BlackBerry schließt App-Allianz mit Amazon.

von Fritz Ramisch am 19.Juni 2014 in App Business, Mobile Media, News, Ökosysteme

Bildschirmfoto 2014-06-19 um 13.01.32Letzter Strohhalm: Blackberry schmiedet App-Allianz mit Amazon. Der angeschlagene will seinen Kunden mit der nächsten Version seines mobilen Betriebssystems direkten Zugriff auf Amazons App-Store mit über 240.000 Apps geben. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. BlackBerry will damit dem geringen Interesse von Entwicklern an BlackBerry 10 entgegensteuern und sein mageres App-Angebot aufbessern. Bereits zu Beginn des Jahres hat sich Blackberry der Android-Plattform deutlich angenähert. Seit Januar können Nutzer Android-Apps auf ihren Geräten nutzen. Möglich macht das eine zusätzliche Android-Umgebung innerhalb des Blackberry-Betriebssystems. Mit der neuen Version BlackBerry 10.3 will der Smartphone-Bauer Nutzern direkten Zugriff auf Amazons Appstore ermöglichen. Entwickler und Publisher sollen zukünftig Zugriff auf Amazons Promotion-Tools erhalten. Blackberry will sich weiter verstärkt der Entwicklung von Business-Anwendungen widmen. Zu diesem Zweck will der Smartphone-Pionier ein neues Entreprise Application Partnerprogramm mit dem Ziel starten, das Angebot von Produktivitäts- und Business-Apps zu erhöhen.

Laut Marc-Oliver Schaake (per Facebook), geschäftsführender Gesellschafter  bei cpmo Agentur für Informationsdesign, ist es bereits seit der Version 10.2.1 möglich Android-Applikationen direkt zu installieren“. Schaake zufolge stand Amazons Appstore „allen BlackBerry 10 Benutzern seit Januar zur Verfügung. Genau wie andere Stores (bspw. 1Mobile).“ Demnach soll der „der größte Teil der nennenswerten Android-Apps auf den Touchscreen-Modellen Z10 und Z30 ohne Probleme“ funktionieren.

Seit Blackberry den geplanten Unternehmensverkauf abgeblasen hat und sich stattdessen 1 Mrd Dollar frisches Kapital zur Umstrukturierung gesichert hat, versucht sich der Smartphone-Hersteller gesund zu schrumpfen und neue Geschäftsbereiche zu erschließen. Herzstück von Blackberry ist immer noch der eigene Messaging-Dienst. Der wurde bereits in eine separate Tochtergesellschaft ausgegliedert. Dadurch soll mehr Unabhängigkeit geschaffen werden, um neue Angebote, die über das Messaging hinaus gehen, zu entwickeln. Geplant sind Videochats und eigene Channels, über die Unternehmen und Prominente mit Kunden oder Fans kommunizieren können sollen.
handelsblatt.comgigaom.comnytimes.com, blackberry.com

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