Play Store: Google entfernt Apps, die zu Unrecht Accessibility Services verwenden.

von Sebastian Beintker am 14.November 2017 in App Business, News

Google räumt auf: Dabei stehen App-Entwickler im Fokus, die im Play Store Anwendungen anbieten, die unrechtmäßig Androids sogenannte Eingabehilfen nutzen. App-Macher sollten ihr E-Mail-Postfach genau im Auge behalten, denn das Google Play Review Team schickt gerade Warnungen an zahlreiche Entwickler. Bei Passivität droht eine Sperrung des Accounts.

Hintergrund der „großen Aufräumaktion“ im Play Store

Eingabehilfen bei Android-Apps sind ausschließlich dazu gedacht, Usern mit körperlichen Einschränkungen bei der Bedienung ihres Smartphones zu helfen. App-Entwickler, die die Nutzung von „Accessibility Services“ in ihrer Anwendung nicht erklären können, müssen zukünftig auf diese Funktionalität verzichten. Andernfalls wird die Anwendung aus dem Play Store entfernt.

App-Entwickler, die Aufforderungen ignorieren und nicht kooperieren, müssen nach einer Frist von 30 Tagen zudem mit einer Sperre des eigenen Entwickler-Accounts rechnen. Und dabei versteht Google keinen Spaß: „Alle Verstöße werden nachverfolgt. Schwere oder wiederholte Verstöße jeglicher Art führen zur Kündigung des Entwicklerkontos sowie zur Untersuchung und möglichen Kündigung verwandter Google-Konten.“

Mail von Google an die Entwickler

Wer sich für den genauen Wortlaut der Mail von Google interessiert, der findet den Scan am Ende des folgenden Beitrags, den Blogger Benjamin Mamerow gestern verfasst hat: „Google Play Store will Apps entfernen, die unnötig die Berechtigung für den Zugriff auf die Eingabehilfen fordern“

Kritische Stimmen

Es melden sich zunehmend App-Entwickler zu Wort, die über die Aufräumaktion von Google wenig erfreut sind. Und tatsächlich existieren Argumente, die nachvollziehbar sind. AutoTools-Autor Joao Dias z. B. kritisiert die zu vage Formulierung von Google, denn: „Wenn wir das wörtlich nehmen, dann kann sogar eine App untersagt werden, die für die Nutzung durch Menschen mit Einschränkungen gedacht ist, weil sie auch Anwendern die Nutzung erlaubt, die nicht behindert sind. Eine App kann das gar nicht verhindern.“ Und auch futurezone kritisiert die zu schwammige Formulierung, die dazu führt, dass zahlreichen populären Apps der Rauswurf droht.

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