News-Dienste entdecken Messenger-Apps als zusätzlichen Content-Kanal.

von Fritz Ramisch am 16.September 2014 in App Business, Mobile Media, News

screenshot_2014-09-08_1427_1 (2)Nachrichtendienste machen mobil: Während die Online-Zugriffe von Desktop-PCs vielerorts stagnieren, steigen die mobilen Zugriffe auf Nachrichten-Inhalte. Neben eigenen News-Apps werden auch Messenger-Apps immer interessanter für Nachrichten-Anbieter. Der Vorteil liegt auf der Hand: Nutzer verbringen dort die meiste Zeit. Nachdem Snapchat erst kürzlich bekannt gegeben hat, einen eigenen Kanal für Nachrichten einzuführen, gehen vor allem die asiatischen Messenger-Dienste längst über die ursprüngliche Chat-Funktion hinaus. Darüber können Nutzer mittlerweile nicht nur einkaufen, Aktien handeln und sich unterhalten, sondern auch Nachrichten konsumieren und teilen. BBC News etwa will Nachrichten künftig in Englisch über die Messenger-App Line verbreiten und damit neue Wege in Sachen Content-Sharing und Curation gehen. Line-Nutzer, die den Account „BBCNews“ als Freund hinzufügen, können künftig BBC-Nachrichten als Text, Video oder Audio erhalten. Pilotprojekte in Indien (WeChat), Südafrika (Mxit) und Nigeria waren erfolgreich verlaufen, sodass der Dienst nun ausgeweitet wird. Neben steigenden mobilen Abrufen birgt diese Form der Bereitstellung vor allem virale Potenziale. Bisher mussten User zum Teilen von Nachrichten Browser-Plugins nutzen oder den Link manuell in den Chat kopieren. „Instant Messenger etablieren sich zunehmend als wichtige und leistbare Social-Media-Plattformen für das mobile Zeitalter“, so James Montgomery, Director Technology und Digital der BBC World Service Group. „Mobile macht inzwischen den Großteil unseres digitalen Traffics aus, deshalb sehen wir hier ein grandioses Potenzial, um die BBC-Nachrichten über diese Apps zugänglich zu machen, Zuschauer zu erreichen und Nachrichten, Bilder und Videos möglichst nahtlos zu streuen. Unser Ziel bleibt es, verlässliche Inhalte an Nutzer in aller Welt zu übermitteln, wo auch immer sie sich befinden und wann sie es wollen.“ Auch der britische Fernsehsender Channel 4 plant eine mobile Offensive. Über WhatsApp und Snapchat sollen vor allem Jugendliche mit Alerts über das Referendum über die mögliche Abspaltung Schottlands von Großbritannien auf dem Laufenden gehalten werden, wie „The Drum“ berichtet.
thedrum.com

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