Interview mit Adello-CEO Mark Forster zur Millionenfinanzierung durch Swisscom.

von Fritz Ramisch am 12.August 2014 in Interviews, Mobile Advertising, News

Forster„Ich kenne keinen anderen Markt, der sich so vorteilhaft entwickelt“, sagt Adello-CEO Mark Forster im Interview. Gemeint ist der mobile Werbemarkt in der D-A-CH-Region. Doch während in den USA und Großbritannien die mobilen Werbeausgaben spätestens im nächsten Jahr Print-Werbung überflügeln sollen, steigen die Werbespendings hierzulande nur langsam. Dass der Markt aber in Bewegung ist, zeigen Übernahmen und Investments, wie das von Swisscom heute. Der ohnehin rührige Schweizer Mobilfunker hat 2 Mio Dollar in den ebenfalls aus der Schweiz stammenden mobilen Werbevermarkter Adello investiert. Mit der Kapitalspritze will Adello wachsen, so Forster. Mobilfunker sind auch in Deutschland in Sachen mobiler Werbeausgaben immer vorn mit dabei. Für Forster kein Zufall, „da sie Mobile profund verstehen.“

mobilbranche.de: Was genau beinhaltet der Deal mit Swisscom?

Mark Forster: In dieser A-Runde hat Swisscom zusammen mit dem Management 2 Mio Dollar investiert. Das Investment ist ein Vertrauensbeweis der Swisscom, welche langjähriger Kunde der Adello Gruppe ist.

mobilbranche.de: Während viele Werbetreibende in D,A,CH noch zögerlich in Bezug auf die Erhöhung der mobilen Werbeausgaben agieren, sind Telekommunikationsfirmen bei den Werbespendings seit 2012 immer vorn mit dabei. Warum ist das Ihrer Meinung nach so?

Mark Forster: Swisscom wie auch diverse andere Telekommunikations-Unternehmen zählen seit geraumer Zeit zu unseren Kunden. Da sie Mobile profund verstehen, war es nur konsequent, dass sie früh Kunden von uns wurden. Wir sehen nun, dass alle anderen Industrien sehr rasch aufholen.

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mobilbranche.de: Wie kann Adello von Swisscom und umgekehrt Swisscom von Adello profitieren?

Mark Forster: Adello bleibt unabhängig. Unsere Zusammenarbeit mit Kunden soll gegenseitig befruchten, deshalb sind wir mit allen eng im Kontakt. Unsere Innovationen der letzten Jahre wie unser Smart-Cube oder das Dashboard entstanden auf Basis von Feedbacks von Kunden wie Swisscom. Als Investor partizipiert Swisscom am Erfolg der Adello, welche in einem Wachstumsmarkt gut aufgestellt ist.

mobilbranche.de: Im Vergleich zu den USA und Großbritannien, wo der mobile Werbeumsatz den Printwerbeumsatz dieses bzw. nächstes Jahr bereits überflügelt, steckt mobile Werbung hierzulande noch weitestgehend in den Kinderschuhen. Vor allem US-Player wie Facebook, Twitter und Co profitieren derzeit vom mobilen Boom. Wie können Vermarkter aus der D,A,CH-Region von diesem Boom profitieren?

Mark Forster: Wenn wir uns die Anteile am Gesamtmedienbudget anschauen, steckt Mobile Advertising weltweit immer noch in den Kinderschuhen. Dies gilt auch für uns mit Niederlassungen in DACH, wie auch Asien und USA. Ich würde zustimmen, dass in DACH eher konservativ mit Werbegeldern umgegangen wird. Das Bedürfnis nach sichtbar besserer Werbung besteht allerdings auch hier. Sobald die Resultate stimmen, ist aber auch hier die Bereitschaft gross, Budgets entsprechend zu sprechen. Das ist das, was wir derzeit sehen. Unsere grösste Sorge ist es deshalb derzeit, die hohe Nachfrage zeitnah bedienen zu können. Wir müssen deshalb wachsen.

mobilbranche.de: LTE und automatisierte Mobilwerbung gelten vielen als Wachstumstreiber mobiler Werbung. Zu Recht?

Mark Forster: Absolut. Und dazu gibt es gute Gründe. Erstens verbringen wir alle mehr Zeit mit mobilen Geräten. In 2014 bereits 3.5 Stunden pro Tag, also mittlerweile mehr als z.B. mit TV. Schnellere Datenübertragung mit 4G und LTE, wie auch leistungsfähige Geräte mit attraktiven Bildschirmen waren hier sicher Wachstumstreiber. Zudem erlaubt die Automatisierung der Werbeaussteuerung bislang unerreichte Präzision in der Zielgruppenansprache. Damit wird Werbung relevanter und weniger störend. In der Summe führt dies zu besseren Resultaten und der Erreichung von mehr und mehr Menschen. Ich kenne keinen anderen Markt, der sich so vorteilhaft entwickelt.

mobilbranche.de: Vielen Dank für das Interview.

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