Köpfe der Mobilbranche: Ben Jeger von AppsFlyer.

von Kay Ulrike Treiß am 19.November 2018 in Fragebögen, News

Ben Jeger (Foto: AppsFlyer)

„Das Internet hat mich schon immer fasziniert“, sagt Ben Jeger, Managing Director DACH & Nordics von AppsFlyer. Das Unternehmen aus Israel ist Spezialist für App Analytics und Attribution. Unter Führung von Ben Jeger eröffnete AppsFlyer in Berlin Anfang 2016 sein deutsches Büro, das der Schlüssel zum Erfolg in der DACH-Region wurde. Seit seinem Eintritt bei Fyber im Jahr 2011 ist Jeger im Bereich Mobile Ad Tech tätig. Anfang des Jahres hat er unseren Mobilisten-Talk „Mobile Advertising“ mit seinem Fachwissen bereichert. In Gastbeiträgen wie „Mit Big Data gegen Mobile Fraud“ schreibt er treffende Analysen für mobilbranche.de. In unserem Fragebogen verrät Ben, welcher Podcast ihn „fasziniert“ und was „seine Hoffnung“ für Mobile in 5 Jahren ist.

mobilbranche.de: Was war Dein erstes Handy?

Nokia 3310 (Bild: Discostu/Wikipedia)

Ben Jeger: Ich hatte das Nokia 3310 und Nokia 8210, aber ich weiß nicht mehr in welcher Reihenfolge.

mobilbranche.de: Was ist aus Deiner Sicht besser: Android oder iOS und warum?

Ben Jeger: Da die Verfügbarkeit von Apps nahezu identisch ist und man sich daher nach dem Baukastenprinzip seine eigene Welt schaffen kann, sind die Unterschiede aktuell nicht mehr allzu groß. Allerdings sehe ich erste Anzeichen (z.B. Vorschläge zu den Einstellungen je nach Nutzerverhalten) dafür, dass sich Android zukünftig, aufgrund des technologischen Vorsprungs in Sachen K.I., von iOS absetzen wird.

Ich persönlich bevorzuge auch jetzt schon das Android-Umfeld (auf dem Google Pixel), da ich die Standard-Google-Apps (Chrome, Maps, GMail, Calendar, Keep für Notizen, Photos, etc.) bevorzuge, welche fast alle auch auf iOS verfügbar sind, aber nicht so schön in das Betriebssystem integriert sind. Dazu kommt noch, dass der Google Assistant auf Android sehr praktisch ist und sicherlich noch nützlicher werden wird.

mobilbranche.de: Welche drei Apps willst Du auf Deinem Homescreen nicht mehr vermissen?

Ben Jeger: Neben den üblichen Verdächtigen wie WhatsApp, GoogleMaps, GoogleAssistant etc. sind es: DeutscheWelle, Free2Move und Pocket Casts.

mobilbranche.de: Stichwort Mobile Advertising: Was war für Dich die beste Werbung ever?

Ben Jeger: Die Pushnachrichten von Headspace sind hervorragend, da sie nicht wie (Re-Engagement-) Werbung wirken, sondern als Feature wahrgenommen werden. Gewünschte Kommunikation mit den Usern.

mobilbranche.de: Und was war für Dich die schlechteste mobile Anzeige?

Ben Jeger: Jede Werbung, die irrelevant ist. Entweder komplett oder auch nur zeitlich und/oder örtlich irrelevant.

mobilbranche.de: Hast Du Mobile-Vorbilder? Wenn ja: welche?

Ben Jeger: Vorbilder direkt habe ich keine, aktuell bin ich aber von dem Podcast The Knowledge Project with Shane Parrish fasziniert und wenn ich nur eine Episode besonders hervorheben darf, dann ist es The Angel Philosopher mit Naval Ravikant, dem Gründer von Angel List.

mobilbranche.de: Wie beschreibt Deine Mutter Deinen Job?

Ben Jeger: Erstaunlicherweise kann meine Mutter ziemlich genau wiedergeben, was wir hier tun… Als stolze Mama hat sie sich wohl meine Interviews öfter angeschaut.

mobilbranche.de: Ist Dein Job für Dich Beruf oder Berufung?

Ben Jeger: Berufung ist sicherlich der Teil, der mir erlaubt mit tollen Menschen zu arbeiten und die Chance zu bekommen, ständig dazulernen zu dürfen. Das Internet hat mich schon immer fasziniert, aber dass ich genau in diesem Job gelandet bin, hat eher was mit Glück zu tun.

mobilbranche.de: Wie stehst Du zu Mobile Payment?

Ben Jeger: Ich fände es super, überall die Wahl zu haben, wie ich bezahlen darf, und dazu gehört natürlich auch Mobile Payment.

mobilbranche.de: Wann bzw. wo vermisst Du Mobile in Deinem Alltag, sprich: wo siehst Du noch Entwicklungspotenzial?

Ben Jeger: Um nur mit meinem Handy aus der Tür gehen zu können, fehlt mir noch der mobile Führerschein und Perso.

mobilbranche.de: Mobile in 5 Jahren: was ist verschwunden, was hat sich durchgesetzt?

Ben Jeger: Datengetriebenes Mobile-Marketing hat sich durchgesetzt und blinde Marketingbudgets sind verschwunden. Das ist zumindest meine Hoffnung 🙂

mobilbranche.de: Vielen Dank für die spannenden Antworten!

Lesen Sie auch die vorherigen Fragebögen unserer Serie “Köpfe der Mobilbranche”.


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