Comdirect startet eigene Finanz-App und setzt dabei auf das FinTech-Startup lendstar.

von Fritz Ramisch am 17.Februar 2015 in App Business, Mobile Payment, News

Lendstar_comdirect_P2P Finanzapp_3Comdirect startet eine eigene Finanz-App: Gemeinsam mit dem Münchner Startup Lendstar hat die Comdirect Bank eine eigene Finanz-App entwickelt, die im Rahmen der nächste Woche stattfindenden Social Media Week vorgestellt werden soll. Über die App sollen Nutzer untereinander Geld versenden, leihen oder Beträge untereinander aufteilen können. Die App basiert auf der App von Lendstar und wird die gleichen Funktionen haben. Über die „Geld senden“-Funktion können Nutzer beispielsweise in wenigen Schritten direkt Geld an andere Nutzer versenden, ohne vorher eine Anfrage oder Gruppe zu erstellen. Dazu müssen sie schlicht den entsprechenden Kontakt auswählen, den Betrag eingeben und das Geld senden. Das funktioniert dann über die direkte Verbindung zum Girokonto (Lendstar EasyPay). Comdirect-Manager Sven Deglow kündigt ein „in Sachen P2P extrem smartes Angebot, das jeder nutzen kann“ an. Die Zusammenarbeit mit FinTech-Unternehmen könnte Schule machen. Denn oft sind die Strukturen innerhalb der Banken zu starr, um innerhalb kürzester Zeit innovative Digitallösungen auf den Markt zu werfen. Wie Startups Banken das Geschäft madig machen, hat Maik Klotz kürzlich ausführlich und lesenswert beschrieben. Lendstar ist mit einer Überweisungs-App gestartet, mit der Nutzer kleinere Geldbeträge im engsten Freundeskreis hin- und herschicken können und so kleine Schulden unter Freunden begleichen können. Seit April letzten Jahres können User der Lendstar-App nicht nur Geld leihen und verleihen, sondern auch von mehreren Freunden sammeln, vorstrecken und aufteilen. Auch einige Social-Media-Features wie Kommentieren, Fotos hochladen und chatten sind seitdem verfügbar.

Peer-2-Peer-Markt in Deutschland ist umkämpft.

In Deutschland werden jährlich über 6 Milliarden Überweisungen ausgeführt. Während man sich oft nicht mal selbst die eigene Bankverbindung bestehend aus IBAN und BIC merken kann, werden E-Mail Adresse oder Handynummer zur echten Alternative – auch oder vor allem bei Überweisungen innerhalb des eigenen Freundeskreises. Um also schnell Geld zwischen Freunden zu versenden, ist die Überweisung mit Abstand die aufwändigste und komplizierteste Möglichkeit. Dieses Problem wollen auf den Peer-to-Peer-Geldtransfer (P2P) spezialisierte Unternehmen lösen. In diesem Umfeld tummeln sich Unternehmen wie Avuba, Cringle, Lendstar oder Payfriendz. Das Ziel: Überweisungen sollen so einfach wie das Verschicken einer SMS werden. Auch für Unternehmen wie Google, Facebook oder PayPal ist P2P-Payment ein spannendes Thema, denn Transaktionsdaten sind eine weitere Datenquelle und geben nicht nur Einsicht in das Einkaufs- und Nutzungsverhalten der Anwender, sondern können auch Rückschlüsse über die Kaufkraft oder persönlichen Interessen geben, wie Maik Klotz kürzlich lesenswert zusammengefasst hat.

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