Facebook-Assistent M übernimmt Aufgaben für Nutzer.

von Samuel Held am 10.April 2017 in Chatbots, Mobile Messaging, News

messengerHilfe im Chat: 2015 hatte Facebook den Chat-Assistenten M das erste Mal vorgestellt. Jetzt soll das auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende System flächendeckend in den USA eingeführt werden. Andere Länder werden wohl folgen. M analysiert Nachrichten im Messenger und nutzt die gewonnen Informationen für Ratschläge oder Hinweise auf weiterführende Services oder Websites. Langfristig soll M alle möglichen Aufgaben für Nutzer übernehmen können. Während anderswo Spracherkennung in Mode ist, setzt Facebook also auf Texterkennung.

M soll ganz verschiedene Funktionen erfüllen können. Ist ein Gespräch eher langweilig, schlägt es den Gebrauch von Stickern vor. Diskutiert man im Gruppenchat über den besten Batman-Darsteller, macht M eine Umfrage daraus. Der Assistent soll dabei helfen „Konversationen zu managen und Dinge zu erledigen“, schreiben Produktmanager Laurent Landowski und Kemal El Moujahid in einem Blog-Eintrag. Dazu gehören neben den Stickern und Umfragen auch ganz lebenspraktische Dinge. Wird ein Treffen verabredet, schlägt M vor, den Standort zu teilen oder leitet auf Taxi-Websites weiter, um zum Treffpunkt zu kommen. Auch Bezahlungen sollen mit dem Assistenten möglich sein.

M ist ein System in Arbeit. Noch sind die Funktionen stark eingeschränkt. Vorschläge sollen nur gemacht werden, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Treffers sehr hoch ist. In der Testphase hatten Menschen im Hintergrund Aufgaben übernommen, die für die KI zu kompliziert waren. Langsam sollte M so lernen, wie es Dinge selbst erledigen kann. Ziel ist es, dass immer mehr Aufgaben übernommen werden können. Der Anspruch ist dabei hoch: „Wir können nicht sagen, dass wir Flugtickets buchen, aber nur die einfachen. Dann wäre das nicht mehr die Ursprüngliche Mission von M. Wir wollen alles machen“, sagt Manager Alex Lebrun.

Anders als die Chatbots im Messenger ist M also eine Anwendung, die im Hintergrund aktiv wird. Der Nutzer muss dem Chatbot nicht sagen, was er braucht, sondern die künstliche Intelligenz macht selbst Vorschläge. Facebook M ist neben den aktuell trendigen Sprachassistenten wie Alexa ein spannendes Projekt. Mit der Reichweite und dem Datenvolumen von Facebook kann es helfen, die Spracherkennung auf ein neues Level zu heben.

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