Hühnchen oder Bär: Japanischer Hersteller setzt auf tierische Sprachassistenten.

von Anika Reker am 16.Juni 2017 in News, Voice

Süße Stimmen: Nicht nur westliche Internet-Riesen wie Google, Amazon und Microsoft wollen Menschen zum Sprechen bringen. In Japan stellt auch die Messaging App Line ihren Nutzern jetzt künstlich intelligente Konversationspartner zur Seite. Während die Entwickler von Alexa, Siri und Konsorten vor allem auf angenehme Stimmen Wert gelegt haben, will Line potentielle Kunden mit einem hohen Niedlichkeitsfaktor von seinen smarten Lautsprechern überzeugen. Das Unternehmen hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, an einer eigenen Serie von sprachgesteuerten Assistenten zu arbeiten. Auf seiner jährlichen Konferenz in Tokio wurden nun weitere Details bekannt gegeben, darunter eben auch Bilder von ersten Modellen. Die zwei Varianten des Bären „Brown“ und des Hühnchens „Sally“ basieren dabei auf Charakteren, die Line-Nutzern bereits bekannt sind. Der Messenger hat eine ganze Familie bestehend aus verschiedenen tierischen Maskottchen kreiert und nutzt diese bereits seit längerem für Merchandise und zu Marketing-Zwecken.


Für Japaner, die es doch gerne eine Ecke seriöser hätten, bringt Line den Lautsprecher WAVE heraus, der ähnlich wie Echo oder Google Home auf schlichtes Design setzt. Außerdem hat das Unternehmen noch mindestens eine dritte Variante in petto. FACE soll mit einem eingebauten Display punkten. Allerdings ist noch nicht klar, in welcher Weise dieses Feature eingesetzt wird und welchen zusätzlichen Nutzen es liefern soll. Die Software, die auf allen Modellen aus dem Hause Line per Sprachbefehl Musik abspielen oder den Wecker stellen soll, hört auf den Namen Clova. Nach Informationen von The Verge ist diese mindestens zweisprachig und wird entweder auf Japanisch oder Koreanisch mit ihren Besitzern kommunizieren können. Dies zeigt deutlich, dass Line seine Produkte und die Software nicht nur auf das Heimatland als Absatzmarkt fokussiert, sondern auch andere asiatische Länder ins Auge fasst.

Aktuell ist die Messenger-App von Line nur in wenigen Ländern Asiens der größte Player. Im Vergleich zu WhatsApp und anderen westlichen Äquivalenten hat Line deutlich mehr Funktionen zu bieten und ist zum Beispiel in der Lage Nachrichten vorzulesen, Taxis zu bestellen und unterstützt den Nutzer sogar bei der Jobsuche. Das Unternehmen dahinter vertritt die Ansicht, dass im Bereich Smartphones die besten Zeiten bereits in der Vergangenheit liegen und sieht vor allem Potential in Künstlicher Intelligenz. Die jetzt vorgestellten Lautsprechermodelle sollen im Herbst und Winter diesen Jahres in den Verkauf gehen.

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