Iris-Scan statt Passwort: Deutsche befürworten biometrische Daten zur Autorisierung bargeldloser Zahlungen.

von Fritz Ramisch am 18.August 2014 in Mobile Payment, News, Studien

shutterstock_201193475Biometrische Daten als Passwortersatz: 50 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren können sich laut Bitkom vorstellen, bargeldlose Zahlungen via Fingerabdruck oder Iris-Scan zu autorisieren. Das sind mehr als 35 Mio Deutsche. Ein Signal an Mobile-Payment-Anbieter? Hierzulande wird neben umständlicher Handhabung immer wieder der Sicherheitsaspekt kritisiert. „Individuell einzigartige Körpermerkmale werden künftig hohe technische Hürden gegen eventuellen Missbrauch darstellen“, so Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Dabei kann, wer unbedingt will, auch den Fingerabdruck-Mechanismus von Apples iPhone austricksen, wie Hacker des Chaos Computer Clubs bereits im vergangenen Jahr gezeigt haben. 64 Prozent der Befürworter biometrischer Daten würden Zahlungen per Fingerabdruck absichern, 54 Prozent Zahlungen durch den Scan der eigenen Iris autorisieren. Auch das eigene Stimmenprofil (12 Prozent) und die Herzschlagrate (9 Prozent) wären adäquate Mittel zur Autorisierung. Der klare Vorteil: Im Gegensatz zu Passwörtern können biometrische Daten nicht vergessen werden. Offenbar ist das vor allem für ältere Verbraucher ein entscheidender Vorteil. Immerhin 75 Prozent der 50- bis 64-jährigen Befürworter solcher Technologien könnten sich den Einsatz des Fingerprint-Verfahrens vorstellen. Deutsche Mobile-Payment-Anbieter haben die Möglichkeiten offenbar längst erkannt: So testet beispielsweise die Otto-Bezahltochter Yapital die Fingerprint-Technologie bereits als Alternative zur PIN-Eingabe beim mobilen Bezahlen. Der Mobile-Payment-Anbieter will Nutzern testweise den eigenen Fingerabdruck scannen lassen, um mobile Zahlungen zu legitimieren. Es gehe darum herauszufinden, ob neue Technologien die Ansprüche an Benutzbarkeit und Sicherheit erfüllen. „Es muss für den Konsumenten einfach, intuitiv und sicher sein – dann implementieren wir es“, so Yapital-Manager Oliver Kress. (Foto: shutterstock.com)
bitkom.org

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