Valentinstag: App-Nutzung und E-Commerce profitieren.

Selfie zum Valentinstag (Bild: Shutterstock)

Morgen ist es wieder soweit: Der Valentinstag steht ganz im Zeichen der Liebe. Doch was bedeutet das Event für App-Macher und Online-Shops? Zwei Studien von Adjust und Criteo zeigen spannende Trends rund um Mobile, Apps und E-Commerce.

Nutzer lieben Apps am Valentinstag

Adjust, Spezialist für Mobile Measurement aus Berlin, hat sich angeschaut, wie die App-Nutzung am Valentinstag vergangenes Jahr im Vergleich zum restlichen Februar ausfiel. Deutlich wird dabei: In-App Aktivitäten liegen am Valentinstag im Vergleich zum Rest des Monats um 11 Prozent höher als an durchschnittlichen Februar-Tagen. Schließlich geht es beim Valentinstag weniger darum, in letzter Minute mit einer Dating-App das perfekte Date zu finden. Vielmehr ist der Tag auch für gestandene Pärchen wichtig – und die planen den Valentinstag verstärkt mit Hilfe von Apps. So ist die Planung des 14. Februars – von Geschenken bis zur Buchung der Fahrt zum Restaurant oder Date – verbunden mit Aktivitäten und Chats, für die immer häufiger Apps genutzt werden. Entsprechend wiesen Messenger-Apps am letzten Valentinstag eine um 16 Prozent höhere Nutzung auf als an normalen Tagen.

Zahlen zur App-Nutzung am Valentinstag von Adjust

Entertainment-Apps stehen mit dem größten Zuwachs von 24 Prozent an der Spitze, was darauf hinweist, dass Nutzer bei einem Abend zu Hause gerne Shows streamen und Musik hören – sei es als Pärchen oder womöglich aus Frust über einen fehlender Partner dann wenigstens einen romantischen Film. Apps für Lieferservice sahen einen ähnlichen Zuwachs von 20 Prozent. Dieser Anstieg könnte sowohl mit der gestiegenen Zahl an Nutzern zusammenhängen, die für ein Date lieber zu Hause bleiben, als auch mit der der Zahl an Singles, die an dem Tag nicht ausgehen – oder mit beiden. Diese Unterscheidung geht aus den Daten von Adjust leider nicht hervor.

Aber auch E-Commerce-Apps verzeichneten vor und während des Valentinstags ein starkes Wachstum an Aufrufen, da Konsumenten verstärkt nach einem perfekten Geschenk oder Outfit suchten. Weltweit erreichten Aufrufe und In-App Einkäufe laut Adjust bereits am 3. Februar ihren Höhepunkt, was darauf hinweist, dass die Shopping-Saison früh losgeht. Onlinehändler sollten also ihre Kampagnen rund um den Valentinstag schon circa zwei Wochen vor dem Event starten, um von der Suche nach Geschenken und Outfits für den Valentinstag zu profitieren.

Das Stichwort E-Commerce führt uns zu dem zweiten spannenden Report zum Valentinstag, diesmal von Criteo.

Vier Valentinstags-Typen befeuern den E-Commerce

„Ob Selbstliebe, neue Liebe oder große Liebe – zum Valentinstag feiern die Shopper jede Herzensangelegenheit und gönnen sich und ihren Liebsten gern etwas Besonderes. Mit dem Tag der Liebe an einem Freitag dürfte 2020 dabei auch für den deutschen Handel beeindruckende Sales-Anstiege bereithalten“, heißt es in einer Pressemitteilung von Criteo. Der Advertising-Spezialist hat anhand von Traffic-Daten aus dem letzten Jahr vier Valentinstags-Typen mit Potenzial für Handel und Marketing identifiziert. Diese Typologie ist einfach zu schön, um Sie Ihnen vorzuenthalten:

1. Der Self-Lover

Der Valentinstag ist nicht nur etwas für Paare. Immer mehr Menschen wollen sich selbst an diesem Tag etwas Gutes tun. Und diese Fürsorge widmet der sogenannte Self-Lover besonders seinem Körper: Criteo hat einen Anstieg der Umsätze mit Nutrition-Drinks und Shakes von zehn Prozent verzeichnet. Auch mit schöner Wäsche und neuen Bettlaken machen es die deutschen Shopper nicht nur ihren Liebsten, sondern vor allem sich selbst gemütlich.

2. Der Mobil-Romantiker

Dieser Käufertyp begibt sich zum Einkauf für die Liebsten nicht in den stationären Handel, er surft die attraktivsten Valentins-Deals lieber ab – und zwar zunehmend mobil. Im Jahr 2019 stieg der Anteil der mobilen Sales an den Gesamtkäufen vor Valentinstag an Werktagen von 24 Prozent auf 36 Prozent. Während des Wochenendes stieg die Anzahl der Bestellungen für Blumen und Geschenke über mobile Geräte von 39 Prozent auf 48 Prozent.

3. Der Liebes-Swiper

Am Tag der Liebe spüren besonders viele Singles den Wunsch, ihr Leben mit einem Partner zu teilen; darüber freuen dürften sich vor allem Single-Portale und Partnervermittlungen. 2019 begannen die Liebes-Swiper bereits ab dem 11. Februar mit der Suche nach dem Match fürs Leben, die 15 bekanntesten Dating-Apps in den USA verzeichneten in diesem Zeitraum einen Anstieg auf täglich 150.000 bis 160.000 Downloads und damit verbunden wachsende Umsätze. Dieses Wachstum hielt bis nach dem Valentinstag an.

4. Der Last-Minute-Lover

Er ist vielbeschäftigt und verschiebt deshalb das Valentins-Shopping auf den letztmöglichen Moment – der Last-Minute-Lover wird vor allem an den zwei Arbeitstagen vor dem Tag der Liebe aktiv. Last-Minute-Lover sind auf der Suche nach einfachen sowie schnell versandten Geschenken, und sie sind zahlreich. 2019 konzentrierte sich der Großteil der Einkäufe online auf diese beiden Tage, mit einem Spitzenzuwachs von +798 Prozent im Ganzjahresvergleich. Und sogar am vergangenen Valentinstag selbst, einem Donnerstag, lag das Umsatzhoch bei +721 Prozent. Der Vergleich zum Jahr 2018 zeigt: Je mehr Arbeitstage innerhalb der Woche vor dem Valentinstag liegen, desto größer das Umsatzhoch in selbiger Woche.

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