App-Kritik: Sebastian Spang von Burda holt sich bei OneFootball die volle Dröhnung BVB.

von Gastautor am 11.April 2016 in App Business, App-Kritik, News

35936-Onefootball-iconSebastian Spang ist als Digital-Chef bei BurdaNews u.a. für die Apps von TV Spielfilm verantwortlich. Für mobilbranche.de hat der bekennende Dortmund-Fan OneFootball getestet. Die Fußball-App macht auch in solchen Zeiten Spaß, in denen die Schwarz-Gelben in der Liga den Bayern nur noch hinterherhecheln und die Meisterschaft wohl ausgerechnet im Derby gegen Schalke endgültig verspielt haben. OneFootball aggregiert verschiedene News-Quellen und fasst sie in individuellen Newsfeeds zusammen. Damit entgeht Fußballfreunden garantiert keine Verletzung, kein Transfer und natürlich auch kein Skandal. Ein paar Verbesserungsvorschläge hat Sebastian Spang dann aber doch, vor allem beim Geschäftsmodell: Denn wer zum Ende der Saison die kostenpflichtige, werbefreie Premium-Version freischaltet, muss quasi doppelt zahlen, denn abgerechnet wird im Saison-Takt. Auch die Community kommt nicht so recht aus den Pötten, findet Spang.

Die Fußballfestwochen haben begonnen: die Bundesliga geht in die heiße Phase, in Champions- und Europa League laufen die Viertelfinals. Borussia Dortmund, mein Verein, ist noch in drei Wettbewerben dabei – und ich habe täglich die News rund um den BVB im Blick: Sind alle Spieler fit? Wie liefen Abschlusstraining und Pressekonferenz vor dem Spiel? Wie ist die aktuelle Aufstellung? Die Apps meiner Wahl: Kicker, Sport 1 und seit einigen Wochen Onefootball.

Schnell, intuitiv und auf den Punkt…

OneFootball_App_TestOneFootball_App_TestBeim ersten Öffnen der App werden zunächst Lieblingsteam und die passenden Wettbewerbe (z.B. Bundesliga und DFB-Pokal) abgefragt. So setzt sich dann der individuelle Newsfeed der Startseite zusammen. Die App lädt schnell und ist aufgeräumt, große bildstarke Teaser helfen beim Swipen durch die News.

Onefootball aggregiert unterschiedliche News-Quellen, z.B. die Twitter-Feeds der BVB Profis, Infos aus Regionalzeitungen im Ruhrgebiet oder den BVB-Youtube Channel. So schaue ich die Highlights der Pressekonferenz im Video direkt in der App. Während der Spiele wird live getickert, gezeigt werden Aufstellungen, Spielstände, Statistiken. Keine Überraschungen, genau das erwartet man von einer Fußball App, aus UX-Sicht aber sehr schön umgesetzt und es bringt Spaß, durch die verschiedenen Inhalte zu navigieren. Bin ich gerade mal nicht in der App, hält Onefootball mich mit ausgewählten Push-Mitteilungen auf dem Laufenden – nicht penetrant, sondern informativ. So erfahre ich bereits am Samstag, dass Gündogan vor dem Comeback im Spiel am Sonntag steht. Gelungen ist die Sport1-FM-Integration, durch die mit einem Klick der Live-Stream der Hörfunkübertragung startet.

Onefootball kann aber deutlich mehr als Bundesliga und liefert alle Ergebnisse und Tabellen zu rund 50 internationalen Ligen und den Nationalmannschaften. Trotz der Komplexität und großen Datenmenge wirkt die App nie überladen. Ob Premier League oder Primera Division, dank der aufgeräumten Navigation finde ich mich immer zurecht.

Was noch besser geht…

Prominent platziert in Navigation und Liveticker ist die Community, in der ich mich mit anderen BVB-Fans austauschen kann. Trotz des starken Teaserings passiert hier wenig, im April gibt es bis jetzt gerade mal drei Einträge. So bleibt der Mehrwert für mich gering.

Onefootball aggregiert diverse Newsquellen und stellt die Inhalte externer Partner im InApp-Browser dar. Ist die externe URL nicht mobil optimiert, wird diese Seite so auch 1 zu 1 in der Onefootball App dargestellt. Das trübt die ansonsten gute User Experience.

Noch nicht überzeugt hat mich das Freemium-Modell: für 3,99€ schalte ich die App eine ganze Saison (bis zum 31. Juli) werbefrei. Also muss ich im April, drei Monate vor Saisonende, den vollen Betrag zahlen, im August dann erneut. Ein saisonübergreifendes Preismodell auf Monats- bzw. Jahresbasis würde mich eher vom Kauf überzeugen.

Fazit

Onefootball informiert schnell und kompakt auf den Punkt. Durch die Integration diverser externer Quellen fühle ich mich immer bestens informiert. Die App hat mittlerweile einen festen Platz auf meinem Smartphone Homescreen.

Sebastian_Spang_BurdaNewsSebastian Spang ist Leiter Digital bei BurdaNews und verantwortet u.a. das Produktmanagement für die digitalen Angebote von TV SPIELFILM. Die TV SPIELFILM Apps zählen mit über 20 Millionen Downloads zu den größten mobilen Angeboten in Deutschland, seit Juli 2015 können Nutzer direkt aus den Apps das laufende TV Programm von über 70 Sendern streamen.


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