YOC verkauft Affiliate-Tochter belboon.

von Fritz Ramisch am 09.Juli 2014 in Mobile Advertising, News

yoc belboonBallast abwerfen: Der finanziell angeschlagene Berliner Mobile-Advertising-Spezialist YOC verabschiedet sich aus dem Affiliate-Geschäft. Durch den Verkauf der Affiliate-Tochter belboon an die Münchner Beteiligingsgesellschaft Arcus Capital soll die Sanierung und Neuausrichtung des Unternehmens weiter vorangetrieben werden. Der Fokus soll zukünftig verstärkt auf den Bereichen Programmatic Advertising und Audience Targeting liegen. „Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft Mobile Advertising – und zwar vor allem auf den Ausbau von Technologien für den datenbasierten, automatisierten Echtzeithandel. Die Veräußerungserlöse fließen direkt in die Entwicklung unserer neuen Produkte für Programmatic Mobile Advertising. Dies ist ein bedeutender Schritt für Wachstum und für die Positionierung von YOC in der digitalen Werbelandschaft – nicht nur in Deutschland, sondern europaweit“, kommentiert YOC-Vorstand Dirk Kraus. Die Gremien der beteiligten Unternehmen haben den Verkauf, über dessen Preis beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart haben, bereits durchgewunken. Das Affiliate-Netzwerk bietet Publishern digitales Multi-Channel-Marketing über Gutschein-Codes, Preisvergleiche, Performance Display Advertising, Re-Targeting, Suchmaschinen-Marketing (SEM/SEA), Email-Marketing, Mobile Portale, Mobile Apps uvm. Zuletzt hatte belboon sein Portfolio u.a. um ein Mobile-Download-Tracking erweitert. Darüber können u.a. App-Downloads verfolgt werden.

Der Verkaufserlös soll sich positiv auf das Jahresergebnis der YOC Gruppe auswirken – und angeblich mit einem Plus von rund 3,2 Mio Euro zu Buche schlagen. Das ist auch nötig. Der angeschlagene Mobile-Advertising-Spezialist YOC versucht mit allen Mitteln wieder auf Kurs zu kommen. Im abgelaufenen Quartal hat das Berliner Unternehmen 22 Prozent weniger Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr, konnte aber auch den Verlust von 1,6 Mio Euro im 1. Quartal 2013 auf 0,2 Mio Euro verringern. Von endgültiger Rettung kann trotz eines Gesellschafter-Darlehens im Millionenhöhe aber nicht die Rede sein. So hieß es im Quartalsbericht: “Aufgrund der weiterhin angespannten Liquiditätssituation ist der Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Der Fortbestand hängt zum einen vom Erfolg weiterer Finanzierungsmaßnahmen sowie zum anderen von der Realisierbarkeit der weiteren Geschäftsentwicklung ab. Derzeit werden diverse Möglichkeiten sowohl der Fremd- als auch der Eigenfinanzierung zur Deckung des kurz- bis mittelfristigen Finanzierungsbedarfs in Betracht gezogen.“ Eine Maßnahme wurde durch den Verkauf von belboon jetzt offenbar gezogen. Für das zweite Quartal rechnet YOC mit “Umsätzen auf Vorjahresniveau”. Vor allem in Sachen Personal wurde zuletzt kräftig gespart. So sank die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr von 103 auf 87. Die Personalkosten verringerten sich von 2,1 Mio auf 1,4 Mio Euro. Der Sparkurs soll sich bereits im 2. Quartal durch einen “deutlich verringerten operativen Verlust gegenüber dem Vorjahr” bemerkbar machen. Durch einen Forderungsverzicht über 250.000 Euro mit dem Großteil seiner Gläubiger hatte sich der angeschlagene Mobile-Advertising-Spezialist im Februar mit Ausnahme der im Januar 2014 aufgenommenen Gesellschafterdarlehen, schuldenfrei gemacht. Anlass zum Optimismus gab auch die im April bekanntgegebene Eröffnung eines neuen Standorts in Düsseldorf. Unter Leitung von Yasmin Kaya soll von der Rheinmetropole aus das Kundenportfolio ausgebaut werden.
finanznachrichten.de

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