Die Woche der Medizin-Apps: Fasten mit Hirschhausen und Arztdiagnosen aus Penisfotos.

von Stephan Lamprecht am 15.März 2019 in App Business, Mobile Health, News

In dieser Woche wurde das App-Business in Deutschland zumindest medial gleich von zwei Gesundheitsthemen beherrscht. Das hat einerseits mit der Prominenz eines der Protagonisten zu tun, zum anderen aber mit der klaren Erfahrung, dass alles rund um den Schambereich halt für Schlagzeilen sorgt.

Denn Pünktlich zur Fastenzeit gibt es die Diät des auch als Comedian und Moderator bekannten Arztes Dr. Eckart von Hirschhausen nun auch als App. Damit steht er den Nutzern sozusagen als Coach rund um die Uhr zur Seite. Die App besteht aus zwei Komponenten. Zum einen den kostenlosen Intervall-Timer, der dabei helfen soll, den eigenen Essensrhythmus zu finden. Zum anderen ist das Sieben-Wochen-Programm integriert. In insgesamt 49 täglichen Hör-Einheiten unterstützt der Mediziner beim Intervallfasten.

Die App wurde im Gruner + Jahr-Innovation Lab Greenhouse entwickelt. Sie steht im App-Store und im Google Play-Store zum Download zur Verfügung. Der dreitägige Vorbereitungskurs und der Intervall-Timer sind kostenlos, das komplette Programm ist für 39,99 Euro erhältlich.

Intimarzt-App für Probleme untenrum

Die zweite App, die noch viel mehr Schlagzeilen machte, illustrieren wir dann mal besser nicht. Denn wenn es im Schritt juckt, ist das doch eher peinlich. Und weil das so ist, zögern viele Patienten einen Arztbesuch lange hinaus. Mit der App „Intimarzt“ können Patienten erstmals digital und anonym Symptome bei einem Facharzt abklären lassen. Und das mit Segen der Landesärztekammer Baden-Württemberg, die die telemedizinische Smartphoneanwendung genehmigt hat.

„Intimarzt“ liefert eine erste Einschätzung, einschließlich einer Empfehlung etwa zu frei verkäuflichen Arzneimitteln. Der Patient bezahlt eine Servicegebühr von 24,95 Euro. Außerdem werden drei Fotos des Schambereichs benötigt. Bilder und Informationen werden anschließend über eine verschlüsselte Verbindung an einen Facharzt übermittelt. Innerhalb von 48 Stunden soll dann eine erste Einschätzung vorliegen.

Was leben wir nicht gar in wunderbaren Zeiten, oder?

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