Wie die Luft zum Atmen: Smartphone-Nutzung ist für viele ein menschliches Grundbedürfnis.

von Anika Reker am 24.Mai 2017 in News, Studien

Sauerstoff, Nahrung und Apps: Smartphones und die darauf installierten Anwendungen sind für Menschen auf der ganzen Welt mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags. Viele Nutzer sehen darin schon fast ein Bedürfnis, das für die Sicherung des eigenen Überlebens notwendig ist. Der hohe Stellenwert, der der Smartphone-Nutzung beigemessen wird, zeigt sich deutlich im Application Intelligence Reports (AIR) von A10 Networks, einem Anbieter von Netzwerk- und Sicherheitsanwendungen.

In Deutschland sind sieben von zehn Befragten davon überzeugt, das alltägliche Leben nicht mehr ohne Apps meistern zu können, wie die Studie zeigt. Auf die Frage, welchen Gegenstand man in einem absoluten Notfall als erstes mitnehmen würde, nannten 45 Prozent ihr Smartphone. Dagegen würden 32 Prozent der Befragten wichtige Dokumente, 16 Prozent ihren Laptop und nur 7 Prozent ein persönliches Fotoalbum zum Beispiel aus den Flammen eines brennenden Hauses retten. Die Teilnehmer wurden vor die schwierige Entscheidung gestellt, entweder die Haustür einen Tag lang unabgeschlossen zu lassen oder das Smartphone unentsperrt eine Stunde lang auf einer Parkbank zu vergessen. Mit 56 Prozent zogen weit über die Hälfte der Befragten die offenen Wohungstür dem vergessenen Smartphone vor. Beim Thema Kleidung überwiegt dann allerdings doch die deutsche Prüderie. Nur 12 Prozent würden es vorziehen, die Hose zu verlieren als das Smartphone. In Großbritannien, Frankreich und den USA entschieden sich über die Hälfte der Befragten dafür, die „unten ohne“-Option einem abhanden gekommenen Smartphone vorzuziehen.

Die extreme Angst vor einem Verlust des eigenen mobilen Gerätes und den darauf enthaltenen Daten steht in einem krassen Widerspruch zu einer recht gleichgültigen Einstellung gegenüber dem Thema Sicherheit und Datenschutz. Etwa 45 Prozent der Deutschen vertrauen darauf, dass Unternehmen und Dienstleister sie schon vor Cyberattacken schützen werden. Fast die Hälfte der Befragten hält Hacking und andere Angriffe im Internet dagegen schlichtweg für unvermeidbar. Die bevorzugte Strategie damit umzugehen ist deshalb für 46 Prozent einfach „gar nicht daran zu denken.“ Dass gute Passwörter eine Möglichkeit darstellen, das Risiko zu minimieren, kommt nur etwa einem Drittel der Deutschen in den Sinn. Der übrige Teil (66 Prozent) gab dagegen an, für verschiedenen Apps ein und dassselbe Passwort zu nutzen. „Unsere Abhängigkeit von Apps wirft die Frage nach unserer Sorgfalt im Umgang mit unseren persönlichen Daten auf,“ sagt Neil Wu Becker, Vize-Präsident im Bereich Marketing von A10 Networks. Der Umgang mit Apps und der Einfluss auf private und berufliche Risiken seien Themen, die bisher noch zu stark vernachlässigt würden, so Becker.

Für den Application Intelligence Reports (AIR) untersuchte A10 Networks die Einstellung von Nutzern in zehn Ländern. Dabei waren die größten Volkswirtschaften der Welt und Länder mit der am schnellsten wachsenden Anzahl von Technologienutzern, wie Brasilien, China und Indien.

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