Ericsson Mobility-Report: 7,4 Mrd Mobilfunkanschlüsse & 3,4 Mrd Smartphones bringen den mobilen Datenverkehr zum Qualmen.

von Fritz Ramisch am 17.November 2015 in Infografiken, Netzbetreiber, News, Ökosysteme, Studien

Mobile Data TrafficMobile bringt die Datenleitungen zum Qualmen. Ericsson gibt in seinem Mobility-Report einen Vorgeschmack, wie der mobile Datenverbrauch durch Smartphones und andere Mobilgeräte in den kommenden Jahren ansteigt. Mobile Videos machen bereits heute rund 50 Prozent des weltweiten mobilen Datenverkehrs aus. Bis 2021 soll der Anteil auf 70 Prozent steigen, prognostiziert Ericsson – Snapchat, YouTube und Facebook sei Dank. Auch die Zahl der Smartphones soll sich bis 2021 von derzeit rund 3,4 Mrd auf weltweit 6,4 Mrd fast verdoppeln. Smart Homes und Wearables spielen bislang noch keine große Rolle. Der Datenhunger der Europäer wächst den Schätzungen des Netzwerkausrüsters nach besonders drastisch: In Westeuropa soll der monatliche Datenverbrauch von derzeit durchschnittlich 2 Gigabyte auf 18 Gigabyte ansteigen und damit Nordamerika (22 GB) fast einholen. Um dem steigenden Datenverbrauch gerecht zu werden, müssen immer schnellere mobile Datenverbindungen her. Deshalb arbeiten Mobilfunkbetreiber unter Hochdruck am Highspeed-Internetstandard 5G. Dieser soll in sechs Jahren allerdings erst rund 150 Mio Mobilfunkanschlüsse abdecken. Zum Vergleich: Weltweit soll es bereits heute ungefähr 7,4 Mrd Mobilfunkanschlüsse geben, wobei Europa gerade einmal 1,1 Mrd ausmacht – Smart Home, Internet of Things und Wearables dürften diese Zahl in den kommenden Jahren deutlich in die Höhe treiben. Wachstumstreiber sind vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer wie Indien, China, Myanmar und Nigeria. Deutschland hat beim mobilen Internet nach Einschätzung von Ericssons Deutschland-Geschäftsführer Stefan Koetz noch Nachholbedarf: „Der heute noch vorhandene Rückstand Deutschlands gegenüber Nordamerika bei LTE kann in wenigen Jahren aufgeholt werden. Bei 5G, der nächsten Netzgeneration, geht es um mehr als schnellere Datenraten: Es geht darum, die industrielle Nutzung des Internets der Dinge voranzubringen. Doch sind vor allem bei 5G noch verstärkte Anstrengungen nötig, um nicht bei der Digitalisierung der Wirtschaft gegenüber anderen Weltregionen zurückzufallen.“
ericsson.com (Europa-Report)

Worldwide Mobile TrafficBeitragsbild: shutterstock.com

 


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