Mobile-Payment-Anbieter iZettle bringt kostenlosen Kartenleser auf den Markt.

von Fritz Ramisch am 17.Februar 2015 in News, Ökosysteme

IZettle startet kostenlosen Kartenleser LiteFür umme: Der Bezahlabwickler iZettle will mit einem kostenlosen Chip- und PIN-Kartenleser den Wettbewerb um die kontaktlose Bezahlung am POS für sich entscheiden. Zu verschenken hat aber auch iZettle nichts. Ziel der Offensive ist es, die Reichweite für seinen Bezahldienst möglichst schnell zu erhöhen und langfristig an den Transaktionsgebühren zu verdienen. 2014 wurden eigenen Angaben zufolge Transaktionen im Wert von 2 Mrd Dollar abgewickelt. Im Hinblick auf die Zahl der Märkte, auf denen iZettle aktiv ist, ist das ausbaufähig. Zusätzlich zu den Pro-Lesegeräte für 79 Euro, bringt der schwedische Mobile-Payment-Anbieter nun einen abgespeckten Kartenleser für umme auf den Markt, die sich besonders an kleine Händler mit wenigen Kartenzahlungen richtet. Händler können die Chip- und PIN-Leser an ihr Smartphone oder Tablet anschließen und dann Kartenzahlungen aller gängigen Kartentypen annehmen. Ab sofort müssen kleine Händler und Firmen in Europa, darunter auch in Deutschland, nichts mehr für die Hardware zahlen. Frei nach dem Motto von Amazon-Chef Jeff Bezos, der einmal sagte „Wir wollen Geld verdienen, wenn die Leute unsere Geräte nutzen, nicht wenn sie unsere Geräte kaufen“, will iZettle mit der neuen Ausrichtung die Konkurrenz ausstechen. Ein finanzielles Polster hat iZettle: Im Mai vergangenen Jahres sammelte der schwedische Mobile-Payment-Anbieter 40 Mio Euro von Investoren um die Londoner Wachstumskapitalgeber Zouk Capital, Dawn Capital, Intel Capital sowie von einigen Altinvestoren ein. Doch die vergangenen Monate haben gezeigt, dass die Wettbewerber um Payleven und SumUp flexibel sind und Reichweite und Wachstum über kurzfristige Erfolge gehen. Bestes Beispiel war die Anpassung der Transaktionsgebühr für EC-Kartenzahlungen von 2,5 Prozent auf nun nur noch 0,95 Prozent. Die Hardware für umme auszugeben, ist laut iZettle-CEO „eine der offensivsten Entscheidungen, die iZettle jemals getroffen hat“. Die bislang einzige verbliebene Einstiegsbarriere für Händler dürfte damit wohl endgültig eingerissen worden sein.


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