WhatsApp plant in Indien Einstieg ins Mobile Banking.

von Samuel Held am 06.April 2017 in Mobile Payment, News

WhatsApp.svgNeue Funktion in Planung: Indien soll das erste Land werden, in dem WhatsApp mobile Bezahlmethoden ausprobiert. In keinem anderen Land hat die Facebook-Tochter so viele Nutzer. Mobile Bezahlmethoden werden in Indien schon heute stark genutzt. Für das auch weiterhin werbefreie WhatsApp  könnte Mobile Payment zu einer neuen Einnahmequelle werden.

262 Mio Transaktionen mit einem Wert von 83,5 Mrd indischen Rupien (1,2 Mrd Euro) wurden in dem Subkontinent alleine im Januar 2017 über mobile Dienste abgewickelt. Die Tendenz ist steigend. Bis 2020 sollen solche Bezahlsysteme für 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich sein und 500 Mrd Dollar umsetzen. Bislang werden die meisten Geschäfte vom indischen Startup PayTM abgewickelt, an dem auch Alibaba beteiligt ist. Nach eigenen Angaben wird PayTM von 200 Mio Indern genutzt. WhatsApp kommt derzeit auf immerhin 160 Mio Nutzer im Land. Der Messenger ist damit sogar beliebter als die Mutterfirma Facebook.

In Indien könnte WhatsApp ein Teil des Unified Payment Services der Regierung werden. Das System ermöglicht den Geldtransfer von verschiedenen mobilen Bezahlsystemen und Bankkonten. Für WhatsApp hätte das den Vorteil, dass sie kein eigenes vollständiges System entwickeln müssen, sondern auf ein vorhandenes Interface zurückgreifen können.

Langfristig könnte Mobile Payment auch weltweit eine neue Einnahmequelle für den Messenger-Dienst werden. Facebook sucht seit der Übernahme vor 3 Jahren nach Möglichkeiten zum Geld verdienen. Mark Zuckerberg hatte damals zugesichert, dass die App auch weiterhin frei von Werbung bleiben wird. „Wir betrachten Whatsapp als etwas praktisches, das man auch in Zukunft einfach nutzen können soll. Was wir machen, ist nicht sexy. Wir haben keine Sticker oder sowas“, sagt WhatsApp-Mitgründer Jan Koum noch heute. Die Nutzung fürs mobile Bezahlen wäre jedenfalls eine grundlegende Neuerung für das Geschäftsmodell.


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