Trend noch ohne Fans: Über zwei Drittel der Deutschen wollen keine Chatbots nutzen.

von Anika Reker am 02.Juni 2017 in Chatbots, News

Selbstgespräch: Sie sollen Nutzern im Alltag und im Job zahlreiche Aufgaben abnehmen und jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Bots antworten in Chats auf Kundenanfragen oder assistieren als Stimme aus dem Off bzw. aus dem Lautsprecher per Spracherkennung. In die Weiterentwicklung und Verbesserung von künstlich intelligenten Assistenten wie zum Beispiel Amazons Alexa, Google Home, Apples Siri oder Cortana von Microsoft investieren Unternehmen derzeit viel Energie und Geld. Ein Chatbot aus der hauseigenen Tüftel-Abteilung ist schon beinah ein Statussymbol, das zeigt, dass man in seiner Branche nicht zu den rückwärtsgewandten „Trendverschläfern“ gehört.

So richtig ins Gespräch kommen mit der quasselnden Software möchte die deutsche Online-Bevölkerung momentan aber offenbar noch nicht. Dass geht aus einer umfangreichen Befragung der Entwicklerkonferenz Developer Week (DWX) hervor. Über 70 Prozent der deutschen Internetnutzer lehnen es kategorisch ab, mit einem Roboter in schriftlicher oder mündlicher Form zu kommunizieren. Dass zwischen den Visionen von Unternehmen und der Realität der Verbraucher zurzeit noch Welten liegen zeigt auch, dass fast die Hälfte der Menschen hierzulande allein mit dem Begriff Chatbot überhaupt nichts anzufangen wissen. Immerhin 12 Prozent der 1.200 Befragten gaben an, schon mal den Dialog mit einem sprechenden Roboter gewagt zu haben. Etwa der Hälfte davon begegnete ein Bot im Webshops von Online-Händlern. 22 Prozent nutzten ein Angebot zum Abrufen von Nachrichten. Etwa genauso viele Nutzer ließen sich schon mal Infos zum Wetter von einer künstlich intelligenten Software vermitteln.

Insgesamt stehen Frauen dem Thema noch etwas skeptischer gegenüber als Männer. Internetnutzer, die älter als 50 Jahre alt sind, verhalten sich besonders zurückhaltend. Nur ein Fünftel in dieser Gruppe ist an einer Verwendung von Chatbots oder Sprachassistenten interessiert. Immerhin ein Drittel der Befragten sieht in dem Bereich Zukunftspotential und glaubt, dass die Technik noch Reife und mehr Zeit zur Weiterentwicklung benötigt, um einen wirklichen Mehrwert zu bieten. Das Thema Datenschutz sieht der Großteil der Befragten nicht besonders heikel. Viel größer ist die Befürchtung, dass der Trend auf Dauer Jobs bedrohen könnte. Ein Drittel der deutschen Online-Nutzer rechnet mit möglichen negativen Entwicklungen am Arbeitsmarkt durch Chatbots.

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