Internationaler Werbeverband IAB: „Adblocking ist wie Raub“.

von Fritz Ramisch am 01.Oktober 2015 in Mobile Advertising, News

adblock plus auf smartphoneFront gegen Werbeblocker: „Adblocking ist wie Raub – so einfach ist das“, poltert der internationale Werbeverband Interactive Advertising Bureau (IAB) in einem Positionspapier gegen Adblocker wie die deutsche Firma Eyeo. Der Verband sieht die Geschäftspraktiken der Werbeblocker als Erpressung und will nun eine Technik entwickeln, die Adblocker erkennt und umgeht – quasi ein Adblocker-Blocker. Neben technischer Hilfe schreckt der Werbeverband auch vor juristischen Auseinandersetzungen nicht zurück. Doch selbst die Werbevertreter sehen ein, dass Adblocker auch die Konsequenz aus mieser Werbung sind. Bei den meisten Programmen lassen sich Listen von Webseiten erstellen, die von der Werbeblockade ausgeschlossen sind, vereinzelt können sich Unternehmen auch freikaufen. Das Thema hat an neuer Dynamik gewonnen, seitdem Apple in seinem Safari-Browser Adblocker zulässt. Auch der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW kritisiert die neue Content-Blocking-Schnittstelle bei iOS 9 harsch: „Wenn Apple als Anbieter eines der maßgeblichen Betriebssysteme für das mobile Internet und damit als systemrelevanter Player mit seinen Produkten inhalteblockierenden Eingriffen Vorschub leistet, die die werbliche Refinanzierung eines kostenlosen offenen und freien Internets für Alle gefährden, stellt das eine inakzeptable Ausnutzung seiner Marktstellung zum Nachteil der Nutzer dar“, so OVK-Sprecher Oliver von Wersch (G + J Digital Products). Unternehmen rüsten sich auf ganz unterschiedliche Weise gegen Adblocker, die Studien zufolge weltweit jährlich Schäden in Milliardenhöhe anrichten sollen. Der Streaming-Dienst Hulu hat den Spieß zum Beispiel umgedreht und blockt seit kurzem Nutzer, die Adblocker installiert haben. Andere Unternehmen bitten ihre Nutzer ausdrücklich darum, die Werbung auf ihren Seiten nicht zu umgehen. Doch damit allein ist es nicht getan: Das IAB schlägt neue Richtlinien für bessere und weniger nervige Werbung vor. Eine kürzlich veröffentliche Studie des Marktforschers instantly gibt zumindest fürs mobile Web Anlass zur Hoffnung: Demnach wollen 49 Prozent der deutschen Mobilnutzer nur dann einen Werbeblocker installieren, “wenn es nicht zu kompliziert ist”. Da Werbeblocker allerdings nicht vorinstalliert sind und aus Eigeninitiative installiert werden müssen, könnten die Auswirkungen auf die mobile Werbeindustrie deshalb geringer sein als für reine Online-Werbung.
iab.net via heise.de

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