Tech Open Air – eine Tech-Konferenz, die eigentlich eine riesige Party ist.

von Fritz Ramisch am 17.Juli 2015 in Events, Mobile Startups, Mobile Technology, News

TOA15Mit Bierchen im Liegestuhl: Das Tech Open Air hat sich binnen kürzester Zeit zu einem der europaweit coolsten Tech-Events entwickelt. Das Programm der dreitägigen Konferenz, die sich selbst als ein Mix aus Party, Startup-Event und Ort für Freigeister versteht, konnte sich auch dieses Jahr sehen lassen. Zwischen Spree und Zirkus trafen sich auf dem Gelände einer abgerockten alten Teppichfabrik Gründer, Nerds, Unternehmer und Hipster zum gemeinsamen Networking unter freiem Himmel – auf Heuballen, unter Indianerzelten, am Kickertisch, beim Schlendern über den TOA-Flohmarkt oder auf einer der zahlreichen TOA-Partys, die überall in der Stadt stattfinden. Namensschildchen sucht man hier vergebens – das Wort Open ist im Logo nicht umsonst fett markiert. Ziel sind Treffen auf Augenhöhe. Auf hochkarätige Namen wurde trotzdem Wert gelegt: Mit dabei waren z.B. Soundcloud-Gründer Eric Wahlforss, Shazam-Gründer Chris Barton, Rocket-CTO Christian Hardenberg oder Springers Christoph Keese.

Was Holz-Matroschkas mit Digitalisierung zu tun haben.

Phree

Phree – ein Stift für alle Screens.

Klassisches Event-Programm gab es aber auch: Zum Beispiel den Mini Hardware-Pitch am Donnerstag, bei dem sechs Jungunternehmer ihre Geschäftsideen vor einer dreiköpfigen Jury vorstellten. Dem Gewinner winken 10.000 Dollar – die ein oder andere Spitze von Techcrunch-Chefredakteur Mike Butcher inklusive. Die Ideen konnten unterschiedlicher nicht sein: Von smartem Licht, 3D-Druckern über vernetztes Holzspielzeug bis hin zu einem USB-Mikro, das Tonaufnahmen in Studioqualität verspricht und die Aufnahmen per Bluetooth direkt aufs Smartphone streamt. Gewonnen hat das israelische Unternehmen OMT Technologies, das einen smarten Stift entwickelt hat, der nahezu jede Oberfläche zum virtuellen Screen macht und die Zeichnungen und Notizen auf diverse Apps wie Office, OneNote oder EverNote überträgt, aber auch als Maus oder als Headset genutzt werden kann. Im Rahmen einer Kickstarter-Kampagne hat das Unternehmen bereits über 1 Mio Dollar eingesammelt. Zweiter „Gewinner“ ist das Berliner Startup Vai Kai, das Holz-Figuren produziert, mit denen Audionachrichten und Vibrationssignale ausgetauscht werden können. Die Holz-Matroschkas sollen Kids zwischen drei und acht Jahren auf die digitale Welt vorbereiten und Eltern vor allen Dingen das Gefühl geben, dass ihre Sprösslinge mit etwas „Vernünftigem“ spielen. So ist es halt, wenn Old- auf New-Economy trifft. Das folgende Video erklärt ausführlich, wie Holz-Spielzeug zurück in die Kinderzimmer kommen soll:


Artikel teilen

Sichern Sie sich jetzt Ihren Wissensvorsprung in Mobile Marketing und Mobile Business und abonnieren Sie die Meldungen von mobilbranche.de ganz bequem per E-Mail. Unser Newsletter erscheint täglich um 13 Uhr und ist kostenlos.

Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbestimmungen.

Facebook Kommentare:

Kommentare