IDC zum Wearable-Markt: Fitnesstracker haben ausgedient.

von Fritz Ramisch am 28.August 2015 in Geräte, News, Ökosysteme, Studien, Trends & Analysen, Wearables

Wearables_274885196Apple hat im 2. Quartal 3,6 Mio Smartwatches verkauft, schätzen die Analysten von IDC. Damit ist der iPhone-Bauer Marktführer Fitbit dicht auf den Versen und sichert sich aus dem Stand 20 Prozent Marktanteil. Fitbit hat im abgelaufenen Quartal rund 4,4 Mio Fitnesstracker abgesetzt, könnte es nach Auffassung der Analysten künftig aber schwer haben. Denn mit Smartwatches wie der Apple Watch ließen sich ebenfalls Schritte zählen, der Puls oder der Blutdruck messen. Dafür kosten Fitness-Wearables aber auch nur einen Bruchteil dessen, was die Apple Watch kostet. IDC geht davon aus, dass sogenannte „basic werables“, die sich auf ein bestimmtes Thema fokussieren, in Zukunft an Bedeutung verlieren werden und „Apple der nächste Marktführer bei allen Wearables wird“. Da haben die Analysten aber die Rechnung ohne die Asiaten gemacht. Denn vor allem in Schwellenländer wird sich kaum jemand eine Apple Watch leisten können. Mit Xiaomi hat sich aber längst ein Unternehmen in Stellung gebracht, das diesen Wachstums-Markt bedient. Mit 3,1 Mio verkauften Einheiten macht der chinesische Hardware-Hersteller schon heute mehr als 17 Prozent des Marktes aus – Tendenz steigend. Insgesamt gingen nach Schätzung der Marktforscher im 2. Quartal weltweit rund 18,1 Mio Wearables über die Ladentische – mehr als drei Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Wearables Verkaufszahlen 2015 Q2

Die Verkaufszahlen zeigen aber auch: Wearables sind von einem Mainstream-Produkt noch weit entfernt. Trotzdem werden Smartwatches und Co von Marketern als die Werbeplattform der Zukunft hochgejubelt. Dabei fehlen neben Reichweite auch schlüssige Konzepte, wie Unternehmen mit Wearable-Nutzern interagieren können. Das sieht auch Melina Ex von der Mobile-Agentur Fetch so: „Wearables werden zwar seit geraumer Zeit viel und gerne diskutiert, sind aber längst noch nicht so weit verbreitet, dass sie in sehr naher Zukunft zu einer weitreichenden Marketing-Plattform heranwachsen werden. Es fehlt noch an Reichweite. Auch müssen die Technologien wie Targeting, Tracking etc. noch ausgereift werden. Eine Plattform für klassische Werbung werden Wearables aber trotzdem nie werden. Wearables sind eben keine weitere Mutation eines Smartphones sondern ein Mobilgerät, das ganz eigene Interaktions-Muster bei den Nutzern hervorruft.“ (Beitragsbild: shutterstock.com)
idc.com

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