Infografik: 10 Jahre Mobile Malware – die Anatomie eines gehacketen Handys.

von Fritz Ramisch am 05.Juni 2014 in Infografiken

Anlässlich eines unrühmlichen Jubiläums – nämlich 10 Jahre Mobile Malware – hat der Sicherheits-Anbieter Sophos eine interessante Wissenssammlung zu diesem Thema veröffentlicht. Schädlinge wie Viren, Würmer und Trojaner bedrohen längst auch mobile Geräte. Privat-Anwender und Unternehmen sind davon gleichermaßen betroffen. Sophos hat daher die Geschichte mobiler Malware einmal nachgezeichnet. Alles begann demnach 2004, als sich der Wurm Cabir über Bluetooth auf die Handys mit dem damals noch weit verbreiteten Nokia-Betriebssysteme Symbian schlich.

 

10 Jahre Malware auf Mobilgeräten

sophos.com

Im Jahr 2010 wurde Malware deutlich frecher: Malware-Forscher haben zahllose Wallpaper-Apps identifiziert, die auf den Smartphones ihr Unwesen trieben und sich nicht im mindesten an ihre originäre Bestimmung hielten. Path und Hipster stahlen die Kontaktlisten, Flashlight verkaufte den Aufenthaltsort an Werbungtreibende und Snapchat sah die Genehmigung zur Nutzung der Telefonnummer als Einladung, gleich alle Nummern aus dem Telefonbuch an sich zu nehmen.

Während seit 2011 Schadsoftware wie DroidDream, KongFu oder MasterKey häufig über Spiele aus dem GooglePlay Store eingeschleust werden und auf verschiedene Weise stören, stehlen und betrügen, sind die aktuellsten  Schadsoftwarearten sind noch perfider: Koler, verriegelt das Endgerät und verlangt ein Lösegeld in Höhe von 300 US-Dollar. DownAPK ist eine Windows-basierte Malware, die gefälschte Banking-Apps installiert und Zugangsdaten abgreift.

Durch den BYOD-Trend (Bring your own Device) ist Schadsoftware durch die Zunahme von dienstlich genutzten Privathandys für Unternehmen besonders gefährlich. Viele Unternehmen nutzen noch keine Enterprise-Mobility-Lösung zur sicheren Verwaltung dieser Geräte. Sophos will mit einem Zehn-Punkte-Katalog Abhilfe schaffen:

Mobile Malware: 10 Tips for Prevention from Sophos

Welche Daten Hacker auf einem Android-Smartphone abgreifen können hat Sophos in einer weiteren Infografik veranschaulicht.compromising your Android. Von gestohlenen Kontaktlisten, Passwörter, Bank-Daten, über verteuerte Premium-SMS bis hin zu Umfunktionierung des eigenen Smartphones zur Viren-Schleuder – die Palette ist riesig.

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