Chatbots der Lieblingskünstler sind bei Musikfans beliebt.

von Samuel Held am 05.April 2017 in Chatbots, News

Fanarbeit per Bot: Künstler haben die Welt der Chatbots für sich entdeckt. Maroon 5, Aerosmith, 50 Cent, Snoop Dogg oder Kiss nutzen Bots für ihre Kommunikation im Facebook Messenger. Das Angebot wird von Fans offenbar gut angenommen und macht die Kommunikation persönlicher. In der Musikbranche gibt es einen generellen Trend hin zur Mixed Reality.

Den Fans ist bei der Kommunikation klar, dass sie mit einem Bot kommunizieren.Trotzdem wirkt die Kommunikation persönlicher und authentischer als per Mail oder Werbeanzeige. Das liegt auch daran, dass die Bots auf den jeweiligen Künstler zugeschnitten sind. Sängerin Christina Milian ist begeistert von ihrer eigenen Version: „Er ist genauso wie ich. Er redet genau wie ich. Und meine Fans wissen, wie ich rede.“ Die Qualität des Angebots variiert allerdings von Künstler zu Künstler. Aerosmith‘ Bot kann bislang offenbar kaum Anfragen beantworten, schickt aber immerhin ein nett gemeintes „Rock on“ in die Runde.

Für Sänger und Bands ist der Messenger ein sinnvolles Marketinginstrument. Mail-Postfächer sind mittlerweile oft von Spam und Werbung überfrachtet. Messenger-Nachrichten werden noch als persönliche Unterhaltung wahrgenommen. Die Response Rate für die Bots liegt bei 50 bis 75 Prozent. So verkaufen die Künstler Tickets oder vermarkten Songs. Maroon 5 sendete im vergangenen Jahr kurze Clips aus der neuen Single „Cold“ am Tag vor deren Veröffentlichung. Die Reaktion war überwältigend und schnell war die Single auf der ganzen Welt geteilt.

Generell geht der Trend in der Musikbranche zur Mixed Reality, also zur Vermischung von virtueller und tatsächlicher Realität. Weitere Trends sind Konzerte in der virtuellen Realität (VR), Algorithmen für Playlists oder eine Verbindung mit Sprachassistenten wie Alexa.  Für die Zukunft ist noch so einiges denkbar. Branchenexpertin Cortney Harding hält es für möglich, dass wird bald „ein Hologram unseres Lieblings-Stars aufrufen und ‚echte Gespräche‘ mit der VR-Version dieser Person führen“.


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