Chat-App für ICEs: Springer macht die Bahn zum Chat.

von Fritz Ramisch am 13.Februar 2015 in App Business, News

Lokin-AppDie Bahn als Flirt-Treffpunkt? Axel Springer hat wohl genau das im Sinn. Mit Lokin hat die App-Agentur Appsfactory für Springer eine App entwickelt, mit der Bahnreisende während der Fahrt mit IC- oder ICE-Zügen andere Reisende kennenlernen und mit ihnen chatten können. Die App nutzt Züge als einzelne Chatrooms. Bahnfahrer können beispielsweise schon von zuhause „appchecken“, wer da während der Zugfahrt neben einem sitzt oder sich mit interessanten Personen im Zug verabreden. Über private Chats kann man sich beispielsweise auf einen Kaffee im Bordbistro verabreden oder sich ein Ladekabel ausleihen, so die romantische Vorstellung der Macher. Die App liefert auch Echtzeitinfos zum Streckenverlauf und zu Einkaufsmöglichkeiten mit Öffnungszeiten und Lage am Start- und Zielbahnhof. Nachrichten von der Springer-eigenen „Welt“ werden zweitverwertet und über die kostenlos für iOS– und Android verfügbare App ausgeliefert. Das Ganze ist verpackt in einer Art Stream, in der Chatnachrichten, News und Shopping-Hinweise entlang einer virtuellen Bahnstrecke mit den entsprechenden Stationen zusammenlaufen. Um die Lokin-App benutzen zu können, benötigt man Internet. Und da könnte auch der Haken bei dem ganz Spaß sein. Zwar wurde bei der Konzeption der App Wert darauf gelegt, dass die Funktionalitäten auch bei langsamer Internetverbindung gewährleistet sind, wie uns Appsfactory versichert. Doch das oft quälend langsame Internet auf einigen ICE-Strecken hat schon so manchem Bahnfahrer einen Strich durch die Rechnung gemacht. So könnte die Chatnachricht zur Schneckenpost und der Bahn-Flirt zur (digitalen) Brieffreundschaft werden.

Eine ähnliche App haben die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) 2014 nach zweijährigem Betrieb wegen mangelnder Nutzung wieder eingestampft. Die im Dezember 2012 lancierte App SBB.Connect richtete sich an Pendler, die sich unterwegs mit Freunden oder Mitreisenden kommunizieren oder treffen wollten. „Die App wurde zwar 60.000-mal heruntergeladen, aber die Nutzerzahlen stagnierten, die App hob einfach nicht ab“, erklärte Mediensprecher Christian Ginsig das Ende der App.
lokin-app.com

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