der beginnt bei 799 Euro im Jahr für 10 Mitarbeiter und geht bis 2.999 Euro im Jahr für 50 Mitarbeiter. Will man mehr, kann man ein individuelles Angebot anfordern. Es gibt auch eine kostenlose Basic-Version bei der man sich nur registrieren muss und täglich ein vorgegebenes Buch erhält.

Inzwischen gibt es 27 Kategorien von Achtsamkeit & Glück über Biografien, Börse & Geld, Management & Leadership, Motivation & Inspiration bis Wirtschaft & Wissenschaft. Dabei sind Klassiker wie die 4-Stunden-Woche von Tim Ferriss (fürchterlich!) über „Das Harvard Konzept“ oder Bücher von Dale Carnegie und  Friedemann Schulz von Thun. Jeden Monat kommen 40 neue Titel hinzu. Das Konzept konnte bisher 13 Millionen Nutzer weltweit überzeugen. Das liegt nicht nur an den Inhalten und dem Preis-Leistungsverhältnis, sondern auch an der sehr gut gemachten App, die so ist wie die Blinks: einfach gehalten, aber auf den Punkt gebracht.

Mein Fazit nach einem halben Jahr Nutzung: für mich ist das Angebot im Großen und Ganzen perfekt. Natürlich gibt es viele gute Gründe, sich den Originalbüchern in Langfassung zu widmen. Ich sehe das aber ähnlich wie bei einer Tageszeitung. Hier genügt mir in der Regel auch ein Artikel, um mich gut informiert zu fühlen. Interessiert mich etwas besonders, dann kann ich dazu entweder eine ausführliche Reportage etwa im SPIEGEL lesen oder mir auch ein Buch zum Thema kaufen. Bei über 90 Prozent der Themen scheitert dies aber alleine an der fehlenden Zeit.

Bei Blinkist lesen Experten für mich vorab die Bücher und kuratieren per Hand, worauf es ankommt. Und überhaupt erfahre ich durch Blinkist auch erst von der Existenz vieler Bücher, die mir sonst verborgen geblieben wären. Insofern passt die App dann gerade wegen ihres Tempos in die Zeit von Entschleunigung und Achtsamkeit, denn dadurch bleibt mir mehr Zeit für die Familie und andere schöne Dinge.

Sie wollen Blinkist ausprobieren? Download für Android hier, Download für iOS hier.

Mit unseren täglichen App-Tipps wollen wir Denkanstöße für App-Macher und Retailer liefern, wie sie ihr Business für das neue Mobile-Jahrzehnt fit machen können. Alle App-Tipps finden Sie hier.

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