Apple ist vom iPhone abhängig, iWatch kommt erst im April.

von Fritz Ramisch am 28.Januar 2015 in App Business, News, Ökosysteme

Das Moscone Center ist in dieser Woche Zentrum der Apple-Welt.

Läuft: Der iPhone-Bauer mag weniger Innovationskraft als früher haben – doch wen juckt das, wenn die Zahlen stimmen? Apple setzt im abgelaufenen Quartal 74,6 Mrd Dollar (+30 Prozent gegenüber dem Vorjahr) um: soviel wie kein Unternehmen zuvor. Unterm Strich bleibt ein Gewinn von 18 Mrd Dollar hängen. Das bisher stärkste Quartal der Firmengeschichte hat Apple vor allem seinen iPhone-Verkäufen zu verdanken. 74,5 Mio gingen über die Ladentische. Wachstumsmarkt ist vor allem Asien – von wegen der asiatische Markt lasse sich nur mit Billig-Handys erobern. Mittlerweile ist Apple laut Marktforscher Canalys auch im Reich der Mitte die Nummer eins – vor Samsung, das kontinuierlich Marktanteile verliert. Der Konzern aus Cupertino erwartet auch für das aktuelle Quartal wieder eine Umsatzsteigerung, diesmal von 52 auf 55 Mrd Dollar.

iPhone macht 68 Prozent der Umsatzerlöse aus

Doch die Abhängigkeit vom iPhone ist groß: iPhone-Erlöse machen 68 Prozent des Umsatzes aus. Die Hoffnung ruht nun vor allem auf den Nutzern des alten iPhone 5, deren Mobilfunkverträge bald auslaufen. Und auf der iWatch. Bis zu 100 Mio Smartwatches könnte Apple dieses Jahr absetzen, schätzen Analysten. Doch die iWatch lässt noch auf sich warten. Sie kommt nun doch erst im April. Da wären noch die App-Erlöse. Im gesamten vergangenen Jahr hat Apple 15 Mrd Dollar mit Apps umgesetzt – rund 10 Mrd Dollar davon wurden allerdings an App-Entwickler ausgeschüttet, wie wir berichtet haben. Mittlerweile gibt es dem Analyseunternehmen appfigures zufolge 1,21 Mio Mini-Programme im App Store. Die Zahl der Entwickler liegt bei 288.000 und das, obwohl 50 Prozent der Entwickler mit ihren Apps weniger als 500 Dollar pro Monat verdienen.

iPad-Verkäufe rückläufig 

Die iPad-Verkäufe sind dagegen von 26 Mio im Vorjahresquartal auf rund 21 Mio Stück gesunken. Dabei hat Apple erst im Oktober zwei neue iPads auf den Markt gebracht: das iPad Air 2 und das iPad Mini 3. Das von Marktforschern prognostizierte rückläufige Tablet-Wachstum konnte damit offenkundig nicht aufgehalten werden. Für Mobilfunkanbieter könnte es trotzdem ein richtungsweisender Tag gewesen sein. Denn die neuen iPads werden mit einer umprogrammierbaren Nano-SIM-Karte ausgeliefert, mit der zwischen verschiedenen Anbietern gewechselt werden kann. Die sogenannte Apple SIM soll es zum Beispiel ermöglichen, im Ausland den Anbieter zu wechseln und so Roamingkosten zu sparen. Zunächst sollen Tests mit vier großen Mobilfunkanbietern in den USA und Großbritannien zeigen, wie praktikabel diese Lösung ist. Die neue SIM-Funktion wurde bei der Apple-Präsentation damals weitgehend unter den Tisch gekehrt. Ohnehin schwächt sich das Tablet-Wachstum immer mehr ab. Für Marktforscher hat das Tablet allenfalls im Berufsalltag eine Chance. Für Konsumenten ist das Nutzungsszenario zu eingeschränkt, für die Hersteller der Produktlebenszyklus zu lang.
handelsblatt.com, wsj.comnytimes.com

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