Smartphone mit Tizen vorgestellt: Samsung will sich von Google emanzipieren und Apple nacheifern.

von Fritz Ramisch am 02.Juni 2014 in App Business, Geräte, News, Ökosysteme

Samsung-TizenUnabhängigkeit oder Verderben: Mit dem eigenen Betriebssystem Tizen will Samsung sich von Google emanzipieren und Apple nacheifern. Am Ende soll ein ineinander stimmiges Samsung-Ökosystem à la Apple entstehen, hofft Samsung. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Seit Jahren tüftelt der südkoreanische Smartphone-Konzern an der quelloffenen Android-Alternative. Immer wieder wurde der Start verschoben. Heute hat Samsung das erste kommerzielle Smartphone mit Tizen vorgestellt. Das Samsung Z soll im dritten Quartal – zunächst aber nur in dem wenig repräsentativen Testmarkt Russland – auf den Markt kommen und eine neue Ära begründen. Samsung will seine Marktmacht versilbern, muss aber behutsam vorgehen. Zwar wird fast jedes Dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung produziert, doch der Erfolg eines neuen Betriebssystems ist von vielen Faktoren abhängig. An erster Stelle steht aus Anwendersicht natürlich die Verfügbarkeit von Apps. Allein deshalb sieht Google der Entwicklung noch gelassen entgegen. „Wir sind zwei große Unternehmen, die bei hunderten Projekten eng zusammenarbeiten. Und hier geht es nur um ein Gerät“, sagte Android-Chef Sundar Pichai nach der Veröffentlichung der Samsung Smartwatch im Februar. Die läuft bereits auf Basis des neuen Betriebssystems. Während sich Samsung mit Tizen abmüht, will Google den nächsten Schritt zur Verbreitung seines Betriebssystems machen. Medienberichten zufolge steht die Veröffentlichung von Android TV kurz bevor. Laut Gigaom will Google nach dem Scheitern von Google TV, mit Android TV erneut eine Plattform für TV-Geräte und Set-Top-Boxen vorstellen. Android TV könnte bereits im Juni auf der Entwicklerkonferenz Google I/O der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der Ansatz soll dieses Mal ein anderer sein: Zunächst sollen vor allem Medienangebote wie Netflix und Android-basierte Games über die Plattform angeboten werden. Steckenpferd soll das radikal vereinfachte Bedienkonzept Pano sein.
handelsblatt.com, gigaom.com, zdnet.de

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