Doch nicht so schlau: KI-App Babylon Health wird mit Scheinkrankheiten ausgetrickst.

von Sebastian Beintker am 18.Dezember 2017 in Mobile Health, News

Künstliche Intelligenz ist ein großes Wort und es wird dieser Tage gern und oft verwendet. Doch viele Apps, die sich das vollmundig auf die Fahne schreiben, sind in Wirklichkeit keinesfalls besonders intelligent. Jüngst zeigt die Gesundheits-App Babylon Health, dass sie nicht einmal den simpelsten Ausreden von ganz normalen Menschen gewachsen ist.

Gute Idee

Das große Ziel der Anwendung klang vielversprechend. Die App sollte die Zahl der unnötigen Arztbesuche stark verringern. Dazu tritt ein intelligenter Chatbot in den Dialog mit erkranken Usern. Gefüttern mit unzähligen Krankheitsbildern und Einzelfällen ist dieser fähig, eine erste Diagnose zu stellen. Dabei trennt er stark erkrankte von „nur leicht kränkelnden“ Menschen. Erstere erhalten umgehend einen Arztermin, während letztere ein Hausrezept erhalten. Soweit die Theorie.

Künstliche Intelligenz zu wenig intelligent

In der Praxis sah dies dann aber ganz anders aus. Um möglichst schnell einen Arzttermin zu bekommen, spielten (clevere) User dem Chatbot vor, besonders starke Symptome zu haben. Seine „künstliche Intelligenz“ reichte dabei nicht aus, dies zu erkennen. Die App Babylon Health – deren Idee grunsätzlich sehr gut ist – versagt somit in der Praxis. Sie ist damit weder eine Entlastung für das Gesundheitssystem, noch ein verlässlicher Begleiter bei persönlichen Gesundheitsfragen.

t3n kommentiert: „Dass wir alle gewollt oder ungewollt als Patienten flunkern, hat gerade auch die Gesundheitsapp Babylon Health auf die harte Tour lernen müssen. Das Unternehmen hat in mehreren Finanzierungsrunden Dutzende von Millionen eingesammelt und auch vom NHS, dem britischen Gesundheitssystem, viel Unterstützung bekommen. Außerdem schnitt die App in mehreren offiziellen Prüfungen bestens ab. Doch die Unehrlichkeit der Patienten war für das System zu viel.“

 

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