Wie Berlin zur digitalen Hauptstadt Europas werden will.

von Fritz Ramisch am 07.Dezember 2015 in Mobile Startups, News

shutterstock_272643764Weise Köpfe, schnelle Netze: Berlin will seinem Ruf als Digitalhauptstadt nun auch in der Praxis gerecht werden und in Sachen Bildung und Infrastruktur aufrüsten. Damit die nach Berlin pilgernden Studentenscharen nicht nur einfach „irgendwas mit Medien“ studieren, sollen innerhalb der nächsten Monate 30 neue IT-Professuren geschaffen werden, wie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller am Montag ankündigte. Bildung ist aber nur eines der Themen, die in dem 10-Punkte-Plan des Bürgermeisters stehen. Berlin soll auch als eine der ersten Städte überhaupt in den Genuss von Highspeed-Internet kommen. In ausgewählten Berliner Testgebieten soll dazu der Internetstandard 5G erprobt und damit die Rahmenbedingungen für autonomes Fahren oder das Internet der Dinge geschaffen werden. Aktuell ist Berlin weitestgehend Wlan-Wüste. Weder in den U- und S-Bahnen noch an den Hotspots der Stadt können sich Smartphone-Nutzer ins Wlan einwählen. Für eine Stadt, die als eine der Startup-Hotspots Europas gilt, peinlich. Immerhin soll die Hipstermetropole in den kommenden Monaten zumindest an den Hotspots der Stadt freies Wlan bekommen. Ab 2016 sollen schrittweise 650 Hotspots installiert werden, wo Nutzer kostenlos ins Netz gehen können. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe wollen schrittweise die Berliner U-Bahnhöfe mit kostenfreiem Wlan ausstatten. Das Projekt wird aber im Schneckentempo vorangetrieben: Erst bis Ende 2016 soll eine nennenswerte Zahl von Bahnhöfen über Wlan verfügen. Darüber hinaus wollen sich die Berliner Hochschulen ein Zentrum „Digitale Zukunft“ leisten, „das sich deutschlandweit zum einmaligen hochschulübergreifenden Nukleus für Digitalisierung entwickeln soll“. 5 Mio Euro pro Jahr will das Land Berlin dafür springen lassen. Auch in Sachen E-Health will sich Berlin stärker aufstellen. So wollen die Universitäten und die Charité digitale CityLabs aus dem Boden stampfen, in denen „zu den Themen Digitalisierung und Smart City anwendungsbezogene Lösungen erarbeitet und erprobt werden“. Das Buzzword Mittelstand 4.0 hat es übrigens auch in den 10-Punkte-Plan geschafft: In der zweiten Jahreshälfte 2016 ist ein neues Kreditprogramm geplant. (Beitragsbild: shutterstock.com)

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