Langer Weg zum Mainstream: Nur 100 Mio Smartwatches bis 2019.

von Fritz Ramisch am 15.Oktober 2014 in News, Wearables

shutterstock_188507768Mühsam ernährt sich der Smartwatch-Hersteller: 100 Mio Smartwatches sollen bis 2019 weltweit über den Ladentisch gehen. Dem Marktforschungsunternehmen Juniper Research zufolge sollen vor allem Google und Apple den Markt pushen. Auch immer bessere Sensoren und Übertragungstechniken sollen den Einsatz von Smartwatches im Alltag verbessern. Vor allem von mobiler Werbung auf Wearables versprechen sich Experten eine Menge. Sie dürfte kontextbezogener und relevanter sein als auf anderen Kanälen. Denn über Smartwatch und Co können mehr Nutzerinformationen als je zuvor gesammelt werden. Doch bislang ist die Smartwatch-Revolution noch nicht beim Endkonsumenten angekommen. Ein Grund für die zurückhaltende Nachfrage nach Smartwatches dürfte der stabile Preis sein. Der soll frühestens 2020 dauerhaft auf durchschnittlich unter 200 Dollar sinken. Doch da die Geräte oft im Bundle verkauft oder als Add-On mit dazu gegeben werden, müssen die Gründe wohl woanders gesucht werden. Mangelnder Mehrwert, Treue zum Smartphone oder einfach ein unterirdisches Design könnten die Zurückhaltung begründen. Zumindest beim Design will Apple punkten. Viele Experten verbinden mit der Apple Watch einen möglichen Gamechanger, der einmal mehr eine Produktkategorie zum Durchbruch verhilft. Doch dieses Mal stehen die Zeichen etwas anders. Apple ist nicht Pionier sondern Nachzügler und will sein Gerät eher als Luxus-Accessoire denn als Gadget vermarkten.

IDC hatte im Frühjahr prognostiziert, dass bis 2018 knapp 112 Mio Einheiten verkauft werden – ein jährliches Wachstum von rund 80 Prozent. Darin eingerechnet waren allerdings auch Fitnessbänder. Doch während immer mehr Unternehmen (u.a. Air Berlin, valuephone) ihre Apps für Smartwatches fit machen, sind die Deutschen – ganz ihrem Naturell – noch skeptisch. Laut einer GfK-Studie würden nur 20 Prozent der Deutschen mit der Uhr zahlen oder sie als Ausweis nutzen. Immerhin 25 Prozent würden Gesundheitsdaten speichern. Chinesen und Amerikaner sind da wesentlich experimentierfreudiger.

Bis Apple seine Apple Watch noch nicht auf dem Markt hat, wird Samsung wohl noch Platzhirsch im Smartwatch-Geschäft bleiben. Laut Strategy Analytics wurden im 1. Quartal 2014 weltweit lediglich 700.000 Smartwatches abgesetzt. Allein 500.000 davon soll Samsung ausgeliefert haben. (Bild: shutterstock.com)
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