Mobile Payment: Google testet mysteriösen Bezahldienst Plaso.

von Fritz Ramisch am 12.Februar 2015 in News, Ökosysteme

Google WalletZahlen mit dem guten Namen: Dass Google Bezahldiensten wie Apple Pay nicht konkurrenzlos das Feld überlassen wird, war klar. Wie genau der US-Konzern das anstellen will, dagegen weniger. Nun ist die Katze wohl aus dem Sack. Medienberichten zufolge hat Google offenbar still und heimlich eine Bezahllösung entwickelt, die sich von Google Wallet unterscheidet und zur kontaktlosen Bezahlung am Point of Sale gedacht ist. Der Bezahldienst namens Plaso wird in den USA bereits bei den Restaurantketten Papa Johns und Panera Bread getestet. Die Funktionsweise des Dienstes ist laut den Berichten relativ simpel und erinnert etwas an die mittlerweile eingestampfte Square Wallet: Nutzer, die die entsprechende Android-App auf ihrem Smartphone installiert haben und sich bei dem Bezahldienst registriert haben, werden beim Betreten des Ladens oder Restaurants vom Kassensystem oder dem Smartphone des Kassenpersonals erkannt und das Kundenprofil angezeigt. Um an der Kasse zu bestellen, genügt es angeblich dem Kassenpersonal die eigenen Initialen mitzuteilen. Die Bedienung kann dann über das eigene Smartphone mit Hilfe des App-basierten Kassen- oder Kundenmanagementsystems den Besteller auswählen. Kunden erhalten anschließend eine Mitteilung über die eigene App und müssen die Bestellung bzw. die Bezahlung noch autorisieren. Die Verbindung zwischen Smartphone und Kasse wird offenbar via NFC hergestellt. Ob und welche Sicherheitsmaßnahmen dahinter stecken, ist noch unklar. Momentan wird das Bezahlsystem offenbar ausschließlich von Google-Mitarbeitern in den USA genutzt. Ähnliche Bezahlsysteme testet auch PayPal schon.

Google hat das mobile Zahlungsgeschäft längst noch nicht abgeschrieben. Der US-Suchmaschinengigant hat seinen Bezahldienst Google Wallet mit seinem E-Mailservice verknüpft und bietet kostenlose Direktüberweisungen über Gmail an. Die Sender müssen ihre Bankdaten im eigenen Google-Account hinterlegen. Die Empfänger benötigen nicht einmal eine Gmail-Adresse. Der Dienst, der bislang offiziell nur in den USA verfügbar war, ist seit Kurzem auch in Großbritannien nutzbar.
theinformation.com, googlewatchblog.de, businessinsider.com


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