Digitale Gesundheitsfürsorge hat Zukunft.

von Samuel Held am 06.März 2017 in News

ehealth telemedizin shutterstock_142567231Gesundheit aus dem Internet: Amazon möchte offenbar zur Apotheke werden. In Deutschland könnten Medikamente dann in Zukunft direkt beim Online-Versandhändler bestellt werden. Amazon selbst darf in Deutschland zwar keine Apotheke betreiben, könnte aber in Kooperation mit offiziellen Apotheken den Markt umkrempeln. Prime-Kunden könnten beispielsweise online bestellen und ihre Medikamente innerhalb von 24 Stunden nachhause geliefert bekommen. Amazon selbst hat sich bislang noch nicht zu den Plänen geäußert.

Nicht nur bei Medikamenten, sondern auch in der Diagnose und Behandlung wird es in den kommenden Jahren digitaler zugehen. Mobile Apps, Telemedizin oder autonome Diagnosen könnten den Service verbessern und Kosten einsparen. Eine Vielzahl der Doktorbesuche könnte so bald überflüssig werden. Messungen, die heute noch der Experte vornimmt, könnte der Patient dann selbst zuhause unternehmen. Künstliche Intelligenz (KI) könnte auch die klassische Sprechstunde beim Arzt überflüssig machen. Maschinen sollten bald in der Lage sein, die meisten Anfragen von Patienten zu beantworten und 87 Prozent der persönlichen Gespräche überflüssig machen können. Auch in der Diagnose ist KI oft besser als die Profis. Eine Software kann beispielsweise Brustkrebs in Aufnahmen besser erkennen als Mediziner.

Im Gesundheitssektor steckt viel Geld. In den USA werden beispielsweise 18 Prozent des BIP jährlich in diesen Bereich gesteckt. Logisch, dass im digitalen Bereich einige Menschen einen Teil vom Kuchen abhaben möchten. So ist in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von mehr oder weniger sinnvollen Gesundheits-Apps auf den Markt gekommen. Apps zur Pulsmessung oder zum Schritte zählen haben dabei tatsächlich einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Bei Verhütung per „Natural Cycles“ sollte man dagegen eher vorsichtig sein.

Der Sektor dürfte in jedem Fall Zukunft haben. Bis 2020 sollen weltweit 200 Mrd Dollar im E-Health umgesetzt werden. „Der deutsche E-Health Markt dürfte dieses Jahr Schätzungen zufolge einen Umsatz von fast 400 Millionen Euro generieren“, sagt Julia Rühle, E-Health-Expertin bei Germany Trade & Invest in Berlin. Es ist also zu erwarten, dass die digitale Apotheke von Amazon kein Einzelfall bleiben wird, sondern dass in Zukunft mehr Digitalunternehmen in die Branche einsteigen werden.

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