Gäste-Tablets, kontaktloses Zahlungssystem und Rutschenkonfigurator: So digital sind die Spreewelten.

In den Spreewelten können Gäste neben Pinguinen herschwimmen und an einer Fütterung teilnehmen (Bild: mobilbranche.de)

Eigentlich stehen hier Pinguine, Riesenrutsche und Wellenbad im Mittelpunkt, doch zugleich sind die Spreewelten in Lübbenau südlich von Berlin auch ein gutes Beispiel dafür, wie sehr die Digitalisierung im Gastgewerbe schon vorangeschritten ist. Bei meinem Besuch fielen mir vor allem drei Dinge auf: Gäste-Tablets, ein kontaktloses Zahlungssystem (Insellösung) und ein Rutschenkonfigurator. Doch der Reihe nach:

SuitePad statt Infomappe

Das SuitePad dient als digitale Gästemappe (Bild: mobilbranche.de)

Zum 20-jährigen Jubiläum haben sich die Spreewelten in diesem Jahr ein eigenes Hotel gegönnt, dass zum 1. März eröffnet wurde. Statt der üblichen Mappe mit Hotelinformationen liegt in jedem Zimmer ein Tablet aus. Es stammt vom Berliner Startup SuitePad und enthält allerlei Informationen zum Hotel, Wellnessanwendungen, Schwimmbad etc. Zudem lassen sich darüber ausgewählte Nachrichten-Websites nutzen (der Menüpunkt nennt sich etwas altbacken „Zeitungen“) und Spiele spielen. Zugleich fragte das SuitePad mich gleich bei meiner ersten Nutzung, ob ich auf die Zimmerreinigung am nächsten Tag verzichten würde und bot mir im Austausch einen Gutschein für eine Kaffeespezialität an der Hotelbar. Dieser Gutschein wurde dann allerdings nicht digital zugestellt, sondern vom Reinigungspersonal, das zur Sicherheit nochmal nachfragte, ob ich das wirklich so machen wolle. Ja, wollte ich und der doppelte Espresso hat später ganz lecker geschmeckt. Mehr zum SuitePad erfahren Sie auch im Tageskarte-Interview mit SuitePad-Gründer Moritz von Petersdorff-Campen.

Kontaktloser Transponder für Zugang und Zahlung

Der Transponder dient in den Spreewelten als Zugangs- und Zahlungssystem (Bild: mobilbranche.de)

Gleich beim Check-In ins Spreewelten-Hotel bekam ich einen RFID-Transponder ausgehändigt, der wie eine Uhr am Arm getragen wird. Das Besondere daran: Dieser Transponder kann weit mehr als die in vielen Hotels übliche Zugangskarte fürs Hotelzimmer. Denn neben dem Zugang zum Zimmer gewährt der Transponder auch Zufahrt zum Hotelgäste-Parkplatz und Zugang in die Spreewelten-Therme. Und vor allem dient er auch als zentrales Zahlungssystem der Spreewelten: Im Schwimmbad lassen sich damit der zusätzliche Zugang zur Sauna, ein Imbiß oder Souvenirs erwerben, im Hotelrestaurant und der Hotelbar Getränke und Speisen. Dabei reicht es, den Transponder kurz an eine Art Kartenleser zu halten. In der Hotelbar ist auch dieser Leser mobil, und zwar wird hier der Transponder direkt mit Hilfe des mobilen Bestell- und Kassensystems Orderman von NCR ausgelesen. Wer Angst hat, sein Budget zu sprengen, kann den aktuellen Kontostand des Transponders jederzeit beim Personal erfragen oder an einem Gerät im Schwimmbad selbst ablesen. Bezahlt wird zum Schluss, bei Hotelgästen beim Check-Out, bei reinen Schwimmbadgästen beim Verlassen des Bades.

Rutschenkonfigurator

Blick in die interaktive Rutsche (Bild: Spreewelten)

Ebenfalls an den Transponder gekoppelt ist der Rutschenkonfigurator im Schwimmbad: Sie soll „den digitalen Spieltrieb der jungen Generation mit einzigartigen Erlebnissen beim realen Rutsch-Happening“ verbinden, heißt es in einer Pressemitteilung. Auf der Internetseite des Freizeitbads können sich Besucher ein eigenes Profil anlegen und dort ihr individuelles Rutschvergnügen selbst zusammenstellen. Die Rutsche bietet unterschiedliche Erlebnisse mit verschiedenen Farben und Effekten, weit mehr als 1.000 Kombinationen sind möglich. In den Spreewelten wird am Terminal vor dem Rutschenbereich das persönliche Einlassband mit dem interaktiven Profil synchronisiert. Bis zu drei unterschiedliche Rutschabenteuer kann man vorab zu Hause konfigurieren, noch weitere am Smartphone vor Ort. Als weitere Innovation wurde die Erlebnisrutsche für ein Punkterutschen mit Farbfeldern und Sensoren ausgestattet. Hierbei leuchten beim Rutschen installierte Touchpoints auf, die man schnell abschlagen muss. Geschwindigkeit und Treffgenauigkeit ergeben eine hohe Punktzahl. Über alle Profile hinweg werden so Meisterschaften im Punkterutschen oder der Schnelligkeit möglich: „Mit unseren Spreewelten 2.0 haben wir auf nationaler Ebene ein emotional einzigartiges und nachhaltiges Alleinstellungsmerkmal. Schwimmen mit Pinguinen konnte man schon zuvor nur hier, jetzt kann man auch in ihre Geschichte eintauschen und die erste interaktive Badrutsche der Welt erleben“, so Ideengeber und Marketingchef Steven Schwerdtner in der Pressemitteilung.

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