Mit Google und Künstlicher Intelligenz zum neuen Job.

von Anika Reker am 21.Juni 2017 in Künstliche Intelligenz, News

Google statt Arbeitsamt: Ein neues Feature für Mobile und Desktop soll Nutzern die Suche nach einem neuen Job erleichtern. In seinem neuen Angebot bündelt Google Anzeigen, die Unternehmen auf ihren Webseiten und in sozialen Netzwerken wie LinkedIn, Monster oder Facebook schalten. Der Arbeitssuchende muss sich also nicht selbst in mühseliger Kleinarbeit von Seite zu Seite klicken, sondern bekommt alle Möglichkeiten, die zu seinen Wünschen und seinem beruflichen Profil passen, von Google auf einen Blick serviert. Um geeignete Stellenanzeigen zu finden, muss der Nutzer die richtigen Schlagwörter in seine Suchanfrage einbauen und diese dann durch Anfragen wie „Jobs in meiner Nähe“, „Stellen für Texter“ oder „Arbeit in der Gastronomie“ eingrenzen.  Die Auswahl kann dann noch genauer definiert werden, indem man beispielsweise ausschließlich nach Vollzeitstellen sucht.

Für die Erstellung dieser umfangreichen Listen muss Google die Ergebnisse zunächst um alle Doppelungen bereinigen. Viele Arbeitgeber teilen und posten ihre Anzeigen schließlich parallel auf mehreren Kanälen und Portalen. In einem zweiten Schritt siebt und kategorisiert der auf Machine Learning basierende Google-Algorithmus die Angebote nach ihren spezifischen Merkmalen. Sobald der Nutzer durch das neue Feature auf eine interessante Ausschreibung gestoßen ist, wird er von Google auf die Seite geleitet, die die ausführlichsten Details zu dem Angebot enthält. „Wir hoffen, Betreibern von Webseiten dadurch einen Anreiz zu bieten, möglichst umfangreiche Informationen bereitzustellen,“ sagte ein Google-Sprecher gegenüber Techcrunch.

Interessant ist außerdem, dass Google Informationen und Daten, die über den Nutzer bereits vorliegen, nicht mit der Jobsuche vermischen will. Wenn durch vorherige Suchanfragen beispielsweise bekannt ist, welche Interessen, Musik- und Filmvorlieben der Jobsuchende hat, werden diese von der beruflichen Anfrage komplett ausgeklammert. Ein Hobby-Angler bekommt also keine Stellenanzeigen beim nächsten Heimtierbedarfsladen angezeigt, wenn er nicht ausdrücklich danach sucht. Außerdem betont Google, dass das Angebot keine direkte Konkurrenz zu Job-Portalen und Karriere-Netzwerken wie LinkedIn darstellen soll. Das soll dadurch gewährleistet werden, dass Unternehmen ihre Anzeigen nicht direkt über Google online stellen können, sondern weiter auf Portale angewiesen sind, deren Angebote die Suche dann listet.

Bisher ist das Feature nur in englischer Sprache verfügbar. Ob und wann Jobsuchende in Deutschland davon profitieren können ist noch unklar.

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