Berliner Charité mit Voice im Klinik-Alltag.

Während der Aufbau der Telematik-Infrastrukur im Gesundheitswesen nur schleppend vorangeht, nutzen Ärzte und Mitarbeiter der Berliner Charité das Spracherkennungssystem Dragon Medical der Firma Nuance für mehr Effizienz im Arbeitsalltag. Befunde werden in die elektronische Patientenakte auf dem Tablet diktiert und im Hintergrund von einem Algorithmus ausgewertet. Bisher war dies nur im Nachhinein möglich. Mit über 800 iPads im Einsatz gewinnt dabei Mobilität im Klinikalltag an Bedeutung.

Dragon Medical Direct ist schnell am Arbeitsplatz installiert und kann sofort unter Windows genutzt werden. Neben dem allgemeinen Erkennungswortschatz greift die Software auf ein spezielles medizinisches Vokabular zurück. Erkennungsvokabulare, Vorlagen und Sprachbefehle werden zentral verwaltet und allen Benutzern bereitgestellt. Dies standardisiert die Dokumentation und ermöglicht mobilen, Web- und PC-basierten Zugriff. Durch die Nutzung des einzelnen Mitarbeiters erweitert sich das Wörterbuch für jedes einzelne Stimmenprofil. Häufig hinzugefügte Wörter werden dem allgemeinen Erkennungsvokabular in der Sprach-Cloud hinzugefügt. Insgesamt 1.200 Mitarbeiter nutzen inzwischen das Programm an der Berliner Charité.

Nach Angaben des Anbieters erfolgt die Dokumentation mit Hilfe der Spracherkennung deutlich schneller, zeitnäher und umfassender, als bisher. Bis zu 80 Prozent mehr an Informationen sollen so dokumentiert werden. Entlassungsbriefe, OP-Berichte oder Arztbriefe stehen dem Patienten und niedergelassenen Ärzten ebenfalls schneller zur Verfügung. Durch VPN steht die Spracherkennung auch außerhalb der Charité zur Verfügung und erhöht so die Flexibilität und den Arbeitskomfort der Nutzer.

„Aus Sicht der IT resümieren wir, dass der Rollout und die Annahme der Spracherkennung ein Projekt mit maximal positivem Feedback ist. Wir haben der Ärzteschaft der Charité damit ein Angebot gemacht, das nachgefragt wurde und keiner Überzeugungsarbeit bedurfte“, sagt Martin Peuker, CIO der Charité Universitätsmedizin Berlin.

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