Köpfe der Mobilbranche: Boris Manhart von CodeCheck.

von Florian Treiß am 05.November 2018 in Fragebögen, News

„Besonders nerven mich jene Anzeigen der Kategorie Wunderprodukte, also jene Pillen und Pülverchen, mit denen man 10 Kilo in einer Woche abnehmen soll“, sagt Boris Manhart. Der CEO von CodeCheck, einer App für bewusste Konsumenten im deutschsprachigen Raum, hat diese Woche unseren Fragebogen „Köpfe der Mobilbranche“ ausgefüllt. Der Anspruch seiner App: Menschen dabei zu helfen, gesünder und nachhaltiger zu leben, indem CodeCheck ihnen bessere Einkaufsentscheidungen ermöglicht. Wer sich für das Wachstum von CodeCheck engagieren möchte, hat dazu derzeit mittels Crowdfunding auf der Plattform Seedrs die Möglichkeit.

mobilbranche.de: Was war Dein erstes Handy?

Boris Manhart: Mein erstes Mobiltelefon war ein Philips irgendwann Ende der 90er, danach folgten verschiedene Nokias bis zum iPhone 1, welches ich direkt aus den USA teuer erworben habe.

mobilbranche.de: Was ist aus Deiner Sicht besser: Android oder iOS und warum?

Boris Manhart: Beide Systeme haben aus meiner Sicht ihre Berechtigung, aber gerade für die Nutzerinnen und Nutzer, die es möglichst unkompliziert, einfach und sicher haben wollen, ist iOS nahezu perfekt.

mobilbranche.de: Welche drei Apps willst Du auf Deinem Homescreen nicht mehr vermissen?

Boris Manhart: Slack, Safari und CodeCheck

mobilbranche.de: Stichwort Mobile Advertising: Was war für Dich die beste Werbung ever?

Boris Manhart: Ich würde das allgemeiner halten: Gute Werbung ist für mich grundsätzlich authentisch, kreativ und hält, was sie verspricht. Wenn sie Verbraucherinnen und Verbraucher positiv motiviert und etwas vorantreibt, ist schon sehr viel erreicht.

mobilbranche.de: Und was war für Dich die schlechteste mobile Anzeige?

Boris Manhart: Die schlechtesten Anzeigen sind für mich jegliche Form von Ads, die ein falsches Versprechen abgeben. Besonders nerven jene der Kategorie Wunderprodukte, also jene Pillen und Pülverchen, mit denen man 10 Kilo in einer Woche abnehmen soll.

mobilbranche.de: Hast Du Mobile-Vorbilder? Wenn ja: welche?

Boris Manhart: Vielleicht eher unternehmerische Vorbilder: Mit seinen weitsichtigen Visionen und seinem Verständnis von Kundenbedürfnissen ist Steve Jobs für mich immer noch eine starke Inspiration bei meiner täglichen Arbeit. Auch bin ich ein großer Fan von Dr. Dre, welcher mit Jimmy Iovine Beats gegründet hat. Ich bewundere an ihm, dass er trotz zahlreichen Rückschlägen immer weiter gekämpft hat und schlussendlich sowohl mit seiner Musik zur Legende wurde als auch Beats an Apple verkaufen konnte.

mobilbranche.de: Wie beschreibt Deine Mutter Deinen Job?

Boris Manhart: Sie würde wohl so etwas sagen wie: „Mein Sohn sorgt mit dem Handy für eine bessere Welt.“

mobilbranche.de: Ist Dein Job für Dich Beruf oder Berufung?

Boris Manhart: Mein Job ist für mich definitiv eine Berufung. Mit CodeCheck haben wir ein Produkt, welches die Welt tatsächlich etwas besser macht. Beinahe jede Woche wird CodeCheck in den deutschsprachigen Leitmedien gelobt. Und dazu bekommen wir auch von unseren überwiegend weiblichen Nutzern jeden Tag viel positives Feedback, z.B. bei Facebook. Das ist für uns alle sehr motivierend!

mobilbranche.de: Wie stehst Du zu Mobile Payment?

Boris Manhart: Grundsätzlich begrüße ich jegliche Form von Vereinfachungen, die durch neu mobile Technologien für breite Anwendergruppen zugänglich werden und oftmals festgefahrene Industrien neu beleben und völlig verändern können. Selber nutze ich Apple Pay.

mobilbranche.de: Wann bzw. wo vermisst Du Mobile in Deinem Alltag, sprich: wo siehst Du noch Entwicklungspotenzial?

Boris Manhart: Leider ist oft das mobile Internet immer noch sehr lückenhaft und das Einwählen in Wifi-Netzwerke mühsam. Ich bin deshalb sehr gespannt auf 5G und hoffe, dass damit endlich flächendeckendes mobiles Internet gewährleistet wird.

mobilbranche.de: Mobile in 5 Jahren: was ist verschwunden, was hat sich durchgesetzt?

Boris Manhart: Vernetzte Geräte werden sich durchsetzen, auch wenn es langsamer geht, als von vielen erwartet, da zunächst der Nutzen überzeugen muss. Bereits jetzt schon zeichnen sich spannende Kombinationen aus Soft- und Hardware ab. So kann die neue Apple Watch beispielsweise mit dem Sturzsensor oder dem Warnsystem für potenzielle Herzinfarkt-Symptome Leben retten.

Sprachassistenten werden dank Fortschritten im Bereich KI verlässlichere Ergebnisse liefern und damit zum wichtigsten User Interface werden. Zudem wird der Kabelsalat verschwinden und das Akkuproblem bis dann gelöst sein. Es wird ja auch bereits der Tod vom Smartphone prophezeit, was aber noch einige Zeit länger dauern dürfte.

mobilbranche.de: Vielen Dank für die spannenden Antworten!

Lesen Sie auch die vorherigen Fragebögen unserer Serie “Köpfe der Mobilbranche”.


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