Kim kocht: Maggi Kochstudio bringt eigenen Chatbot an den Start.

von Anika Reker am 31.Mai 2017 in Chatbots, News

Künstlich Intelligentes Kochen: Kim, die eigentlich „Kitchen Intelligence (by) Maggi“ heißt, stellt sich dem Nutzer zunächst unter ihrem Spitznamen als sein persönlicher Kochstudio-Bot vor. Über den Facebook Messenger des Unternehmens ist sie ab jetzt zu erreichen und soll Inspirationen für Rezepte liefern und Zutaten online einkaufen. Außerdem hilft Kim bei kniffligen Küchen-Fragen weiter und erklärt im Chat, wie zum Beispiel eine Ananas richtig geschält wird oder wie man Eier porchiert.

„Wäre das alles, könnte man es aber auch einfach mit der Website belassen,“ sagt Benedikt Schaumann, der bei der Nestlé Wagner GmbH die Abteilung digitale Kommunikation leitet. Das Alleinstellungsmerkmal von Kim bestünde vor allem in ihrer Fähigkeit, logische Strukturen einer Unterhaltung zu verstehen und auf Basis von Machine Learning ähnliche Fragestellungen zu durchschauen und mit der Zeit zu automatisieren. Das heißt, Kim speichert die Vorlieben des Nutzers und wird so von Dialog zu Dialog schlauer und damit hilfreicher. Sie ist in der Lage, auf Besonderheiten wie Laktoseintoleranzen und Nuss-Allergien einzugehen. Vegetarier und Veganer bekommen, sobald Kim einmal über ihre Essgewohnheiten informiert ist, zum Beispiel direkt die Veggi-Alternative angezeigt, auch wenn sie nach Bolognese-Rezepten fragen. Wer zum Beispiel versucht, sich möglichst kohlenhydratarm zu ernähren, bekommt auch dabei von Kim die passenden Tipps, ohne jedes Mal explizit nachfragen zu müssen.

Laut Schaumann besteht der Hauptunterschied von Kim im Vergleich zu anderen Bots darin, dass sie Antworten nicht einfach nur stumpf auf Basis von bestimmten Stichworten gibt. Kim habe Gefühl und sei in der Lage sich mit der Zeit immer mehr sprachliche Synonyme über den Kontext zu erschließen. „Sogar das hessische ‚Moije‘ kann Kim interpretieren,“ schwärmt der Kommunikationschef in einem Blog-Eintrag. Auf Grammatik und hochdeutsche Sätze sei Kim allerdings angewiesen, um die Intention der Fragestellungen aus dem Satzbau erkennen zu können.

Ein Team um Schaumann hatte vor einigen Monaten eine interne Innovationsauschreibung von Nestlé gewonnen. An der Entwicklung von Kim waren unter anderem Entwickler von Mercury.ai beteiligt, ein Startup, das dem Cognitive Interaction Technology Center of Excellence (CITEC) der Universität in Bielefeld entstammt.

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