CardSpring-Übernahme: Twitter will In-Tweet-Commerce vorantreiben.

von Fritz Ramisch am 18.Juli 2014 in Mobile Commerce, Mobile Payment, News

Bildschirmfoto 2014-07-18 um 13.06.29Goldgräber-Stimmung: Twitter übernimmt CardSpring und will damit den In-Tweet-Commerce vorantreiben. Das US-Unternehmen CardSpring hat eine Technologie entwickelt, die es Entwicklern ermöglicht Kreditkartenzahlungen bei In-App-Käufen anzunehmen und digitale Coupons oder beispielsweise Kundenbindungsprogramme zu integrieren. Dadurch könnten In-Tweet-Käufe erleichtert und Twitter unabhängiger von den mäßigen Werbeeinnahmen werden. Ob und wie Twitter die Technologie in seine Anzeigen einbaut, verrät der Kurznachrichtendienst ebenso wenig, wie den Kaufpreis. Klar dürfte aber sein, dass Twitter ähnlich wie Facebook auf Werbung setzt, die den Direktkauf mitten im Newsstream ermöglicht. Einen „Buy“-Button testet Twitter schon seit Anfang Juli. Auch die Verknüpfung von Hashtags und E-Commerce-Angeboten wird schon seit Längerem getestet. So können Nutzer, die ihr Kreditkartenkonto mit Twitter verknüpft haben, einen speziellen Hashtag verwenden, um Produkte per Tweet zu ordern. Auch Facebook hat damit begonnen, ein neues Werbeformat zu testen, das mit einem “Buy”-Button versehen ist und den direkten Kauf von Produkten über die Anzeige im Newsfeed ermöglicht. Dass Twitter vor allem in Sachen mobiler Werbung und Mobile Commerce großes Potenzial sieht, hat das Unternehmen durch die Übernahmen des mobilen Werbenetzwerks MoPub oder die des App-Retargeting-Startups TapCommerce unter Beweis gestellt. Seit April testet Twitter ein neues mobiles Anzeigenprodukt, mit dessen Hilfe Entwickler ihre App-Downloads ankurbeln können. Neue Erlösquellen sind auch bitter nötig, denn anders als Facebook kann der Kurznachrichtendienst steigende Nutzerzahlen noch nicht in zählbare Gewinne ummünzen. Im 1. Quartal konnte Twitter seine Nutzerschaft zwar um 14 Mio auf insgesamt 255 Mio steigern, doch die Aktivität der User ist rückläufig. Immerhin 78 Prozent der Nutzer greifen am häufigsten mobil auf Twitter zu. Bei einem Umsatz von 250 Mio Dollar standen unterm Strich 132 Mio Dollar Verlust – der Großteil sind Altlasten aus dem letztjährigen Börsengang.
venturebeat.comnzz.ch

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