Mobile Payment: Status quo in Deutschland.

von Florian Treiß am 30.Juli 2018 in Mobile Payment, News, Trends & Analysen

Mobile Payment im stationären Laden (Bild: Verifone)

Haben Sie schon mal versucht, Ihren Einkauf mit dem Handy zu bezahlen? Ja, grundsätzlich ist das in immer mehr Läden in Deutschland möglich. Doch auch nach dem Deutschlandstart von Google Pay vor fünf Wochen sowie dem heutigen Launch des mobilen Bezahlens der Sparkassen wird es noch einige Zeit dauern, bis Mobile Payment hierzulande Mainstream wird – zumal iPhone-Nutzer bei fast allen Lösungen in die Röhre schauen. Ein aktueller Überblick.

Die Idee vom Smartphone als Ersatz für die Geldbörse macht gefühlt schon so lange die Runde, wie es Smartphones gibt. Immer wieder stand und steht Mobile Payment hierzulande „kurz vor dem Durchbruch“. Und die Fachwelt feiert fast jedes neue mobile Zahlungsverfahren als einen vermeintlichen Heilsbringer – bis der Hype wieder abflacht. Einschlägige Erhebungen wie die EHI-Studie “Kartengestützte Zahlungssysteme 2018” zeigen allerdings, dass Mobile Payment als Zahlungsart nach wie vor eher irrelevant ist, wenn damit ausschließlich die Zahlung im stationären Handel gemeint ist. Zwar schrumpft der Umsatzanteil von Bargeld im stationären Handel seit Jahren und lag 2017 erstmals nur noch bei 50 Prozent des Gesamtumsatzes. 46,9 Prozent entfallen auf Kartenzahlungen, 2,5 Prozent auf Rechnungskauf und 0,6 Prozent auf sonstige Zahlungsarten.

Auch wenn der Umsatzanteil der Barzahlungen weiter gesunken ist, heißt dies nicht, dass die Kunden bald nur noch Karten im Geldbeutel mit sich führen, betont das EHI: So werden noch 77,2 Prozent der Einkäufe bar bezahlt (Vorjahr 77,9 Prozent). Vor allem bei kleinen Einkaufsbeträgen kommen bevorzugt Münzen und Scheine zum Einsatz. Aus Sicht der befragten Händler wird Bargeld auch in den kommenden fünf Jahren bei Beträgen unter 30 Euro die dominierende Zahlungsart bleiben, auch wenn der Transaktionsanteil sukzessive sinkt.

Einheitliche Lösung fehlt

Doch woran scheitert der Durchbruch von Mobile Payment in Deutschlands Läden bislang? „Bisher ist das Bezahlen mit dem Smartphone im Store über nur wenige Mobile-Wallet-Anbieter möglich“, moniert Adyen-Manager Volker Steinle im März in einem Gastbeitrag für uns und nannte Payback Pay als eines der Beispiele. „Leider handelt es sich jedoch nicht um eine flächendeckende, einheitliche Bezahllösung, wie sie die großen Wallets wie Apple Pay oder Google Pay mitbringen.“ Immerhin: Seit wenigen Wochen ist nun zumindest Google Pay in Deutschland am Start – doch die Zahl der Partnerbanken und damit der möglichen Nutzer ist noch gering.

„Die starke Fragmentierung des Angebots erschwert den Durchbruch“, so Steinle weiter: „Wer möchte schließlich drei verschiedene Mobile Wallets auf seinem Smartphone installieren? Neue Bezahlwege etablieren sich lediglich, wenn sie für den Nutzer besser sind als alles zuvor, also einen echten Mehrwert bieten.“ Die größte Reichweite hatte bislang Payback Pay, das bei acht Partnerhändlern funktioniert, nämlich Alnatura, Aral, dm, Galeria Kaufhof, Real, Rewe, Tee Gschwendner und Thalia. Zudem gibt es hauseigene Lö­sungen u.a. von Edeka, Netto, Starbucks oder Vapiano – und auch McDonalds will Mobile Payment in der eigenen App in Kürze ausrollen. Die Deutsche Bank und deren Tochterunternehmen Postbank haben ebenfalls Mobile Payment gestartet, aber nur für Kunden mit bestimmten Kreditkarten, die obendrein ein Android-Handy haben müssen. iPhone-Nutzer schauen in die Röhre, weil Apple die NFC-Schnittstelle nicht freigibt.

Heute nun starten zudem die Sparkassen mit ihr eigenen App für mobiles Bezahlen: Das Potenzial dieser Lösung ist bei 45 Millionen Kunden riesig. Dabei steht wahlweise die Zahlung per virtuell in der App hinterlegter Kreditkarte zur Verfügung oder das in dieser Form neue Verfahren Girocard Mobile. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken werden bei Girocard Mobile in wenigen Tagen nachziehen und ihren Kunden dann ebenfalls die mobile Zahlung ermöglichen. Eingeschränkt werden diese Lösungen aber dadurch, dass diese nur auf Android-Geräten funktioniert. Zwar haben diese einen Marktanteil von rund 80 Prozent am Smartphone-Markt in Deutschland – doch noch immer gilt Apples iPhone als das Prestige-trächtigere Gerät. Und Apple stellt sich, wie schon bei der Deutschen Bank und der Postbank, quer und gibt die erforderliche NFC-Schnittstelle nicht frei.

QR-Code-basierte Bezahlung mit Payback Pay

Payback Pay dürfte daher bis auf weiteres eines der wenigen größeren Bezahlverfahren sein, dass auch auf dem iPhone funktioniert: Gerade um die NFC-Problematik zu umgehen, funktioniert Payback Pay wahlweise mit NFC (nur auf Android-Geräten) oder per Barcode (iPhone und Android). Jedoch steht und fällt die Zahlung via Barcode, der vom Handy des Kunden abgescannt wird, mit der Qualität der Scanner an den Kassen. Wer in der Vergangenheit erfolglos mobil zahlen wollte und den Unmut der hinter ihm Wartenden erleben musste, der wird sicherlich beim nächsten Einkauf wieder mit einem gängigen Zahlungsmittel zahlen wollen. Bei der Zahlung mittels NFC ist die Performance von Payback Pay da schon deutlich stabiler und schneller. Und das ist enorm wichtig, denn gerade Geschwindigkeit gilt als einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für neue Zahlungsarten: Unter Deutschlands Händlern ist die Einstellung weit verbreitet, dass generell nur neue Zahlverfahren ausgerollt werden, die den Zahlvorgang beschleunigen und nicht verlangsamen.

Es bedarf neuer Standards

Doch worin liegt der Schlüssel zum Erfolg von Mobile Payment? Eine Expertenumfrage von GS1 Germany für die Studie „Mobile in Retail 2017“, zu der u.a. Händler, Banken und Zahlungsanbieter befragt wurden, sieht vor allem drei Erfolgsfaktoren: die flächendeckende Akzeptanz, die Gewährleistung von Sicherheit und Datenschutz sowie den kostenfreien Einsatz. Dafür bedarf es eines einheitlichen technischen und funktionellen Standards, der erst noch etabliert werden muss. Weiterhin wichtig laut der GS1 Expertenbefragung: Die Unterstützung auf Smartphone- und Bank-Seite muss breiter werden, Marketingmaßnahmen müssen verstärkt und eine Verbindung mit attraktiven Mehrwerten muss geschaffen werden. Sprich: hier müssen alle Stakeholder zusammenarbeiten, denn nur gemeinsam ist es möglich, für die breite Masse der Verbraucher attraktive neue Zahlungsverfahren zu entwickeln. Insbesondere auch bei der Kommunikation der neuen Payment-Lösungen sollten Händler, Banken und Zahlungsdienstleister intensiv zusammenarbeiten.

Umgekehrt zeigt die GS1 Studie aber auch, dass Mobile Payment noch einen langen Weg vor sich hat: Gerade einmal ein Drittel der befragten Händler und Zahlungsdienstleister beurteilen die Situation auf Akzeptanzseite bereits als positiv. Händler bemängeln in der Umfrage u.a., dass sich noch kein System durchgesetzt hat und die Integration zahlreicher unterschiedlicher Zahlarten im Handel in der Breite kaum stattfinden wird. Auch seien die Technologien momentan noch zu unbekannt und es fehle an einer Informationskampagne der nationalen Stakeholder. Viele Mitarbeiter sind außerdem nicht mit der neuen Technik vertraut. Positiv bewerten hingegen einige der Befragten, dass die meisten Filialisten mittlerweile NFC-Terminals im Einsatz haben. Und diese NFC-Terminals bieten eine sehr gute Ausgangsbasis für Mobile Payment. Weiterer Pluspunkt laut den Befragten: Nahezu alle großen Einzelhändler experimentieren mittlerweile mit Mobile Payment und einige Verfahren wie Payback Pay sind schon großflächig nutzbar.

Ein weiteres spannendes Ergebnis der GS1 Studie: Nach Einschätzung der befragten Händler und Dienstleister werden bereits im Jahr 2020 zwischen 10 und 25 Prozent der Kunden in Deutschland unregelmäßig mobil bezahlen. Tendenziell scheint der Handel in Hinblick auf Mobile Payment sogar optimistischer zu sein als die Kreditwirtschaft und Banken, so die „Mobile in Retail“-Studie. Die Befragten sind sich einig: Mobile Payment wird sich besonders an Tankstellen, im Lebensmitteleinzelhandel, in der Gastronomie und in Drogeriemärkten durchsetzen.

Apple Pay lässt auf sich warten

Einer der größten Hoffnungsträger im Bereich Mobile Payment ist laut der Expertenumfrage von GS1 Germany der Bezahldienst Apple Pay, der in den USA bereits im Herbst 2014 eingeführt wurde. Allerdings lässt deren Launch in Deutschland schon lange auf sich warten, während Apple Pay in Nachbarländern wie Frankreich oder der Schweiz schon längst funktioniert. Dass sich der Deutschlandstart so lange hinzögert, dürfte verschiedene Gründe haben: Die Schweiz hatte jahrelang einen Marktanteil des iPhones von über 50 Prozent, während er in Deutschland bei nur rund 20 Prozent liegt. Die Franzosen ziehen wiederum die Carte Bleue dem Bargeld vor. Und nicht zuletzt muss Apple mit jeder Bank individuell vereinbaren, dass die Kredit- und Debitkarten der Kunden innerhalb der App von Apple Pay virtuell abgebildet werden dürfen. Diesbezüglich waren viele deutsche Banken anfangs skeptisch, zumal Apple an den Transaktionen mitverdienen will. Für eine Beteiligung von Apple an den Erlösen sind die meisten Banken zumindest derzeit noch nicht bereit. (Update vom 1. August 2018: Apple hat nun den Deutschlandstart von Apple Pay noch im Jahr 2018 angekündigt.)

Abgesehen von Insellösungen wie Payback Pay, das mit dem Lastschriftverfahren arbeitet, erwarten die befragten Experten, dass in Deutschland das mobile Bezahlen zunächst in Form von auf dem Smartphone virtualisierten Kreditkarten funktionieren wird. Hinzu kommt nun die Girocard Mobile, die dieser Tage von den Sparkassen sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken eingeführt wird. Weiterhin sollen bald auch Sepa Instant Payments für Zahlungen am POS fit gemacht werden.

Remote Payment im Mobile Commerce als Wegbereiter für Zahlung am POS

Bei MyTaxi können die Fahrgäste direkt in der App bezahlen

Unterschätzt wird zudem oft die Vielseitigkeit des Begriffs Mobile Payment: Damit muss nicht zwangsläufig die Zahlung im stationären Handel mittels NFC oder QR-Code gemeint sein. Viel verbreiteter ist die mobile Zahlung bereits im E-Commerce und innerhalb von Apps. Dabei kommt sogenanntes Remote Payment zum Einsatz, das wenig mit der Interaktion an der Supermarktkasse am physischen POS gemein hat – aber dennoch die Bereitschaft, mit dem Handy auch im stationären Handel zu bezahlen, bei den Verbrauchern steigern könnte. Bereits heute ist es für viele Smartphone-Nutzer selbstverständlich, beispielsweise ihr MyTaxi oder ihre Foodora-Bestellung direkt auf dem Handy per PayPal oder Kreditkarte zu bezahlen. Oder ihren Amazon-Kauf per einmal hinterlegter Lastschrift in der App zu begleichen. Wie enorm wichtig Remote Payment ist, zeigt auch Zalando: Dort erfolgten 2017 stolze 70,7 Prozent der Zugriffe auf den Shop über Mobilgeräte. Den genauen Mobile-Anteil am Umsatz will Zalando zwar nicht verraten, dafür aber die Erkenntnis, das gerade die Mobile-Nutzer häufiger bestellen als die Desktop-Nutzer, wenn auch bei etwas kleinerer Warenkorbgröße.

Umgekehrt ist für viele Menschen die Frage, wieso sie ihr relativ großes Handy im Laden zücken sollen, wenn es doch auch mit Bargeld oder einer viel kleineren Karte geht. Eine Lösung könnte sein, dass Kunden im Ladengeschäft über ein Wearable wie etwa eine Smartwatch, ein Fitnessarmband oder einen eleganten Ring mit NFC zahlen. So funktioniert Apple Pay nicht nur übers iPhone, sondern auch über die Apple Watch. Auch der Wearable-Hersteller Fitbit hat bereits eine entsprechende Lösung ausgerollt, bei der Smartwatches mit schon vorhandenen Kredit- und Debitkarten gekoppelt werden können. Fitbit bewirbt die Lösung mit dem Motto „Trage eine Uhr, die deine Brieftasche ersetzt“.

Alipay und WeChat Pay weisen in China den Weg

Dass Mobile Payment viel Potenzial hat, zeigt ein Blick nach China: Dort zählen die Lösungen Alipay und WeChat Pay bereits seit einiger Zeit zu marktüblichen Zahlungsverfahren. Laut einer aktuellen Händlerbefragung der Deutschen Bundesbank in den Ballungszentren Shanghai, Peking und Hangzhou kommen Alipay und WeChat Pay dort zusammen schon auf einen Marktanteil von stolzen 56,1 Prozent. Mittlerweile haben auch erste Händler in Deutschland und anderen europäischen Ländern die Zahlung per Alipay und/oder WeChat Pay eingeführt. Dabei geht es bislang nur darum, chinesische Reisende anzusprechen, die mit 2,5 Millionen Übernachtungen pro Jahr in Deutschland die zweitgrößte Reisegruppe aus Übersee darstellen. Denkbar wäre aber auch ein Rollout für Nicht-Chinesen. WeChat Pay funktioniert dabei direkt innerhalb des Messenger-Dienstes WeChat mit über einer Milliarde Nutzern: „Der Messenger als Payment Interface sorgt für hohe Kundenzufriedenheit und er bringt einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Mobile Wallets mit: eine hohe Nutzerbasis“, meint Volker Steinle von Adyen dazu. Ein solches Modell wäre auch auf WhatsApp oder den Facebook Messenger übertragbar, die ebenfalls bereits über enorm viele Nutzer verfügen: „Haben Verbraucher die App bereits integriert, stellt das Herunterladen keinen extra Aufwand und damit kein Hindernis dar. Außerdem sind die Messenger-Dienste bekannt und bereits in unseren Alltag integriert – eine wichtige Voraussetzung, um Vertrauen aufzubauen“, so Steinle weiter. In den USA sind bereits Privatzahlungen (P2P Payment) per Facebook Messenger möglich – ein erstes Anzeichen dafür, dass Facebook das Thema Payment bald stärker in den Fokus nehmen könnte.

P2P-Anbieter sollten Reichweiten verbinden

Derweil haben auch in Deutschland und anderen westlichen Ländern verschiedene Anbieter von P2P-Zahlungen eine signifikante Reichweite aufgebaut, zum Beispiel Cringle, Lendstar, Kwitt oder Paypal/Venmo. „Wenn diese Player ihre Reichweiten miteinander verbinden bzw. eine Interoperabilität herstellen würden, könnten ganz neue Marktdynamiken entstehen“, meint GS1 Experte Ercan Kilic. Sprich: Wenn Nutzer unterschiedlicher Lösungen Geld untereinander transferieren könnten, dürften die Angebote viel erfolgreicher werden. Zudem wäre es auch denkbar, eine solche Anbieter-übergreifende Lösung auch auf die Zahlung am physischen Point of Sale auszudehnen, da durch die Interoperabilität die Verbreitung der Bezahl­lösungen im Markt steigt und damit die Attraktivität für den Händler zunimmt. Die unterschiedlichen, fragmentierten Mobile Payment Reichweiten könnten durch Bündelung zu einer höheren Akzeptanz bei den Händlern führen, deren Bereitschaft steigen würde diese Bezahltransaktionen anzunehmen.

Payment wandert im Internet der Dinge in den Hintergrund

Für die Zukunft des Mobile Payment sind zudem auch Themen wie das Internet der Dinge oder Connected Cars spannend: So weisen bereits Bestell-Buttons wie Amazon Dash den Weg dahin, dass Käufe von Dingen ausgelöst werden, ohne dass es überhaupt noch zu einem bewussten Zahlvorgang kommt. In dieselbe Richtung gehen Drucker, die selbstständig neue Toner nachbestellen oder natürlich auch die Vision vom vollautomatischen Kühlschrank, der immer wieder selbst nachbestellt. Im Bereich Connected Cars arbeiten der Zahlungsdienstleister Concardis und der Autozulieferer IAV (Gemeinschaftsunternehmen von VW, Continental und Schaeffler) an der Lösung Drive2Shop, die das Auto zur Shopping-Plattform machen soll:

Drive2Shop gleicht während einer Autofahrt die Angebote lokaler Händler mit den Wünschen der Kunden ab, die vorab in der Cloud gesammelt wurden oder per Spracheingabe auf der Fahrt geäußert werden. Er kann das gewünschte Produkt bestellen und sofort mitnehmen; das Auto navigiert ihn direkt zum Händler. Wenn der Kunde eintrifft, ist der Einkauf bereits aus dem Fahrzeug heraus bezahlt und der Kunde kann es an einem Drive-In-Schalter abholen, ohne das Auto verlassen zu müssen.

Beim Supermarkt-Konzept Amazon Go wiederum verlässt der Kunde den Laden ohne einen erkennbaren Bezahlvorgang: „Die Autorisierung des Kunden findet bereits beim Eintritt in den Markt statt. Schon zu diesem Zeitpunkt steht die Zahlungsart fest, denn sie ist in einer App hinterlegt und wird automatisch via NFC oder Bluetooth ausgelesen. Der Kunde erklärt sich schon vor Eintritt in die Filiale damit einverstanden, dass später eine Belastung seines Kontos über die hinterlegte Zahlungsart erfolgt“, beschreibt die Fachzeitschrift Retail Technology das Verfahren. Ein ähnliches Pilotprojekt, wenn auch für Elektronikartikel, hat Saturn im Frühjahr 2018 in Innsbruck durchgeführt, und zwar eine Expressfiliale ganz ohne Kassen. Die Kunden müssen stattdessen eine App installieren, darüber den Barcode des gewünschten Artikels einscannen und schließlich per Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal zahlen. Die zentrale Frage für Saturn bei dem Testlauf in Innsbruck: Akzeptieren die Kunden das Einkaufen ohne gewohnte Kasse? Payment könnte also in der Zukunft immer häufiger vollautomatisch oder zumindest ohne traditionelle Kasse geschehen. Wenn sich das Konzept von Amazon Go durchsetzt, wird der Kunde das Bezahlen überhaupt nicht mehr bemerken – und bräuchte weder Bargeld, noch Karte oder Handy im Laden zücken.

Whitepaper

Dieser Beitrag erschien zuerst im Whitepaper „Mobile Payment & SEPA Instant Payments – die Zukunft im Zahlungsverkehr“ von GS1 Germany, das mit freundlicher Unterstützung von mobilbranche.de erstellt wurde, und wurde für die heutige Veröffentlichung überarbeitet und aktualisiert. Weiteres Thema im Whitepaper: SEPA Instant Payments für POS und E-Commerce.
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Es erwarten Sie Vorträge von über 60 Referenten, u.a.:

  • Arne Pache, Vice President Global Products & Solutions, Mastercard
  • Jin Choi, Director DACH (CPG & Retail), Facebook
  • Christian Bärwind, Industry Leader Retail Strategic Partnerships, Google
  • Axel Weiß, Leiter Zahlungsverkehr/Payment, DSGV
  • Nicolas von Sobbe, Director Digital, McDonald’s
  • Claudius zur Linden, Director Business Development, Vapiano
  • Markus Gunter, CEO, N26 Bank

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