Facebook-Gründer Mark Zuckerberg plädiert für Meinungsfreiheit und kritisiert TikTok.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (PR-Bild: Facebook)

Umstrittene Rede: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist gestern bei einer Rede an der Georgetown-Universität in Washington mit der Politik von China, der aufstrebenden chinesischen App TikTok sowie US-Unternehmen, die sich chinesischen Auflagen beugen, hart ins Gericht gegangen. „Während unsere Dienste wie WhatsApp aufgrund strenger Verschlüsselungs- und Datenschutzpraktiken von Demonstranten und Aktivisten überall genutzt werden, werden bei TikTok auch hier in den USA solche Proteste zensiert“, sagte Zuckerberg. „Ist das das Internet, das wir wollen?“ Dabei spielte er auf die seit Wochen schwellenden Proteste in Hongkong an, von denen man auf TikTok auch in den USA nichts mitbekommt, während sich in anderen sozialen Medien wie etwa Facebook zahlreiche Berichte darüber finden.

Facebook habe jahrelang versucht, in China starten zu dürfen, doch das sei mit den eigenen Unternehmensprinzipen letztlich unvereinbar gewesen: „Ich wollte unsere Dienste in China etablieren, weil ich daran glaube, dass es wichtig ist, Menschen in der ganzen Welt zu verbinden. Vielleicht hätten wir so dazu beitragen können, eine etwas offenere Gesellschaft zu erschaffen. Ich habe lange daran gearbeitet, aber konnte nie eine Vereinbarung mit China finden, die es uns erlaubt hätte, unsere Dienste dort zu betreiben. Sie haben uns nie rein gelassen“, zitiert t3n aus der Rede.

Zuckerbergs inszenierte sich bei der Rede auch sonst als Ritter für die Meinungsfreiheit – und betonte, dass er es nicht einsehe, die Facebook-Posts von Politikern auf Fakten checken zu lassen und ggf. zu löschen: „Ich weiß, dass mir viele Menschen wiedersprechen, aber, ich denke, es ist nicht das Recht eines Privatunternehmens in einer Demokratie, Politiker oder Nachrichten zu zensieren.“ Mehrfach stellte er die Frage in den Raum: „Wo soll man die Linie ziehen?“

Facebook war in den USA insbesondere wegen der Entscheidung für ungeprüfte politische Anzeigen in die Kritik geraten, berichtet Welt Online und fasst Kritik auf die Rede Zuckerbergs zusammen: So warf der Ex-US-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat Joe Biden dem Facebook-Gründer vor, sich hinter der amerikanischen Verfassung zu verstecken: „Seine Entscheidung, Facebooks Richtlinien mit einer scheinbaren Sorge um das Recht auf freie Meinungsäußerung zu tarnen, zeigt, wie wenig vorbereitet seine Firma für ihre Rolle in der Geschichte ist und wie wenig sie in den vergangenen Jahren gelernt hat“, sagte Biden in einer ersten Reaktion.

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Eine Antwort zu “Facebook-Gründer Mark Zuckerberg plädiert für Meinungsfreiheit und kritisiert TikTok.”

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