Volkswagen baut eigenes OS auf Android-Basis.

Volkswagen arbeitet nicht nur an neuen Motoren und Designs, sondern auch an einem eigenen und einheitlichen Fahrzeug-Betriebssystem mit dem Kürzel vw.os. Dabei setzt man allerdings nicht auf Android Auto, sondern auf die freie Android-Version ohne die Google-Apps, weil man wohl nicht bereit ist, alle Daten mit Google zu teilen.

Volkswagen will in der Car-Software-Einheit mit mehr als 5.000 Digital-Experten eigene Lösungen erarbeiten. In den VW-Modellen sind bis zu 70 Steuergeräte mit Betriebssoftware von 200 unterschiedlichen Zulieferern integriert und im Konzern gibt es verschiedene Systeme mit gleichen Funktionen, etwa für Infotainment oder die Navigation. Ein einheitliches Betriebssystem mit gleichen Basisfunktionalitäten für alle Marken sowie die Nutzung der Volkswagen Automotive Cloud für alle Konzernmodelle soll das deutlich vereinfachen.

Copyright: Volkswagen AG

An der Aufgabe, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, sind schon etliche Firmen gescheitert. Autohersteller wie Fiat Chryler, Renault-Nissan-Mitsubishi, Volvo und GM setzen auf Android Auto. Volkswagen hat nun verraten, lieber auf die freie Android-Version zu setzen. Man kann nur hoffen, dass es dem Weltkonzern gelingen wird, auch die entsprechenden Entwickler an Bord zu holen. 500 sollen es bereits in diesem Jahr sein. Das sich Autos immer mehr zu rollenden Smartphones entwickeln ist klar. Bei dem enormen Aufwand allein die ganzen Steuergeräte etc. zu updaten und kompatibel zu halten ist nachvollziehbar, dass Volkswagen hier mit einer eigenen Lösung das Heft des Handelns in die Hand nehmen will. Die Entwickler müssen dabei mit anderer Hardware und Bedienmöglichkeiten wie bei Smartphones zurechtkommen. Bis 2025 will Volkswagen das Projekt realisiert haben.

Bleibt am Ende die Frage, ob andere Hersteller dem Beispiel bald folgen und etwa mit mercedes.os überraschen werden.

 

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