Neue Telefon-App: Facebook baut sein Smartphone-Imperium weiter aus.

von Fritz Ramisch am 23.April 2015 in App Business, News, Ökosysteme

Facebook Hello AppBlue Brother: Facebook will sein Smartphone-Imperium weiter ausbauen. Durch geschickte Zukäufe und neue Funktionen weitet das soziale Netzwerk seinen Einfluss und seine mobile Reichweite immer weiter aus. Dabei durchdringt Facebook mittlerweile längst auch Branchen, die mit Kommunikation im eigentlichen Sinne überhaupt nichts mehr zu tun haben. Der Messenger wird beispielsweise zum Überweisungsdienst und zum Ausgangspunkt vieler neuer Services. Mit einer neuen App namens Hello will Facebook sein Nutzerdaten-Netz weiter spinnen. User können sich über die Android-App die Anruferprofile ihrer Facebook-Freunde anzeigen lassen, kostenlos über Voice over IP telefonieren und sogar nach Personen und Orten suchen. Mit der App will Facebook die Telefonfunktion bei Android-Smartphones ersetzen und einen weiteren Teil der Kommunikation unter seine Fittiche bringen. Facebook-„Freunde“, mit denen man lieber nicht quatschen will, können über die vorerst nur in den USA verfügbare App praktischerweise blockiert werden. Die Telefon-App ist eine Ergänzung zum Facebook Messenger und zeigt den Stellenwert des Chat-Dienstes, der immer mehr zum Herzstück einer Vielzahl von Zusatzdiensten wird. Hello greift aber auch Google an. Denn in der App können auch die Profile von kleinen Unternehmen und Restaurants samt Kontaktdaten und Öffnungszeiten angezeigt und gespeichert werden.

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Quartalszahlen: Wachstum kostet.

Facebook wächst kräftig weiter, muss aber mit Gewinneinbußen und niedrigeren Margen leben. Durch Übernahmen von Oculus, WhatsApp und dem Video-Werbespezialisten LiveRail hat sich die Mitarbeiterzahl binnen eines Jahres fast verdoppelt – und damit auch die Kosten. Mark Zuckerberg vermeldet für das erste Quartal ein Umsatzwachstum von 40 Prozent auf 3,54 Mrd Dollar. Der Betriebsgewinn fällt aufgrund steigender Kosten aber von 1,08 Mrd auf 933 Mio Dollar. Besonders vielversprechend entwickelt sich das mobile Werbegeschäft. Das macht mittlerweile 73 Prozent der gesamten Werbeeinnahmen aus. Insgesamt schart Facebook mittlerweile 1,44 Mrd Nutzer um sich. 1,25 Mrd Nutzer davon loggen sich überwiegend mobil ein. Facebook hat durch Übernahmen, etwa durch Instagram und WhatsApp, ein Smartphone-Imperium aufgebaut, an dem kaum ein Smartphone-Nutzer mehr vorbeikommt. Ein Internet im Internet befürchten Kritiker wie Ex-Pirat Christopher Lauer. Facebook müsse deshalb mehr in den Fokus der öffentlichen und politischen Debatte rücken. Die sei bislang vor allem auf Google konzentriert, so Lauer in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
spiegel.de, investors.fc.com, businessinsider.com, „FAS“, S. 41


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