Köpfe der Mobilbranche: Marco Hauprich von der Deutschen Post.

von Kay Ulrike Treiß am 20.August 2018 in Fragebögen, News

Er gilt als Erfinder des Handyportos und ist damit quasi ein „Urgestein der Mobilbranche“: Marco Hauprich, Senior Vice President „Digital Labs“ bei der Deutschen Post AG. „Bei mir hört der Job nach der Arbeitszeit nicht auf. Auch in der Freizeit dreht sich alles immer um meine Passion: Mobile & Digital“, sagt Hauprich. In seiner Position betreut er die Identifikation von neuen Geschäftsideen im digitalen Umfeld, deren Erprobung am Markt sowie die Umsetzung von Vermarktungskonzepten rund um das Thema „Digital Solutions“. Sein aktueller Fokus liegt auf dem sicheren Enterprise Messenger SIMSme Business, dessen Erfolg er als CEO weiter vorantreibt. Bis Juni 2012 leitete der Mobile-Experte die Business Unit Mobile & New Media bei HRS, unter der Europas führendes Hotelportal sämtliche Aktivitäten im mobilen Internet bündelt. Im Fragebogen von mobilbranche.de verrät der gebürtige Bonner, wie er zu Mobile Payment steht und wo Mobile noch Entwicklungspotenzial hat.

mobilbranche.de: Was war Dein erstes Handy?

Marco Hauprich: Das war ein Motorola DCS Flare Eplus – 1994.

mobilbranche.de: Was ist aus Deiner Sicht besser: Android oder iOS und warum?

Marco Hauprich: iOS, da die Qualitätskontrolle funktioniert und nicht so viel krappy Apps im Store sind.

mobilbranche.de: Welche drei Apps willst Du auf Deinem Homescreen nicht mehr vermissen?

Marco Hauprich: SIMSme Messenger, Weather Pro, Spotify

mobilbranche.de: Stichwort Mobile Advertising: Was war für Dich die beste Werbung ever?

Marco Hauprich: Ich kann mich nicht mehr an den Werbetreibenden erinnern, jedoch ist mir sehr gut in Erinnerung geblieben, dass am Ende der Einblendung das Zerbersten des Displays simuliert wird. Das war sehr aufmerksamkeitsstark.

mobilbranche.de: Und was war für Dich die schlechteste mobile Anzeige?

Marco Hauprich: Alles störende Fullscreen-Ads, besonders Preroll-Ads nerven.

mobilbranche.de: Wie beschreibt Deine Mutter Deinen Job?

Marco Hauprich: Den hat Sie bis heute noch nicht verstanden. Würde wohl so in diese Richtung gehen: „Mein Sohn macht da sowas mit Handys.“

mobilbranche.de: Ist Dein Job für Dich Beruf oder Berufung?

Marco Hauprich: Definitiv eine Berufung. Meiner Meinung nach kann man nur gut im Job sein, wenn dieser einem wirklich Spaß macht. Schließlich verbringt man den Großteil seines Lebens damit und wie kann man gute Ergebnisse liefern, wenn man jeden Tag lustlos zur Arbeit fährt. Und bei mir hört der Job nach der Arbeitszeit nicht auf. Auch in der Freizeit dreht sich alles immer um meine Passion: Mobile & Digital.

mobilbranche.de: Wie stehst Du zu Mobile Payment?

Marco Hauprich: Wenn ich die Historie betrachte, hat sich das in dem Bargeldland Deutschland bisher noch nie richtig durchsetzen können. In Asien hingegen ist Mobile Payment ein wesentlicher Bestandteil im tägliche Leben. Aber vermutlich wird sich das bald auch in Deutschland ändern, da hier die Generation, die mit dem Smartphone aufgewachsen ist, in ein zahlungsfähiges Alter kommt.

mobilbranche.de: Wann bzw. wo vermisst Du Mobile in Deinem Alltag, sprich: wo siehst Du noch Entwicklungspotenzial?

Marco Hauprich: Mobile ist schon sehr in meinen Alltag präsent. Jedoch vermisse ich oftmals eine gute User-Experience sowie ein nahtloses Zusammenspiel der diversen Apps.

mobilbranche.de: Mobile in 5 Jahren: was ist verschwunden, was hat sich durchgesetzt?

Marco Hauprich: Apps werden verschwinden. Wir befinden uns am Anfang der Post-App-Ära: Nutzer suchen zunehmend nach Apps, die eine Vielzahl von Services und Funktionen in sich vereinen! So sehe ich z.B. Messaging Apps künftig als die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Funktionen, die ein Nutzer im Alltag benötigt. In Messaging Apps verbringen Nutzer einen Großteil ihrer mobilen Zeit. Da liegt es nahe, dass ich andere Services hier über offene Schnittstellen integriere. So braucht der Nutzer seine Lieblings-App künftig gar nicht mehr verlassen. Ein gutes Beispiel ist hier WeChat in China.
Denkbar ist auch, dass eine völlig andere Art von Devices, die wir uns heute noch nicht vorstellen können, die gängigen Smartphones ablösen wird. Hier braucht man sich nur die rasante Entwicklung der Smart Devices, Wearables oder interaktive Kontaktlinsen anzuschauen.

mobilbranche.de: Vielen Dank für die spannenden Antworten!


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