SDK Spoofing: Neue Betrugsmethode simuliert App-Downloads und beutet Werbetreibende aus.

von Sebastian Beintker am 26.Januar 2018 in App Business, News

Die Methode ist clever und leider sehr erfolgreich. Über fremde Smartphones werden App-Downloads simuliert. Werbetreibende sind von den Download-Zahlen begeistert und investieren viel Budget für App-Werbung, die aber real niemand sieht.

Moderne Piraten setzen SDK-Spoofing ein. Bild: Adjust

Schlecht durchschaubar

SDK-Spoofing nennt sich das Betrugsverfahren in Fachkreisen. Ohne das Wissen der Smartphone-Besitzer greifen Betrüger auf deren Geräte zu. Dann werden virtuelle App-Downloads ausgelöst. Sie finden aber nur als Simulation statt. Da die genutzten Geräte aber tatsächlich existieren und als Quelle sehr glaubwürdig sind, schöpft niemand Verdacht.

“Die Verbindung ist real, die Gerätedaten sind real, das Gerät ist real. Das noch größere Problem ist jedoch, dass es nicht einmal eine tatsächliche Installation gibt”, kommentiert Andreas Naumann, Fraud Specialist bei Adjust.

Im nächsten Schritt werden Werbetreibende zur Zielscheibe. Ihnen wird vorgegaukelt, dass eine App über sehr hohe Downloadzahlen verfügt, um ihnen für Display- und Mobile-Ads möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen.

Riesiger Sprung in der Fraud-Evolution

Adjust sieht in SDK-Spoofing einen gewaltigen Sprung in der Evolution von Fraud. Bei der Untersuchung von Kampagnen zeigte sich, dass diese Form der betrügerischen Downloadsimulation in einzelnen Kampagnen mit besonders großen Budgets bis zu 80 Prozent der Investition betreffen. Zudem ist das Verfahren noch nicht an seinem Limit angekommen und wird ohne funktionierende Gegenmaßnahmen weiter florieren.

Es gibt ein Mittel dagegen

Um SDK-Spoofing zu verhindern, hat Adjust für seine eigenen Kunden einen sogenannten Signatur-Hash entwickelt, der mit der Veröffentlichung der hauseigenen SDK-Version 4.12 verfügbar ist.

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