Forscher entwickeln Diagnose-App für Eltern.

Nur still halten müssen die kleinen Patienten, damit die App eine Diagnose erstellen kann. (Foto: University Washington)

An der University Washington ist es gelungen, eine Diagnose-App zu entwickeln, die eine der häufigsten Kinderkrankheiten diagnostiziert. Damit sollen Eltern in der Lage sein, selber zu beurteilen, ob sie ihren Nachwuchs zum Arzt bringen müssen.

Klagt das Kind über Ohrenschmerzen, kann es sich um eine Entzündung des Mittelohrs handeln, die besser behandelt werden sollte. Leider sind die kleinen Kranken nicht immer in der Lage, die Symptome so zu beschreiben, um sich darauf einen Reim zu machen. Möglicherweise handelt es sich auch nur um Druck auf den Ohren, der durch eine Erkältung hervorgerufen wurde. Ein sicherer Indikator dafür, dass ein Besuch bei HNO-Arzt angeraten wäre, sind Flüssigkeitsansammlungen im Ohr. Und genau die erkennt die entwickelte App.

Die App sendet für 150 Millisekunden ein akustisches Signal ins Ohr aus. Es wird am Trommelfell reflektiert und durch die Mikrofone des Smartphones wieder aufgefangen. Da die Flüssigkeitssammlung die Beweglichkeit des Trommelfells einschränkt, ergeben sich abweichende Reflexionsmuster gegenüber dem normalen Befund. Diese Abweichung erkennt das System. Damit die Messung möglichst exakt wird, muss aus Papier ein kleiner Trichter gefaltet werden, der den Schall zum Ohr leitet.

Entwickelt wurde die App auf Basis von Reflexionsmustern bei kleinen Patienten, bei denen eine gesicherte Diagnose vorlag. Die Entwickler planen nun eine Gründung aus der Universität heraus, um die App zu vermarkten und zu verbessern.

Ein Video erklärt die Funktionsweise.

– Anzeige –

Datenschutz-Vergleichsportal
Vergleichen Sie Anbieter und Leistungen im Datenschutz. Kostenlos & einfach!
Privacy-Top20
listet Produkte und Dienstleitungen rund um Datenschutz, sowie Berater, aber auch Systeme, mit denen Konzerne sowie mittelständische Unternehmen ihren Datenschutz organisieren, dokumentieren und überprüfen lassen können.
Jetzt kostenlos ausprobieren!

Diesen Artikel teilen

Kommentare sind geschlossen.

Mobilbranche.de Newsletter

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbestimmungen.
Technologiepartner