Otto Group will Yapital zukunftsfähig machen.

von Florian Treiß am 24.März 2015 in Mobile Payment, News

Yapital GmbH  - Martin ZanderDie letzten Tage sind offenbar doch noch nicht gezählt: Die Otto Group will ihren einstigen Hoffnungsträger Yapital „zukunftsfähig“ machen. Das geht aus einem Kommentar von Martin Zander, Senior Vice President PR & Communications bei Yapital, zu unserem Beitrag „Yapital – die letzten Tage sind gezählt“ hervor. So habe sich Yapital „angesichts der politisch sehr instabilen Situation in der Ukraine entschieden, Kapazitäten zu verlagern“, was den Standort Kiew betrifft. Zudem habe sich das Unternehmen „von einzelnen Mitarbeitern getrennt – aus unterschiedlichen Gründen“. Doch „Konsolidierungsphasen sind gerade bei schnell wachsenden Start-Ups nicht nur nicht ungewöhnlich, sondern durchaus wichtig“, so Martin Zander. Die Mitarbeiterzahl liege aktuell bei 120 und das Unternehmen stelle weiterhin ein, auch im Top-Management. Auch die Nutzerzahlen von Yapital würden „weit über“ den von mobilbranche.de genannten 10.000 Personen liegen, wenngleich Yapital grundsätzlich keine konkreten Nutzerzahlen kommuniziere. Die Otto Group führe Gespräche mit potenziellen Investoren, um „Yapital zukunftsfähig zu machen“. Das Unternehmen sei „schon jetzt ein attraktiver Partner für viele Handelsunternehmen, die Chance, sich dauerhaft am Markt zu behaupten, also durchaus gut. Ein Partner, der nicht zuletzt Endkundenreichweite mitbringt, kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.“

Der ganze Kommentar von Martin Zander, Senior Vice President PR & Communications bei Yapital, im Wortlaut:

Lieber Maik Klotz,

schön geschrieben und gut gebrüllt, Löwe. Allein, leider stimmen Fakten schlicht nicht.

So liegt beispielsweise die Mitarbeiterzahl bei Yapital aktuell bei über 120. In der Tat haben wir uns angesichts der politisch sehr instabilen Situation in der Ukraine entschieden, Kapazitäten zu verlagern. Und, ja, wir haben uns auch von einzelnen Mitarbeitern getrennt – aus unterschiedlichen Gründen. Konsolidierungsphasen sind gerade bei schnell wachsenden Start-Ups nicht nur nicht ungewöhnlich, sondern durchaus wichtig. Gleichzeitig stellen wir jedoch weiterhin neue Kolleginnen und Kollegen ein, auch im Top-Management.

Richtig ist, dass wir vorläufig auf die Ausgabe der Yapital MasterCard verzichten. Dies hat jedoch den Grund, dass wir einen technischen Dienstleister austauschen und diese Übergangsphase nutzen, um Wünsche und Anregungen unserer Nutzer auszuwerten und künftig ein noch besseres Angebot machen zu können. Die Betonung liegt hier auf dem Wort „vorläufig“.

Nutzerzahlen kommunizieren wir grundsätzlich nicht. Nur so viel: Die von Ihnen angegebenen Zahlen liegen weit unter den tatsächlichen.

Es stimmt, dass die Otto Group Gespräche mit potenziellen Investoren führt. Dabei geht es vorrangig darum, Yapital zukunftsfähig zu machen. Yapital ist schon jetzt ein attraktiver Partner für viele Handelsunternehmen, die Chance, sich dauerhaft am Markt zu behaupten, also durchaus gut. Ein Partner, der nicht zuletzt Endkundenreichweite mitbringt, kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Ich wundere mich im Übrigen darüber, dass Sie Informationen von „Insidern“ wiedergeben, uns aber vor Veröffentlichung nicht einmal die Chance geben, Ihre Spekulationen zu kommentieren.

Ich würde mich deshalb freuen, wenn Sie uns vor ihrem nächsten Beitrag zu Yapital die Möglichkeit einer Stellungnahme einräumen. Ich darf Ihnen versichern, dass wir dort, wo es uns möglich ist, offen kommunizieren und dies vom Start weg so gehalten haben. Das werden Ihnen Fachkolleginen und –kollegen sicher bestätigen können.

Martin Zander

 

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